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09.09.2026 – Flug nach Denver

Es geht mal wieder los. Unser heutiges Ziel ist die Stadt Denver in Colorado. Aber ganz so einfach ist das nicht. Aus Preisgründen haben wir uns entschieden, den Flug von Amsterdam aus zu starten. Dieser Abflughafen liegt von unserem Zuhause genauso weit weg wie Frankfurt, ist uns allerdings noch komplett unbekannt. Aber wir sind ja offen für Neues. Meinen Wecker hatte ich auf 4.15 Uhr gestellt, selbst für meine Verhältnisse eine nachschlafende Zeit. Wie das mit der inneren Uhr manchmal so ist, wurde ich schon um kurz vor vier Uhr wach. Gut, dann sind wir früher auf der Straße. Vom Gefühl her wäre die Route über die A52 und die A3 die richtige gewesen, aber unsere Bärbel (so habe ich Google Mops getauft) meinte, dass das nicht die optimale Strecke sei. Es/sie lotste uns auf die A40 und dann quer durch Oberhausen auf die 516 und dann schließlich auf die A3. Von da aus ging alles glatt. Im Nachhinein betrachtet ist die Strecke nicht gerade als aufregend zu bezeichnen, ich hatte deswegen und wegen der frühen Tageszeit schon mit Müdigkeit zu kämpfen. In Holland dann waren unsere Streckenabschnitte auf 100 km/h begrenzt, was es sehr Sprit sparend, aber auch extrem langweilig machte. Aber alle anderen hielten sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung, was uns eine Einstimmung auf das Fahren auf amerikanischen Straßen gab.

Das Parkhaus (P3) war sehr gut ausgeschildert und wir fanden relativ schnell eine Parklücke, in die unser Dicker auch reinpasste. Interessantes Detail: Zur Orientierung hat man Schilder mit verschiedenen Symbolen aufgestellt, wir waren in der Abteilung „Schwimmen“. Habs mal aufgeschrieben, falls wir uns auf dem Rückweg nicht mehr daran erinnern.

Der Weg zum Busbahnhof kam uns endlos vor, aber mit gut rollenden Koffern ist das zu ertragen. Der Bus stand schon da und wartete auf uns? Jedenfalls fuhr er los, als wir eingestiegen waren. Ca. 7 Minuten später waren wir dann am Departure Terminal. Die Instruktionen auf unserer United App empfahlen und, zum Kiosk 18 zu gehen. Und siehe da, da warteten schon freundliche Mitarbeiterinnen auf uns, um uns um unser Gepäck zu erleichtern. Check.

Jetzt in Richtung Gate. Die Security verlief problemlos, nur boten sie hier nicht den Service an, meine Kameraausrüstung abzustauben…

Hinter der Sicherheitskontrolle machten wir uns auf den Weg zu einer der Lounges, zu der wir Zutritt hatten: Der Aspire Lounge. Die Lounges in Schiphol sind a) durchnummeriert und b) dementsprechend ausgeschildert, so dass uns zwar ein Fußmarsch bevorstand (ich habe jetzt schon 2700 Schritte auf dem Schrittzähler), aber wir anschließend nur noch ca. 15 Minuten zu unserem Gate G zu laufen hatte.

Die Lounge war gut gefüllt. Das Angebot an Speisen war in Ordnung, aber nicht als überragend zu bezeichnen. Aber wir wollen nicht meckern.

Zum Gate war es nicht weit und wir hatten schöne Fensterplätze. Ich hatte mir erstmal seit langem wieder die Mühe gemacht, meine Kamera auszupacken und so konnte ich unter anderem wunderschöne Wolkenformationen einfangen.

Zwischendurch ließen wir Philadelphia und Washington links liegen, hier im Bild die Chesapeake Bay.

Das Essen war gut (ich hatte Rinderfilet, meine Göttergattin Lachs von einem Sternekoch) und kurz vor der Landung gab es eine sehr leckere Pasta.

Wieder auf festem Boden überkam meine Mitreisende eine heftige Nervosität, sie wollte unbedingt so schnell wie möglich die MPC-Anmeldung hinter sich bringen. Nur scheint es erst kurz vor den Einreiseschaltern ein Netz oder Wlan zu geben, so dass sie bis dahin warten musste. Dann aber lud sich die App wie gewohnt, wir grinsten in die Linse für das Einreisefoto und hatten am Schalter gerade mal acht Personen vor uns. Beim Gepäckband eine Überraschung: Unsere beiden Koffer (aber auch alle anderen) standen schon draußen und wir konnten direkt weiter gehen zum Re-Checkin und dann erneut durch die Security. Da durfte ich sogar meinen Hut aufbehalten. Ist das Texas? Cowboyhut gehört zum Outfit wie die Unterhose?

Die Polaris Lounge fanden wir auch sehr schnell und gönnten uns dort einen kleinen Imbiss. Jetzt haben wir gut zwei Stunden Zeit, bis es nach Denver mit einem dreistündigen Flug weitergeht.

Nach einem viertelstündigen Fußmarsch landeten wir am Abfluggate und konnten pünktlich unsere Sitze einnehmen. Nach Denver dauert der Flug knapp 2 Stunden. Die Sonne ging unter und bescherte uns einen Sonnenuntergang und einen Himmel, wie wir ihn lange nicht mehr gesehen hatten.

Am Gepäckband hieß es dann: 9 Minuten warten, bis die Koffer aus Houston ankamen. Aber das dauerte dann doch ein wenig länger. Die Koffer hatten sich im Ausgabeschacht verkeilt und es dauerte ein wenig, bis ein Bediensteter diese aus ihrer unangenehmen Lage befreit hatte.

Dafür stand der Shuttlebus nach Hertz direkt bereit und brachte uns zur Verleihstation. Hier stand zwar unser Name auf dem Display, aber leider (oder zum Glück?) nicht mit einer Parkplatznummer, sondern mit der Aufforderung, uns am Counter zu melden. Mal wieder das leidige Führerscheinproblem. Unsere „alten“ deutschen Führerscheine haben kein Ablaufdatum, was die Software von Hertz immer wieder verwirrt. Dafür konnten wir unseren Wagen aussuchen. Wir baten um einen Ford F150 oder etwas ähnliches und bekamen (endlich mal wieder) einen Dodge RAM 1500 zugeteilt. Nicht die größere Variante, den 2500er.

Und am Parkplatz wurden wir dann sehr angenehm überrascht. Der Wagen, in metallic-rot, war die Longhorn Variante mit dem neuen Hurricane Motor. Das Internet sagt dazu:
Der Dodge/Ram 1500 Hurricane Longhorn ist besonders, weil er zwei Dinge kombiniert, die es so vorher nicht gab: einen komplett neuen Hochleistungs‑Reihensechszylinder („Hurricane“) und die luxuriöseste Ausstattungslinie Longhorn. Das Ergebnis ist ein Pickup, der gleichzeitig stärker, moderner und edler ist als frühere RAM‑Modelle.

Ach ja, mittlerweile klappt das ja standardmäßig: Mein Handy verband sich schnell und problemlos mit dem Wagen, Android Auto funktioniert.

Jetzt noch ins Hotel zurück, wir sind von den kurzen Schlafunterbrechungen im Flugzeug mehr als 25 Stunden unterwegs. Und auf dem Flug von Houston nach Denver musste irgend ein Geschäftsmann ein Dauertelefonat führen, so dass da an Schlaf nicht zu denken war. Aber jetzt kann der Urlaub losgehen.

 

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