Santiano rockt Essen

Anfang dieses Jahres hatte ich auswärts schonmal das Vergnügen, die Shanty-Rock-Band Santiano live in einem Konzert zu erleben. Und ich muss gestehen, dass ich (nicht erst seit diesem Zeitpunkt) bekennender Fan dieser Truppe um Björn Both geworden bin. Damals erwuchs in mir der Wunsch, diese Jungs mal in einem Konzert selbst zu fotografieren. Als dann klar wurde, dass die Herren am 14.12. in Essen in der Grugahalle gastieren, betrantragte ich eine Fotografenakkreditierung – und erhielt sie.

Zum Konzert selbst müsste man eigentlich nicht viel sagen: Spitze as always. Da kam die eigene Version von 500 miles, bei Californio regnet das „Gold“ auf das Publikum nieder und zwischendurch beehrte uns auch Oonagh, um mit Björn im Duett „Weit übers Meer“ vorzutragen.

Eine ganz bewegende Stimmung kam auf, als Björn Both, Axel Stosberg, Timsen Hinrichsen und Pete Sage die Ballade von Molly Malone vortrugen. Hunderte von Handy-Leuchten verwandelten die Halle in ein magisches Lichtermeer (eindeutig ein Sicherheitsgewinn gegenüber den Feuerzeugen, die früher hauptsächlich verwendet wurden) und die Bühnenkamera zeigte dieses auf den Großbildschirmen.

So richtig ging es aber dann los, als die „älteste Boygroup Deutschlands“ den Song „Es gibt nur Wasser“ intonierte. Björn hatte die Massen voll in der Hand. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er versucht hätte, mit den verschiedenen Hallenteilen einen Kanon anzustimmen. Das Publikum ging begeistert mit und der Hallenboden bebte.

In der Zugabe stimmte Axel Stosberg dann noch die „Liebeserklärung“ an Schleswig Holstein an: Hoch im Norden. Ich möchte wetten, dass dabei so manches Auge feucht wurde. Und dass macht die Jungs aus dem Norden so sympathisch: Sie stehen zu ihrer Heimat. Sie kommen authentisch rüber und man merkt, wieviel Spaß sie auf der Bühne haben.

Wer bis jetzt noch nicht Fan von Santiano war, sollte es unbedingt werden. Es lohnt sich.

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