13.07.2017 – Grand Canyon – die große Schlucht bei Tag und bei Nacht

Wie die aufmerksamen Leserinnen und Leser dieses kurzen Reiseberichts vielleicht mitbekommen haben, hatten wir den Grand Canyon an einem unserer ersten Tage zum Sonnenaufgang heimgesucht. Und etwas später nochmals zum Sonnenuntergang am Desert View Point.

Aber wir wollten mal etwas mehr sehen. Deshalb machten wir uns nach der Mittagspause auf und fuhren die 89 Richtung Norden. In Cameron bogen wir auf die 64 ab und gabelten noch einen jungen Mann auf, der so aussah, als könnte er einen Ritt gebrauchen. Seinen indianischen Namen konnten wir nicht genau verstehen, weil er ziemlich schnell sprach, aber er erklärte uns, dass es „Sunset“ bedeutete. Sehr passend für unser heutiges Vorhaben. Er erzählte uns auch, dass er Künstler sei, von der Abstammung her Hopi und Navajo (hatte bisher angenommen, dass die Stämme sich voneinander fernhalten) und auch, dass er Höhenangst hatte. Das speziell erstaunte mich umso mehr, als es Indianerstämme gibt, die genau dieses Feature nicht aufweisen und deshalb bei Hochhausbauten gerne eingesetzt werden. Die Hopi und Navajo gehören offensichtlich nicht dazu. Ich erwähne das deshalb, weil wir unseren ersten Stop an der Little Colorado River Gorge machten, einem eindrucksvollen Vorgeschmack auf das, was uns im Laufe des Nachmittags noch erwarten würde.

Selbst meine Göttergattin traute sich (voooorsichtig und langsam, das Handy hatte sie mir in die Hand gedrückt) am Geländer entlang bis ziemlich weit nach vorne.

Und da ging es schon einige Meter nach unten. Auf direktem Weg. Quasi die Abkürzung.

Unser indianischer Freund hielt sich in sicherer Entfernung.

Etwas weiter oben setzten wir ihn dann bei seiner Familie ab und enterten den Nationalpark. Die Planung war, soviele wie View Points wie möglich zu sehen, aber angesichts der Ausmaße des Canyons und der Tatsache, dass sich die Sonne doch schon wieder dem Horizont zuneigte, ein aussichtsloses Unterfangen. Daher machten wir mit dem Auto einen Stop am Grand View Point.

Ein weiteres Foto direkt am Rande der Straße

und dann noch ein Stop am Mather Point.

Unterwegs noch eine Sichtung von Elks mit Nachwuchs.

Auf westlicher Seite am Ende der Route parkten wir Dusty in der Nähe der Grandview Lodge. Die Straße, die weiter nach Westen führt, ist in den Sommermonaten wegen des hohen Besucheraufkommens für private Autos gesperrt. Ein Shuttlebus fährt alle 10-15 Minuten diverse Viewpoints ab.

Ziel dabei war es, eine schöne Location für den Sonnenuntergang zu finden. Die erste schöne Stelle lag am Hopi Point.

Diverse andere Stellen ließen wir geflissentlich aus, weil unsere Führer sie nicht als „Sunset locations“ deklariert hatten.

Den Pima Point fanden wir dann akzeptabel, fuhren aber noch weiter bis zur Endstation, Hermits Rest. Dieser gab fotografisch fast gar nichts her, so dass wir zum Pima Point zurückkehrten.

Man muss dazu erklären, dass „westbound“ alle möglichen Punkte angefahren werden, „eastbound“ aber nur Hermits Rest, Pima, Mohave, and Powell Point. Also sollte man sich schon überlegen, wo man den Abend verbringt, weil nach Sonnenuntergang die Busse nur alle halbe bis volle Stunde fahren. Nach Dunkelheit gar nicht mehr. Und man sollte den Einstiegspunkt möglich weit westlich wählen, weil auf dem Rückweg Besucher von alle anderen Punkten eingesammelt werden.

Soweit, so gut, der Sonnenuntergang war schön, wenn auch nicht so spektakulär wir kürzlich am Desert View Point.

Auf dem Rückweg nahmen wir noch einen Schweizer mit, der die ganze Zeit neben uns fotografiert hatte. Diesen brachten wir noch zu seinem Campmobil auf dem Mather Campground und fuhren dann Richtung Osten. Wie wir gehört hatten, war eine der westlichen Straßen, die nach Süden führten, aufgrund von Waldbränden immer noch teilweise gesperrt. Und ich wollte am Desert View Point nochmal mein Glück mit der Milchstraße versuchen.

Als wir dort ankamen, hatte ich in zweierlei Hinsicht Glück, dass der Mond noch nicht aufgegangen war. Erstens hatte ich meine Mondcreme vergessen und nichts ist ärgerlicher als ein heftiger Mondbrand und zweitens kam die Milchstraße dadurch richtig schön durch.

Mal einfach so mit Cameron im Hintergrund,

mal mit der großen Schlucht im Vordergrund,

dann auch mal mit dem Tower

und einmal mit ein paar Bäumchen, die von der vorhandenen Beleuchtung dankenswerterweise angestrahlt wurden.

Um 23 Uhr waren wir dann zuhause bei 6°C, ab in die Falle. Entwickelt wird morgen.

16.09.2015 – Canyonlands National Park – Timelapse – Relax

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Unser letzter Tag in Moab bricht an. Die Wolken ziehen schnell vorbei und wir überlegen uns, wie wir unseren Abschied würdig begehen können. Zwar liegt auf dem Weg nach Las Vegas morgen noch der Bryce Canyon incl. Übernachtung dort vor uns, aber ein bisschen Wehmut mischt sich schon in unsere Stimmung.

Nach dem Frühstück lege ich mich unter den Silverado, um unsere Frontschürze wieder anzuschrauben. Hat uns viel Freude gemacht, dass sie NICHT da war. Und währenddessen denkt Karin auch nur an Silverados. Und zwar dadurch, dass sie für den nächsten Urlaub auf Hawaii für zwei Inseln jeweils einen bucht. Das passt doch.

Vor zwei Tagen hatten wir viel Entspannung mit den Zeitrafferaufnahmen. Warum also nicht mal in den Canyonlands National Park fahren und dort das gleiche wiederholen?

Erster Punkt: Shafer Trail Overlook.

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25 Minuten einfach nur in die Landschaft schauen und diese in sich aufnehmen. Das tut gut.

An der Mesa Arch ist absolut kein Parkplatz zu bekommen. Was ist los? Wir haben Mittwoch, kein Ferienwochenende. Muss die Jahreszeit sein, denn die Hotels haben fast alle ihre „no vacancy“ Schilder draußen. Moab ist voll wie selten.

Wir fahren weiter zum Green River Overlook. Dort ist es etwas ruhiger, aber dafür sehr windig. Ich habe die Befürchtung, dass mir die Kamera weggeweht wird, aber zumindest die Timelapse heftig verwackelt. Aber es hält sich in Grenzen.

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Versuchen wir es nochmal an der Mesa Arch. Ein großer Buss steht auf dem Parkplatz und lässt uns das schlimmste befürchten. Aber wir können unseren Truck in eine Parklücke quetschen und auf dem Weg zur Arch kommen uns lauter Menschen mit einem bestimmten Button auf der Kleidung entgegen. Französische Reisegruppe. Gut, wenn die weg sind, wird es ruhiger. Ich ergattere einen guten Standpunkt für mein Stativ und verärgere viele, die nach mir kommen. Mittlerweile ist die nächste Gruppe eingetroffen. Ein lokaler Reiseveranstalter, Tag Along Tours, schleust seine Leute an der Arch vorbei. Stellt sie pärchenweise dekorativ vor dem Bogen auf und schießt ein Foto. Zum Glück (fast) nicht vor meiner Linse.

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Wir suchen danach den Yvonne’s Point auf (ja, wir haben ihn Dir zu Ehren so benennen lassen, auch wenn er noch in keiner Karte verzeichnet ist) und gönnen uns weitere 25 Minuten Pause.

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Nächster Halt: Buck Canyon Overlook. Hatten wir bisher immer links liegen lassen. Zu Unrecht, wie ich finde. Auch hier 25 Minuten Pause.

UTA5048.jpgDanach geht es weiter zum Grand View Point. Leider habe ich (im nachhinein festgestellt) nicht ganz den optimalen Ausschnitt draufbekommen im Video. Grund genug, später nochmal nach Moab zurückzukehren.

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Unsere Timelapse-Pflichten sind erledigt, ein Akku leergefahren und der Nachmittag neigt sich langsam dem Ende zu. Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht weiter fotografieren darf. Eigentlich wollten wir nur „schnell“ nach Hause, um auf dem Heimweg noch den Wagen zu waschen. Aber bekanntlich zieht sich der Weg durch den Canyonlands National Park ja ziemlich hin. Und es werden einem bildlich gesprochen immer wieder Steine in den Weg geworfen, die ein schnelles Vorankommen verhindern. Als da wären: Fantastische Ausblicke auf Felsen und Schluchten.

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Die Sonne steht tief und lockt zu Gegenlichtaufnahmen.UTA5072.jpg

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Auf der anderen Seite werden die Felsen und die Wolken so gerade eben noch angestrahlt.UTA5074.jpg

UTA5087.jpgUnd dann geht auch noch die Sonne unter. UTA5081.jpgWir beschließen, keinen extra Punkt anzufahren, das kostet einfach zuviel Zeit. Aber die Stops, die wir zwischendurch immer wieder einlegen (müssen), halten uns genauso lange auf.

UTA5095.jpg UTA5113.jpg UTA5100.jpg UTA5117.jpgWas für ein Abend, was für ein Abschied. Der Canyonlands National Park zeigt sich in seinem schönsten Licht, um uns den Abschied zu versüßen (oder zu erschweren?)

Endlich ist die Sonne untergegangen und wir können ohne weitere Verzögerungen bis nach Moab fahren.

Doch halt, was ist das? Obwohl die Sonne untergegangen ist, „glühen“ die Felsen im Tal des Colorado River nach, als hätten sie die Sonnenstrahlen gespeichert. Ein letztes Mal aus dem Wagen und auf die Fußgängerbrücke über den Fluss (die wir vier Wochen schon begehen wollten, es aber nie geschafft haben). Und dort der Blick nach Osten (man bedenke, es war schon fast stockdunkel).

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Und nach Westen (der Mond ging gerade in einer Sichel auf).

UTA5136.jpgUnd einmal der Blick über die Brücke Richtung Moab.

UTA5133.jpgUnd als letztes Foto der Blick nach unten auf eine Heuschrecke im Taschenlampenlicht. Schluss für heute mit der Knipserei. Ach ja, den Wagen haben wir noch gewaschen.

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