Hawaii, here we come – Start in Düsseldorf

Es ist wieder soweit. Als letztens im Autoradio Udo Jürgens lief mit „Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii…“ stellte ich fest, wie dankbar und glücklich ich sein darf, dass ich alle drei in dem Lied genannten Orte schon besuchen durfte, manche davon mehrfach. Und weil wir es geschafft hatten (vermutlich für lange Zeit das letzte Mal, den Änderungen der Airline-Bedingungen sei Dank), Freiflüge zu ergattern, fiel die Wahl mal wieder auf die Hawaiianischen Inseln. Geplant sind etwas über zwei Wochen auf Big Island, Kona Coast, 4 Nächte an der Nordküste von Oahu und 10 Tage in Princeville, Kauai.

Der Wecker schellte um 3.30 Uhr morgens, denn um 6 Uhr geht der Flieger von D’dorf nach Frankfurt, von dort aus nach London, dann mit UAL nach San Francisco (hallo Udo) und von dort aus weiter nach Kona.

Beim Abgeben des Gepäcks am Vorabend ist in D’dorf wenig Betrieb und wir haben Zeit, mit der freundlichen Dame am LH-Schalter zu plaudern. Auch sie ist der Meinung, dass am Morgen des nächsten Tages die Hölle los sein wird und rät uns, nicht am Gate A, sondern am Gate B durch die Security zu gehen. Ein weiser Rat, wie sich herausstellen sollte. Denn bei Euro- und Germanwings stehen die Reisenden in langen Schlangen an und wir wollen vorher sowieso noch in der Hugo-Junkers-Lounge etwas zu naschen abholen.

Viel Zeit verbleibt uns dort nicht, ein Blick nach draußen auf den erwachenden Flughafen,

HA60002.jpgein Tässchen Kaffee, ein Croissant HA60003.jpgund weiter geht es zum Gate A, wo immer noch nicht allzuviel los ist.

HA60006.jpgWenn sich jemand fragt, warum wir die o.g. Flugroute eingeschlagen haben und nicht direkt von D’dorf nach London geflogen sind, hier die Antwort: Im letzten Jahr haben wir genau das gemacht und sind mit German Wings die kürzere Strecke geflogen. Mit der Folge, dass wir in London komplett unser Gepäck in Empfang nehmen durften, dann neue Tickets bekamen und erneut durch die Security mussten, nachdem das Gepäck neu eingecheckt worden war. Bei einem LH-Flug war das nicht nötig. Eigenartig, nicht wahr? Gepäck bis KOA durchgecheckt, fertig. Dafür blieb uns um die Mittagszeit in der noblen Lounge in LHR noch die Zeit für einen kleinen Mittagssnack und schon ging es los über den großen Teich. Und diesmal in Economy Plus. Beinfreiheit fast ohne Ende. Ich glaube, ich könnte mich dran gewöhnen. Dann auch dank des Silverstatus ein schnelleres Durchschleusen durch die Security. In SFO angekommen zum ersten Mal Kontakt mit den Einreiseautomaten. So schnell hatten wir den technischen Teil noch nie erledigt. Was nicht heißt, dass wir anschließend nicht in einer Schlange standen. Und die Qualität der Aufnahmen. In meinem Fotografenmagen drehte sich alles.

IMG_20160514_220252.jpgDer Flug nach Kona ebenfalls in Econmy Plus verlief flugtechnich störungsfrei, bis auf einige sehr lebhafte Kinder in unserer direkten Nähe und ein Baby auf dem Schoß des Vaters hinter mir, welches der Meinung war, mich mit gelegentlichen Tritten in meine Rückenlehne unterhalten zu müssen. Aber ich war schon zum müde, um mich darüber aufzuregen.

Dann der Landeanflug auf Kona, die Sonne ging gerade unter, HA60014.jpgein vertrauter Anblick. Am Flughafen das Aussteigen über die Treppe auf das Flugfeld, der vertraute Duft, der warme Wind, wir waren auf Hawaii angekommen. Vergessen die 27 Stunden Reise, der Adrenalinkick hält uns hoffentlich noch bis zur Unterkunft wach.

Bei Hertz eine kleine Enttäuschung: Als Auto bekommen wir zum ersten Mal, wofür wir bezahlt haben, nicht das, was wir haben wollten: Einen Zweitürer-Jeep mit Softtop. Auch Zureden hilft heute nicht. Aber vielleicht versuchen wir es in den nächsten Tagen nochmal. Irgendeine Macke wird uns schon auffallen. Also mühsehligst unser Gepäck verstaut. Costco hat schon zu, verrät man uns. Wir fahren zum Walmart und decken uns mit den allernotwendigsten Vorräten ein. Dann eine gemütliche Fahrt durch das nächtliche Kona an der Küste entlang. Man merkt, es ist Nebensaison, die Straßen sind um 21 Uhr fast leergefegt.

In unserem Haus angekommen, schnell noch ein paar Fotos mit dem Superweitwinkel, bevor wir alles verwüsten. Und dann gaaaanz schnell ab in die Falle.

HA60018.jpg HA60019.jpg HA60020.jpg HA60021.jpgGute Nacht Deutschland. Gute Nacht Hawaii, der Urlaub kann beginnen.

 

Experimente mit Schwarz und Weiß – Hawaii mal anders

Was macht man, wenn das Wetter trübe ist und nicht mal die Wolken genügend Motive hergeben?

Man experimentiert mit dem vorhandenen Material. In diesem Fall waren mir die Presets der Firma onOne Software aufgefallen, mit denen ich vorhandene Fotos auf andere Weise präsentieren wollte. Speziell die Toner für starke b&w-Kontraste hatten es mir angetan und ich suchte mir 20 Fotos raus, die sich speziell dafür eigneten.

Alle anderen Aufnahmen und nähere Infos zu den Presets findet Ihr in der Bildergalerie.

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Neuer Hawaii-Kalender „Magisches Wasser“ im Verkauf

Von meinem diesjährigen Urlaub auf Hawaii (s. Reisebericht) habe ich einen ganz besonderen Kalender mitgebracht. Es faszinierten mich die Wellen, wenn man sie mit gaaaanz langer Belichtungszeit einfängt. Waren es im letzten Jahr die „eingefrorenen Wellen„, so erzeugten Belichtungszeiten von 10 bis 20 Sekunden magische, mystische Momente. Verbunden mit einer grandiosen Landschaft in Form von Steilküsten, Lavastränden und Wasserfällen ein Erlebnis, an das man sich ein Leben lang gerne zurückerinnert.

Klickt auf das Bild, um die einzelnen Monate anzusehen und den Kalender direkt bei Amazon zu bestellen.

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23.05.2014 – Los Angeles und Flug nach Hilo, Big Island of Hawaii

Wie üblich ist die Nacht viel zu früh zu Ende. 4.10 Uhr. Aber man wälzt sich auf dem Bauch von links nach rechts und zurück, checkt und beantwortet noch ein paar Mails und hofft, dass es bald 6 Uhr werde, um das Frühstück zu beginnnen. Von der optischen Präsentation machte die Frühstücksbar nicht allzuviel her, aber es war vieles vorhanden, was man sonst üblicherweise in solchen Hotels in den USA nicht vorfindet. Also eine gute Note für diesen Service.

Was macht man in LA, wenn die Zeit begrenzt ist? Um 16.30 Uhr war Boarden angesagt und die Staus in dieser Mega-City sind ja schon legendär.

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Folglich bewegt man sich am besten nicht zu weit vom Flughafen weg. Auf der Wunschliste standen ein Besuch bei Marshalls, kurz bei Ross und auch bei Costco reinspringen. Ebenfalls ein Muss war der Besuch bei „The Walking Company“, weil dieser Laden so ungefähr der einzige ist, der Schuhe herstellt, in denen Karin ohne Einlagen und Schmerzen laufen kann.

Bevor es auf die Straße ging, begrüßte uns vor unserem Hotel ein Kunstwerk auf 4 Rädern:

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HAW6172.jpgDagegen sah der schwarze Dodge Challenger, der unweit davon neben einem Müllcontainer parkte, regelrecht farblos aus.

Da die Läden frühestens um 9.30 Uhr öffnen, konnten wir uns noch einen Besuch am Venice Beach gönnen.

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Die Joggingmeile der California Girls sieht morgens bei geschlossenen Läden noch etwas anders aus, ruhiger und an jeder Ecke kriechen so langsam Obdachlose aus ihren Schlafsäcken. HAW6191.jpg

Als ich 1987 das erste Mal dort war, hatte ich es tagsüber und voller Leben erlebt. Heute bei grauem Himmel und zu früher Stunde bot sich ein etwas anderes Bild. Die farbenfrohen Häuser sind die gleichen wie früher, HAW6177537fc2c974625.jpgauch der Strand und die Palmen sind gleich, aber es fehlt um die Zeit der sommerliche California-Spirit, die „Hufeisen-Verbieger“ am Muscle Beach, der rollschuhfahrende Gitarrenspieler und natürlich die offenen Läden.

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Genug Venice Beach, auf zum Shoppen. Marshalls und Ross waren recht erfolgreich und bei Costco konnten wir uns schonmal mit Sonnenschutz Faktor 70 eindecken. Der Schuhladen lag in einer Shopping-Mall ein paar Meilen entfernt, aber auch dort wurden wir fündig (Schuhe werden später vorgestellt).

HAW6198.jpgDanach den Wagen abgeben (allein die Zeit vom Abgeben des Wagens bis zum Eintreffen in der Lounge (nach Einchecken des Gepäcks und Marsch durch die Security) dauerte fast eine Stunde. Übrigens bestanden in allen Fällen in den USA die Bediensteten darauf, dass man wirklich nur mit ZWEI Handgepäckstücken eincheckt. Also Handtasche in den Minikoffer und neuer Versuch. Danach Handtasche wieder ausgepackt. Die United-Lounge gegenüber vom Gate 71 ist ein großer, offener und freundlicher Raum. Die Verpflegung ist United-Standard: Kekse, Möhrchen, Kalt- und Warmgetränke, Knabbereien.

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Jetzt müssen wir nur noch die 5 1/2 Stunden nach Hilo überstehen und mit dem Wagen zu unserer Hütte fahren. Vielleicht vorher noch ein paar Lebensmittel aus dem Walmart mitbringen.

Die gute Nachricht: Der Flugkapitän kennt eine Abkürzung, der Flug dauert nur knapp fünf Stunden. Die schlechte Nachricht: Der Flieger ist so eng, ich konnte mich wirklich kaum bewegen. Und ich weiß jetzt auch, was Swipe-TV ist: Um von der Dauerwerbung im Fernseher vor mir wegzukommen, muss ich meine Kreditkarte durchziehen, 7,99 USD, um in den Genuß von Serien oder Spielfilmen zu kommen. Absoluter Minuspunkt, führt zur Abwertung. Aber da die vorherige Nacht sowieso sehr kurz war, brauche ich auch keine Serie, um direkt einzuschlafen und fast den gesamten Flug zu verpennen. Hilfreich dabei waren natürlich auch unserer beider Bose-Noise-Canceling-Kopfhörer, Karin schläft, bevor der Flieger abhebt. Als wir dann in Hilo aussteigen, direkt der vertraute Duft von Hawaii.

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Bei Alamo geht alles sehr glatt, wir haben einen Zweitürer Jeep gemietet, aber auf dem Parkplatz stehen nur Viertürer. Die freundliche Dame fragt uns aber noch, ob ein Zweitürer OK sei und wir nicken eifrig. Und bekommen natürlich den Schlüssel für einen der Viertürer.

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Von der Flughafenstraße geht es normalerweise links nach Pahoa zu unserer Hütte, aber wir beschließen, kurz über den Banyan-Drive zu fahren und Coconut-Island zu begrüßen. Und weil wir jetzt sowieso schon fast in Hilo Downtown sind, statten wir auch unserem Lieblingsdorf auf dieser Insel einen Besuch ab. Was ich nicht gedacht hätte, einige Lokale dort sind brechend voll. Und der Farmers Market macht gerade zu. Aber zum Glück erklären sich die geschäftstüchtigen „Farmer“ bereit, uns für 11 USD noch mit drei Tüten Papayas, einem Bündel Apple Bananas und einer Tüte Tomaten zu versorgen. Ein Teil des Frühstücks ist gerettet. Den Rest bringen wir auf dem Weg nach „Hause“ vom Walmart mit.

Ohne Karte fanden wir unsere Hütte wieder, wie schön. Alles ist wie erwartet und ich mache erstmal (bevor wir alles verwüsten, sorry bewohnen) mit dem Stativ ein paar Fotos.

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HAW6208.jpgUnd dann dürfen wir ins Bett fallen…

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