Kate Rena spielt im Neusser Thor

In Eckenkneipen geht es manchmal rund. So auch gestern abend im Neusser Thor. Im Düsseldorfer Stadteil Gerresheim liegt sehr zentral eine gemütliche Kneipe. Die Tatsache, dass es eine Eckkneipe ist, war für die Location bei den sommerlichen Temperaturen sehr zum Vorteil. Fenster an beiden Ecken auf und es zieht wunderbar durch.

_D490150Auf die Schreibweise des Namens angesprochen (Donnergott Thor?) hatte ein alteingesessener Stammgast die Antwort parat: Alte deutsche Schreibweise. Hat nichts mit alten Göttern oder jungen Fantasiefiguren zu tun.

_D490151Jung auch und total erfrischend der Stargast des heutigen Abends: Kate Rena. Die Musikerin und Songschreiberin kam gerade von einem Event als Hochzeitssängerin und hatte sich für diesen Auftritt in einen schicken schwarzen Jumpsuit geworfen.

_D490148Ich erinnere mich noch an einen Auftritt im QB’s in Wuppertal, zu dem sich weniger als 10 Gäste eingefunden hatten. Offensichtlich hat der Bericht für die gewünschte Aufmerksamkeit gesorgt 😉 , denn zu Beginn hatten sich schon 20 Personen eingefunden. Das Publikum: Gut gemischt, jünger als 40 schätze ich keinen davon. Ein Mann hatte es mir besonders angetan (Fotos gibt es aus Datenschutzgründen nicht). Auf dem Rücken des schwarzen T-Shirts prangte ein Harley-Davidson Emblem, die Füße waren in Cowboystiefel gehüllt und um den Hals trug er Indianerschmuck, der jedem Indianerhäuptling Ehre gemacht hätte. Faszinierend.

Aber kommen wir zur Lady in Black. Gut gelaunt stimmte Kate ihre Gitarre und legte los. Mal schneller, mal langsamer, Songs aus dem Leben, ihrer persönlichen Erfahrung, aber auch Amy Mc-Donald war dabei.

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_D490455Nach der Pause füllte sich die Kneipe weiter und zum Schluss waren wohl an die 50 Leute im Raum. Melanie, die Wirtin, verriet mir, dass es heute wohl ein eher ruhiger Tag wäre, sie hätte schon 100 Gäste beherbergt. Und sie war offensichtlich auch sehr angetan von der Performance.

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Den zweiten Teil des Abends bestritt Kate mit weiteren eigenen Stücken und dann (Zitat: Jetzt gehen mir die eigenen aus) ging es weiter mit Cover-Songs.

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_D490157Man merkte, dass dem Publikum diese deutlich geläufiger waren und der Applaus spiegelte dies auch wieder.

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Kurz vor Schluss gesellte sich ein anderer Vorstadt-Cowboy mit seiner Mundharmonika dazu und es spricht für Kate’s musikalisches Können, dass ohne Proben einfach so ein tolles Stück dabei herauskam.

_D490470Ganz zum Ende gab es dann noch What’s up von den „4 non blondes“ und den Refrain sangen dann alle gefühlt 53,7 Mal mit._D490506 
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Leider war dann Ruhezeit in Gerresheim angesagt. Die wollten wohl die Bürgersteige hochklappen. Schade, wir hätten noch lange so weiter hören können.

Danke, Kate.

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Ruhrputzen in Essen 2019

Alljährlich treffen sich Essens Taucher an einem bestimmten Abschnitt der Ruhr, um diese unter Wasser von dem zu säubern, was achtlose Zeitgenossen dort unerlaubterweise abgeladen haben. In diesem Jahr war ein Abschnitt zwischen Bochum Dahlhausen und Burgaltendorf dran.

 

Ca. 700 Meter Fluss wurden unter der Oberfläche gründlichst untersucht. Als ich am Nachmittag an der Burgstraße in Burgaltendorf ankam, glich das Gelände einem kleinen Volksfest.

Nicht nur, dass für Leib und Seele gesorgt worden war, auch um das Leib und Leben waren die Organisatoren besorgt. Sowohl DLRG als auch die freiwillige Feuerwehr Burgaltendorf waren über den Tag verteilt mit über 30 Personen angerückt, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die DLRG stellte die Schlauchboote zur Verfügung, um die Taucher flussaufwärts ins Wasser zu lassen und sie am unteren Ende der Strecke wieder einzusammeln. Pro Taucher gab es immer nur einen Tauchgang. Dafür hatten sich immerhin 38 Unterwasserschwimmer eingefunden.

Und was dort alles gefunden wurde: Auf einem Karren konnte ich die gehobenen „Schätze“ begutachten.

Nicht aus dem Wasser geholt wurden Minen, das wäre für die nicht in Sprengstoffbeseitigung ausgebildeten Taucher zu gefährlich geworden. Die Stellen wurden mit Bojen markiert und die Standorte per GPS verzeichnet, um sie später mit Spezialteams zu bergen.

Wir sollten diesen Hobby- und Profitauchern dankbar sein, dass sie uns von diesem Müll befreien. Und vielleicht ermahnen diese Zeilen ja diejenigen, die bisher achtlos mit leeren Flaschen und anderem Zeugs umgegangen sind, ihren Altmüll demnächst auf vorgeschriebene Weise zu entsorgen.

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02.06.2019 – Rückflug nach Deutschland – Résümé

Um 5 Uhr war es mal wieder soweit: Der Wecker schellte. Die Nacht war entgegen unseren Vermutungen ruhig gewesen und so standen wir frisch, ausgeruht und erholt nach vier Wochen Urlaub um 6 Uhr an der Rezeption und bekamen mal wieder kein Frühstück, weil dieses erst ab 6.30 Uhr serviert wird.

Wir waren in ca. 10 Minuten am Flughafen. Einchecken funkionierte auch gut. Jeder unserer drei Koffer hatte die 23 kg locker überschritten, aber aufgrund unseres Silver-Status war das kein Problem. Sogar unsere rote Kühlkiste nahmen die Bediensteten von United klaglos an.

Karin hatte, warum auch immer, den TSA Pre Status und skippte die Security innerhalb von Sekunden. Ich kam mit meiner Mutter aufgrund von Premium Access schneller in den Genuss einer gründlichen Kontrolle. Besonders von der alten Dame waren die Beamten sehr angetan und filzten sie wie eine Schwerverbrecherin. Ist das nötig?

Danach ging es in die Alaska-Lounge, wo wir erstmal gemütlich frühstückten und den Flug nach SFO erwarteten.

Dieser dauerte knapp unter einer Stunde und in San Francisco erwartete uns schönstes Wetter.

Bis zum Weiterflug nach Frankfurt hatten wir über zwei Stunden Zeit, aber es gab in unserem Terminal keine Lounge. Dafür aber die Möglichkeit, in zwei Restaurants für 28 USD pro Person eine Mahlzeit einzukaufen. Ich entschied mich für einen Burger für über 18 USD, der aber zumindest gut schmeckte.

Vor dem Einsteigen in die Boing 777 wurde von jedem von uns noch ein Foto gemacht, um es gegen den Ausweis abzugleichen. Ich hatte schon Panik, dass ich wegen meines Gesichtsteppichs, der sich während der letzten vier Wochen auf meinen Wangen angehäuft hatte, Probleme bekommen würde. Aber die Maschinen erkannten mich direkt, nur meine Mutter wurde nicht erkannt. Hätte ich ihr gerne erspart.

Der Flug nach Frankfurt ging ziemlich pünktlich los und in etwas weniger als 11 Stunden landeten wir in Deutschland. Hier gab es wieder ein grausames Foto und hier kannte man uns alle drei. Um 10 Uhr morgens waren wir aus dem Fllieger raus. Aber bis wir unser Gepäck aufgesammelt hatten, den Abfahrtpunkt zu Holiday-Parken gefunden und auch zum Parkplatz gebracht worden waren, vergingen nochmal zwei Stunden.

Zum Glück waren die Autobahnen frei und kurz vor 15 Uhr trudelten wir dann todmüde, aber glücklich zuhause wieder ein.

Resümée

Wir haben in diesem Urlaub viel erlebt. Wir haben viel neues gesehen, neue Gegenden besucht. Es war durch die vielen Wechsel der Quartiere nicht so ruhig und entspannend wie ein vierwöchiger Aufenthalt in einem Ferienhaus, aber bei dieser Reiseroute war es nicht anders zu machen.

Auto: Ich habe unseren Fort F150 lieben gelernt und bin in meinem Entschluss, mir zur Rente einen Chevy Silverado zuzulegen, wankend geworden. Gewöhnungsbedürftig waren die Knöpfe für den Tempomaten, gut fand ich die Motorenabschaltung bei Stillstand (ist das erste Mal, dass ich bei einem Truck dieses Feature vorgefunden habe). Und begeistert hat mich auch Android Auto. Woran es gelegen hat, dass sich Karins Handy dann und wann abgekoppelt hat, wissen wir nicht. Für den Ford der Zukunft könnte auch sprechen, dass man ihn hier in Deutschland möglicherweise über einen Ford-Händler beziehen kann.

Foto: Ich bin von meiner Nikon D850 ziemlich begeistert. Meine Angst vor Mikrowacklern war unbegründet. Landschaftsaufnahmen mit 1/160 s sind kein Problem aus der Hand. Auch mein Telezoom 200-500mm kam öfter zum Einsatz als ich es zu Anfang vermutet hätte. Das Makro tat bei den Pflanzenaufnahmen gute Dienste und das Fisheye sorgte dann und wann für eine andere Perspektive.

Computer: Ich war mit meinem ca. vier Jahre alten i7 Lenovo Notebook unterwegs. Die 250gb Festplatte platzte längst durch Windows-Upates aus allen Nähten, deshalb hatte ich mir eine 500gb SSD extern zugelegt. Diese war so schnell, dass der Rechner das ausbremsende Glied war. Und für die Bearbeitung der 45-50mb großen Dateien der D850 muss man einfach etwas Geduld haben bzw. Zeit einplanen.

Danke, dass Ihr mitgelesen und uns begleitet habt. Habe mich über Likes und Kommentare in Foren sehr gefreut.

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01.06.2019 – Fahrt von Palm Desert nach Los Angeles

Unser letzter Urlaubstag bricht an. Wir müssen zurück nach Los Angeles. Gerade hatten wir uns an die Temperaturen gewöhnt und wir wissen noch nicht, was uns in LA erwartet. Noch kurz bei Costco vollgetankt und los geht es auf den Interstate 10. Allerdings nicht direkt durch. Der Ranger im Joshua Tree National Park hatte uns empfohlen, im Morongo State Reserve vorbeizufahren, dort gäbe es viele Kolibris. Diesen Ort erreicht man, indem man von Interstate abbiegt und auf der 62 ca. 11 Meilen nach Norden fährt. Dort saß vor seinem Wohnwagen der Hüter der Vögel. Mehrere Kolibri-Tränken und auch andere Vogelfutterstationen waren aufgestellt.

Und die gefiederten Freunde bedienten sich reichlich.

 
 
 
Einer kam gerade vom Baumarkt und hatte Nestausstattung im Schnabel.

Aber auch andere Vögel waren zu sehen.

Was wir nicht wussten, war, dass diese Gegend schon als National Monument deklariert worden war.

Auf dem Weg begegneten wir Leuten, die uns darauf hinwiesen, dass Eulen in einem Baum nisteten. Hatten wir noch nie gesehen. Schnurstracks hingefahren und nach oben geschaut zwecks Suche. Aber erst auf dem Rückweg entdeckten wir sie. Zuerst ein Elternteil

und dann drei Jungtiere. Zwei davon straften uns mit Nichtbeachtung,

aber Nummer drei äugte misstrauisch auf uns herunter. Ob er/sie überlegte, ob wir als Nahrung geeignet wären?

 
Weiter ging es durch die Hügel in Richtung LA.

Die Dunstglocke war schon 100 km weit in diese Gegend getrieben.

In LA erwartete uns der übliche Verkehr, obwohl wir relativ wenig im Stau standen.

Bevor wir den Wagen abgaben, noch ein kurzer Abstecher nach Venice

 
mit den knallbunten Jacarandas

und dann mussten wir uns von diesem wunderschönen Schlitten trennen.

Wie man erkennen kann, haben wir in den vier Wochen etwas über 7.500 km gefahren und kamen auf einen Durchschnittsverbrauch von 10.8 l/100km.

Vom Hotel sollte uns ein Shuttlebus nach Anruf innerhalb von 20-25 Minuten abholen. Aber es dauerte mehr als eine Stunde, bis dieser endlich auf dem Hertz-Gelände auftauchte und uns innerhalb von drei Minuten zum Hotel brachte. Wir haben uns beinahe den Allerwertesten abgefroren.

In der Zwischenzeit genug Gelegenheit zum Plane-Spotting. Man hatte das Gefühl, diese am Bauch kitzeln zu können.

Hoffentlich wird die Nacht einigermaßen ruhig. In diesem Hotel haben wir schon schlimme Erfahrungen mit den Nachbarn gemacht und auch heute sind nebenan vermutlich keine 80-jährigen Rentner.

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31.05.2019 – Südlich vom Palm Desert

Was macht man in einem Sonnenkurort, wenn man keine Lust zum Kuren hat? Man schaut in die Karte und findet heraus, was die Umgebung zu bieten hat. In unserem Fall sollte es in der Nähe sein, da wir den Nachmittag zum Entspannen und Packen nutzen wollten (Reihenfolge steht noch nicht fest). Die Karten zeigten, dass in direkter Nähe das Santa Rosa und San Jacinto Mountains National Monument liegt. Und da wir mit den „kleinen“ National Monuments gute Erfahrungen gemacht hatten, stiefelten wir rein und holten uns Karten und einen Straßenzustandsbericht ab. Eigentlich hatten wir vorgehabt, von Palm Desert aus auf der 74 bis zur Abzweigung zur 243 zu fahren und auf dieser weiter um den Berg rum bis zum Interstate 10 und von da aus wieder zurück. Aber die Rangerin meinte, dass die 243 aufgrund eines Lochs in der Straße komplett gesperrt sei, aber wir könnten ja mal schauen.

Also fuhren wir die gewundene Straße den Berg hinauf, in immer höher schraubenden Kehren. Warfen ab und zu einen Blick nach unten in die absolut dröge Landschaft.

Die Straße trägt auch den Namen Pines to Palmes Highway. Und als wir oben waren, erkannten wir auch, warum. Die Landschaft hatte sich total gewandelt, es wurde grüner, Ranches reihten sich aneinander und die Bäume und Büsche zeigten ein sattes Grün.

 
 
Als wir ein Schild mit der Aufschrift „Hemet Lake“ sahen, bogen wir direkt ab und wurden nicht enttäuscht. Erwartungsvoll wurden wir von einem fetten Squirrel begrüßt, mussten seine Bettelversuche aber abschlägig bescheiden.

Der See selbst dürfte zur Hochsaison gut bevölkert sein, heute war der Campground so gut wie leer. Unverständlich, ist es doch Freitag und die Temperatur war mit 22 °C lockere 10-13 Grad kühler als im Tal.

 
Aber ein anderer Zaungast hatte sich noch eingefunden. Eine Schlange (genauen Namen kenne ich nicht, aber es war keine Klapperschlange) bewegte sich gemächlich über den Boden. Merkwürdig an ihrer Fortbewegungsweise fand ich, dass es nicht das übliche „Schlängeln“ war. Sie ruckte mit dem Kopf immer nach vorne und zog dann den Körper nach. Ich benutzte meine 500mm-Linse, um in sicherem Abstand zu bleiben.

 
 
Man weiß ja nie, ob die Viecher schon gefrühstückt haben.

Weiter ging es auf der 243. Hier hatte (vermutlich im letzten Jahr) ein Waldbrand gewütet. Überall schwarze Bäume, dazwischen kamen die ersten Wildblumen wieder hervor.

 
Und als wir dann sahen, wie nahe das Feuer vor dem Städtchen Idyllwild Halt gemacht hatte, konnte ich mir ungefähr vorstellen, wie plümerant den Bewohnern dieses 3870 Seelen-Dorfes zumute gewesen sein muss. Und wie dankbar sie den Firefightern waren, die wahrscheinlich Schlimmeres verhütet haben.

 
 
 
 
Es ging auf der gleichen Strecke zurück. Und in der anderen Richtung sieht die Gegend ja gleich soooo anders aus…

 
Zurück in Palm Desert machten wir Halt beim Panda Express und legten uns anschließend ein Stündchen aufs Ohr, um danach mit frischen Kräften ein Packorgie zu beginnen. Diese ist JETZT schon nötig, damit wir wissen, was wir (bzw. die beste Shopperin von allen)  morgen im Laufe des Tages noch alles einkaufen dürfen.

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