Düsseldorfer Medienhafen – mit dem Fisheye

Ja, ich weiß, man sieht sich irgendwann an den Aufnahmen mit den geschwungenen Linien satt. Trotzdem reizte es mich, bei schönem Wetter nach einem Shooting aus der Nahperspektive auch etwas weiter entfernte Objekte vor die Kamera zu nehmen. Und meiner Meinung nach eignet sich geradlinige Architektur wunderbar dazu, auch mal verzerrt dargestellt zu werden.

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Zuerst konnte ich mich noch zurückhalten, wie man sieht. Und bis zum Gehri-Haus waren schon die ersten Aufnahmen im Kasten.

_D886584 _D886589Dann aber zur Abwechselung mal das 24mm Tilt/shift auf die D800 und der Versuch gestartet, die Perspektive dieses Hauses zumindest ein wenig gerade zu rücken. Unmöglich, wie man sieht.

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Also weiter ohne Rücksicht auf Verluste.

_D886602 _D886609 _D886608-Bearbeitet _D886607 _D886603 _D886599 _D886598 _D886597 _D886593 _D886616 _D886615 _D886614 _D886613Und wie man sieht, ist es auch als Fotograf schwer, dieser Linse zu entkommen.

_D886610Enjoy

Maya Lisa spielt in der SOL Kulturbar in Mülheim

Montag Abend, eine laue Sommernacht bricht an. In Mülheim an der Ruhr, genauer gesagt in der SOL Kulturbar am Raffelbergpark,

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machen sich das Matti Klein Soul Trio und Maya Lisa & Musiker bereit für eine heiße Session. Den Auftakt machen die drei Musiker aus Berlin mit SoulRhythmen.

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_D584185Dann geht es nach einer kurzen Pause weiter mit Maya Lisa und Musikern. Die gebürtige Holländerin unterrichtet in Köln Musik. Und das hört man ihr an. Stimmgewaltig bringt sie gecoverte und selbst geschriebene Stücke aus dem Soul/Jazz/R’n’B-Genre zum Vortrag. Ihre Begleitung heute:

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Am Keyboard Martin Dickhoff
_D584350An der Gitarre Wolfgang Kulawik
_D584258Bass: James Morgan
_D584264Schlagzeug Peter Härtel
_D584295Saxophon Thomas Käseberg

Und natürlich Maya Lisa selbst, die mit ihren Jungs den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.

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Danke dafür.

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Mutter, hol mich vonne Zeche, ich kann dat Schwarze nicht mehr sehen

Besuch der Zeche Zollern

So oder so ähnlich klang es es früher im Pott. Die letzte Zeche im Ruhrgebiet wird in diesen Tagen dichtgemacht. Obwohl ein kleines Stück Wehmut und Romantik da mitschwingt, war es für die Kumpels unter Tage nicht immer ein Ponyschlecken. Mein Großvater litt unter einer Staublunge, ein trauriges Schicksal.

Umso schöner ist es, dass viele der alten Zechen zu Industriedenkmälern umgebaut wurden. So auch die Zeche Zollern, die zwischen Bochum und Dortmund liegt. Im Gegensatz zur Zeche Zollverein, welche im nüchternen Bauhausstil errichtet wurde, finden sich hier an den Gebäuden an allen Ecken und Kanten Verzierungen und Ornamente.

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Eine Ausstellung im Inneren „beleuchtet“ den nicht gerade rosigen Alltag des Kumpels im Pott. Auch kann man dort Röntgenbilder der oben erwähnten Krankheitsbilder sehen.

Details locken auch immer wieder den Auslösefinger zur Aktion:

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Bei schönem Wetter – und das hatten wir zum Zeitpunkt der Besichtigung – sieht logischerweise alles schön aus.

_D480585-BearbeitetUnd fordert zum Knipsen heraus. Trotzdem entschied ich mich, mithilfe der Nik-Collection und dem dort enthaltenen Plugin Silver Efex Pro die Farben zu entsättigen und lieber kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fotos hochzuladen.

Am meisten gefiel mir das Innere der Maschinenhalle, wo man das mittlerweile verstummte Getöse der riesigen Motoren nur erahnen kann. Der Geruch von Maschinenöl hängt noch in der Luft und gibt einen kleinen Abglanz der Vergangenheit preis.

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In einem anderen Gebäude hängen in der Waschkaue die Körbe von der Decke, in denen die Bergleute ihre Privatwäsche während der Schicht aufbewahrten. Immer wieder ein interessantes und viel fotografiertes Motiv. Hier meine Interpretation:

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Zum Schluss noch ein Blick zurück

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Und einmal in die Röhre geguckt:

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Wozu brauchen wir Strom? Die Sonne lässt die Birne doch wunderbar leuchten:

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Route Industriekultur – Halde Hohewart

Das schöne Wetter trieb uns hinaus. Haldenbesuch war angesagt. Die Halde Hohewart zwischen Herten und Herne hatten wir noch nicht besucht. Sie liegt in der Kreuzung von A2 und A43 und ist mit dem Auto in ca. 20 Minuten aus Werden zu erreichen (kein Stau auf der A40 vorausgesetzt). Imposant heben sich die beiden stählernen Bogen im Rund vom Himmel ab. Aber um dorthin zu gelangen, ist Arbeit angesagt. Entweder man läuft im Zickzack in zart ansteigenden Serpentinen nach oben oder man steigt die Treppe auf dem direkten Weg nach oben.

_D480360.jpgWie ich on Top erfuhr, sind es 500 Treppenstufen, genannt die Himmelsstiege. Sport am Abend. Wenn man dann dank Sauerstoffzelt wieder bei Atem ist, kann man in ca. 143 m Höhe (so mein GPS) die Aussicht genießen. Und die ist wirklich nicht von schlechten Eltern:

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Aber das Hauptziel sind natürlich die Bögen, die sich über dem Observatorium aufspannen. Besonders schön ist dies logischerweise, wenn die untergehende Sonne durchscheint.

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Leider spannt sich um das Observatorium ein unschöner Bauzaun. Ein Riss in einer Schweißnaht an der Berührungsstelle der beiden Bögen sorgt dafür, dass man nicht näher ran kan (Stand 31.03.2018) Aber wenn man ein Fisheye über den Zaun hält, geht es doch so einigermaßen:

_D480388.jpgAuf der Halde kann man dann in Richtung Westen spazieren, von wo man den Blick in Richtung Gelsenkirchen und die untergehende Sonne schweifen lassen kann.

_D480378.jpg Vom Sonnenlicht magisch angestrahlt ein Windrad. _D480374.jpg
Und auf dem Weg zurück die Spiegelung in den Pfützen ausnutzen:

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_D480386.jpgEin letzter Schuss gegen den Abendhimmel

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und wir simulieren noch kurz Angels Landing

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und wir machen uns an den Abstieg

_D480403.jpgMilchig durch die Osterfeuer steigen die Wolken im Westen empor. Ein anderer Wanderer meinte, wir könnten genau HEUTE um 20 Uhr den Mond auf- und im Westen die Sonne untergehen sehen. Dank der Wolken wurde daraus nichts. Aber macht nichts, der Abend war trotzdem schön.

Mit den Augen eines Fisches – das Thyssen Krupp Headquarter mit dem Nikon 16mm Fisheye

Mit den Augen eines Fisches – das Thyssen Krupp Headquarter mit dem Nikon 16mm Fisheye

Es war mir gelungen, das o.g. Fisheye meiner Sammlung einzuverleiben. Gebraucht, aber in gutem Zustand. Und gestern war endlich mal gutes Wetter. Und wir hatten ein Stündchen Zeit. Gelegenheit, die Linse mal auszuprobieren. _D484673.jpg _D484670.jpg _D484669.jpg _D484671.jpg_D484666.jpg _D484662.jpg _D484661.jpg _D484660.jpg _D484659.jpg _D484658.jpg _D484642.jpg _D484643.jpg _D484644.jpg _D484647.jpg _D484651.jpg _D484652.jpg _D484654.jpg _D484656.jpg

Was man nicht machen darf, ist die Anwendung der Objektivkorrektur z.B. in Lightroom. Dann fehlen logischerweise die herrlich runden Linien und es sieht einfach nur merkwürdig aus. Dazu bräuchte ich dann kein Fisheye. Beachten muss man bei dieser Optik (die einen Bildwinkel von 180° hat), dass man z.B. bei Hochkantfotos nicht die eigenen Füße oder andere Körperteile mit draufkriegt. Wenn es allerdings nur Fisheyefotos sind, wird es langweilig. Daher habe ich mir erlaubt, ein paar Fotos mit „normalen“ Brennweiten einzustreuen. Hoffe, es gefällt Euch.