15.10.2019 – Rückflug nach Deutschland

3.25 Uhr, der Wecker schellt. Unser Flieger geht um 6 Uhr nach Chicago. Für 4 Uhr haben wir den Shuttle-Bus geordert. Hoffentlich ist  nicht so viel Verkehr am Flughafen wie gestern abend.

Wir bekommen vom Hotel jeder noch eine Banane, einen Apfel und eine Flasche Wasser als Wegzehrung eingepackt – warum können die ihr Frühstücksbuffet nicht schon um 3 Uhr öffnen?

Am Flughafen ist erfreulich wenig los, die Gepäckabgabe funktioniert auch problemlos. Ob des Gewichts zuckt der Mitarbeiter von UA nicht mit der Wimper, Karins Tasche (mit den Zeitschriften, dem Zucker und dem Backzubehör) wiegt 66 pounds, meine kleine Tasche 60 pounds.

Der Flug dauert 3,5 Stunden, verläuft problemlos. Zwischendurch geht die Sonne auf

und schon bald kommt Chicago näher.

Als wir ankommen, ist die nächste für uns zugängliche Lounge zu weit entfernt, als dass es sich gelohnt hätte, dort noch rüberzulatschen. Unser Abflug-Gate ist nur wenige Meter von unserem Ankunftsgate entfernt und wir machen es uns in der Nähe von Steckdosen gemütlich. Unsere Nachbarin hat eine so lecker aussehende Pizza vor sich stehen, dass wir ganz gegen unsere Gewohnheit selbst losstiefeln und uns eine besorgen.

Während die Pizza im Ofen ist, schalte ich mich online und bin überrascht. Es gibt das schnellste Internet, was ich in diesem Urlaub in den USA angeboten bekommen habe. Da hätte ich auch hier alle Fotos auf meinen Server hochladen können…

Ach ja, habe ich gestern vergessen: Hier die Tripdaten unseres Chevy Silverado, aufgezeichnet von dem Zeitpunkt, als wir ihn in San Francisco übernahmen. Einmal in amerikanischen Maßen, einmal in europäischen.

Nochmal ach ja, diesmal hatte ich auch eine andere Fototasche dabei als im letzten Urlaub. Nachdem die relativ teure Gitzo-Tasche am Hauptriemen angerissen war, hatte ich nicht mehr so recht Vertrauen in diese Marke. Gute Erfahrungen hatte ich mit Lowe gemacht und mich für eine ProTactic BP 450 AW II entschieden. Dort bekam ich meine beiden Teles, das große Weitwinkel, ein Macro und neben der Hauptcam noch eine D500 rein. Schön ist, dass man die Tasche auch von oben öffnen kann, um die am meisten benutzte Kamera herausnehmen zu können, ohne die Tasche komplett öffnen zu müssen.


Es geht weiter nach Frankfurt. Die 7,5 Stunden vergehen schnell, ein paar Filme anschauen, zwischendurch ein wenig dösen und zack, sind wir da. Gepäck ist auch mitgekommen, auch unsere rote Kühlbox (stand allerdings bei Sperrgepäck). Aber dann begann das größte Abenteuer der ganzen Reise. Wir haben uns in Großstädten wie Los Angeles und San Francisco wunderbar zurecht gefunden, wir haben dank einer Anfahrtskizze auch unser Parkhaus gefunden. Aber meint Ihr, es gäbe im Flughafen eine vernünftige Beschreibung, wie man von den Terminals zu UNSEREM Parkhaus kommt? Wir hatten uns aufgeschrieben: P2, 701, Stellplatz 41. Klasse. Aber woher geht es zu P2? Ca. eine halbe Stunde irrten wir in verschiedenen Parkhäusern umher, bis wir die dritte Person vom Flughafenpersonal trafen, die uns endlich korrekt sagen konnte, wo wir hinmüssen. Für alle, die auch Terminalparken machen und in P2 ihr Auto abgestellt haben: Vom Terminal kommend erst in die Unterführung, am Bahnhof vorbei und dann links abbiegen.

Als wir unser Auto dann beladen hatten – die hintere Achse hing schon etwas durch (hätten wir nur unseren Truck mitgebracht) – ging es zügig und so gut wie ohne Staus zurück nach Essen. Home, sweet home.

Danke fürs Mitlesen, Mitreisen.

28.09.2018 – Flug von Düsseldorf nach Los Angeles

Es geht wieder los. Wir haben Hummeln im Hintern. Und sind durch die Eigenheiten von Eurowings anscheinend immer noch nicht genug abgeschreckt – bisher jedenfalls.

Nach dem Disaster beim letzten Flug, als am Abend vorher unser Zubringerflug nach Zürich gestrichen wurde, haben wir uns diesmal erneut auf den gleichen Carrier eingelassen. Und wie schon viele (wirklich viele) Jahre zuvor erscheinen wir zum Vorabendcheckin in Düsseldorf, um unser Gepäck (wie auch schon so oft vorher) abzugeben, um dann am nächsten Morgen eine Stunde später aufstehen zu können und mit leichtem Gepäck schnell durch die Security zu hüpfen. Am Schalter teilte man uns lapidar mit, sie könnten unser Gepäck nicht bis nach LA oder überhaupt in die USA durchchecken. Auf unseren Einwand, das hätte in den Jahren vorher und selbst im Mai noch geklappt, kam nur die stereotype Antwort, sie könne das nicht machen, wir mögen uns an den Supervisor wenden. Die Dame am entsprechenden Schalter hatte auf einmal gar keine Zeit und verwies uns an einen anderen Agenten. Der hatte genauso wenig Ahnung und es stellte sich heraus, dass er noch nicht einmal zu Eurowings gehörte.

Also zogen wir zähneknirschend mit vollem Gepäck wieder ab und fassten den Vorsatz, nie wieder mit Eurowings zu fliegen. Ich hoffe, der geneigte Leser nimmt diesen Ratschlag mit.

Um drei Uhr am nächsten Morgen schellte dann der Wecker, nach wenig Schlaf vorher. Egal, wir pennen im Flugzeug. Am Flughafen Düsseldorf hielten sich die Schlangen in Grenzen, aber das Personal von Eurowings (bzw. die Software) war nicht in der Lage, uns den TSA-Pre-Status auf die Tickets zu drucken, was uns eine schnellere Passage durch die Security ermöglicht hätte.

In der Hugo-Junkers-Lounge gab es leckere  Brötchen, Wurst und Käse, eine Neuheit in diesem Schuppen. Da wir noch reichlich Zeit hatten, legte ich die Beine ein wenig hoch und machte Augenpflege. Das schien ganz gut zu funktionieren, denn zweimal stubste mich meine Göttergattin an und meinte sehr diplomatisch: Du atmest laut – ich kann die startenden Flugzeuge nicht mehr hören.

Der Flug nach Zürich verlief störungsfrei. Am Schalter von United erlebten wir das gleiche Disaster: Der Mitarbeiter hatte noch nicht mal was von APIS gehört und wir mussten ihm umständlich erklären, was es damit auf sich hatte. Auch er schien nicht von United zu kommen, denn er war auch nicht in der Lage, uns den gewünschten Status TSA Pre auszudrucken.

Da die Primeclass-Lounge in Zürich direkt neben unserem Abflug-Gate lag, blieb uns noch die Zeit, ein wenig Essen einzuwerfen.

Kurze Zeit später ging es dann ins Flugzeug, Flugzeit 8 Stunden 15 Minuten. Um die begehrten Economy-Plus-Sitze auszuschöpfen, die wir aufgrund unseres Silver-Status kostenlos als Upgrade bekommen hatten, mussten wir auf das verfügbare Sitzkontingent zurückgreifen, und das waren zwei hintereinander liegende Mittelsitze. Ich hatte zuerst Bammel davor gehabt, aber meine Nachbarn waren zum Glück dünnen Heringe und ich hatte genug Platz. Außerdem wurde mir ab und zu von hinten der Kopf gekrault, das hatte ich bisher noch nicht.

In Newark lief die Immigration so schnell wie noch nie – 0 Wartezeit und ein freundlicher Beamter. Da gibt es doch mit Sicherheit einen anderen Haken. Den gab es auch: Unser Gepäckband blieb immer wieder zwischendurch stehen, es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis unsere Koffer erschienen. Danach mussten wir das Terminal wechseln, ein Lounge-Besuch entfiel mangels TSA Pre-Status, also rückten wir direkt vor zum Abflug-Gate und flogen ca. 5 Stunden nach LA.

Als Auto hatte die beste Göttergattin von allen wieder einen „large Truck“ gebucht, darin fühlen wir uns einfach wohl. Auf unserem Stellplatz stand ein roter Nissan Titan mit über 38000 Meilen auf dem Tacho und einer enorm schmutzigen Ladefläche. Abgesehen von den Meilen: Wenn, dann wollen WIR die Ladefläche einschmutzen. Direkt daneben standen zwei Schönheiten, Silverados, allerdings mit kurzer Kabine, aber sonst i.O.

Während ich auf die Autos (und unsere Koffer) aufpasste, dass sie keiner klaut, ging unsere Wagenbucherin zum Schalter, um einen der beiden Autos in Beschlag zu nehmen. Kurze Zeit später kam sie mit einem Schlüssel in der Hand wieder, der silberne von den beiden hätte sowieso nicht zur Verfügung gestanden, aber im Five-Star-Bereich stände noch ein Dodge RAM. Würde ich auch nehmen. Um so größer war meine Freude, als wir mit Gepäck dort ankamen und es sich doch um einen Silverado handelte, mit Crew-Cabin, ziemlich langer Ladefläche und gerade mal 1429 Meilen auf dem Tacho. Also mein Traumauto.

Koffer auf den Rücksitz, Hoteladresse ins Navi eingeben und durch den Stau in LA zum Hotel in Burbank quälen. Eigentlich wollte ich noch LA bei Nacht vom Griffith Observatorium fotografieren, aber plötzlich war der Ofen aus.

Kurz noch den Reisebericht schreiben und dann wachbleiben so lange wie möglich.

26.05.2018 – Flug nach Los Angeles

Es ist mal wieder soweit. Es geht in die USA. Wird das nicht langsam langweilig, werde ich immer wieder gefragt. Immer die gleiche Gegend? Nein, so wie wir jetzt vorhaben, den Südwesten zu bereisen, haben wir es noch nie gemacht: Ins Hinterland von Utah mit Hauptschwerpunkten St. George und das Grand Escalante Staircase National Monument.

Aber fangen wir ganz vorne an. Am Vorabend wollten wir wie üblich unser Gepäck abgeben, um uns unbeschwert in den Flieger zu setzen und dann von Düsseldorf über Zürich und Newark nach Los Angeles zu düsen. Zum ersten Mal standen wir bei Eurowings in einer langen Schlange und es ging sehr langsam voran. Plötzlich schaut die beste Flugbucherin von allen auf ihr Handy. Ein Push-Notification hatte sie erreicht: Der Flug von Eurowings nach Zürich ist gecancelt. Suuuuper. Um es kurz zu machen: Einige viele Telefonate mit United Airlines, einige Diskussionen bei Eurowings, einige Hacks in den Flugbuchungscomputern, zwei Stunden und 13,5 Euro Parkgebühren später war dann ein Flug über München und Newark festgeklopft. Umsteigezeit in München ist zwar ziemlich knapp, aber wir werden schnell sein.

Am Morgen war die Übernachtung um 4 Uhr zu Ende, aber bis zum Flughafen ging alles gut.

Security auch kein größeres Problem, dann in die Hugo Junkers Lounge zum Frühstücken. In diesem Jahr sogar mit Rührei und Würstchen. Echt gut.

Der Flug nach München ging aufgrund falscher Beladung etwas zu spät los, aber dank einer Abkürzung hatten wir sage und schreibe 45 Minuten Zeit zum Umsteigen. Wir sind sportlich, also, kein Problem. Hoffentlich trifft das auf unser Gepäck auch zu. In München die übliche Befragung, wohin, warum usw. Im Flieger hatten wir eine Dreierreihe für uns und vor den Knien dank Economy Plus reichlich Platz. Ein paar Reihen vor uns eine Familie mit zwei sehr kleinen Töchtern. Der Vater in Camouflage-Hose und mit Oberarmen, dicker als mein Oberschenkel und tätowiert wie ein Kunstwerk. Sah ungefähr so aus wie Dwayne – The Rock – Johnson, nur in blond. Aber es war eine Freude zu sehen, wie sich die Kleine auf dem Arm des Vaters wohlfühlte und mit ihm rumschmuste. Die Kids waren auch total friedlich während des ganzen Fluges. Die Zeit verging quasi wie im Fluge, es wurden sogar Spiele angeboten. Tetris ist aufgrund der langsamen Reaktionszeit des Touchscreens eher suboptimal, aber die Puzzle (50 – 105 Teile) waren schon recht interessant gemacht.

Die Mittelteile einiger Filme verschlief ich einfach und schnell waren die ca. 9 Stunden rum. Immigration war auch kein Problem und – oh Wunder – unsere Koffer waren auch da. Diese aufs Band für die Weiterreise legen und ab in die „Art and Lounge“ mit leckerem Kartoffelsalat.

Ein wenig Reisebericht schreiben und bald geht es weiter 5 Stunden nach LA.

Jetzt sind wir in LA angekommen.

Und unsere Koffer auch. War wohl ein kurzer Trip.

Jetzt noch den Wagen bekommen und der Urlaub kann beginnen. Wir treten kaum aus dem Flughafengebäude raus, als schon ein Hertz-Shuttle-Bus sichtbar wird. Daumen raus und er hält an. Ein gutes Zeichen. Auf dem Hertz Parkplatz zum Stellplatz 350. Ein silberner Dodge-Ram, Ausführung Laramie erwartet uns.

Auf der Fahrt versuchen wir ansatzweise zu erfassen, wieviel elektronische Spielerei in dem Wagen verbaut wurde. Ich glaube nicht, dass irgendetwas ausgelassen wurde. Am meisten freut uns das eingebaute Navi. Zitat meiner Göttergattin: Das Display ist so schön groß, das kann man bequem ablesen. Aber die anderen Features dieses Computers auf Rädern werde ich – so wir sie entdecken – vorstellen. Jetzt erstmal zum Hotel. Das Zimmer enthält kein Upgrade – zum Memorial Day Weekend sind sie ausgebucht. Aber es ist in Ordnung. Noch haben wir genug Adrenalin im Blut, um einen kurzen Trip zur Queen Mary zu machen. Unser Hotel liegt in Long Beach, also gerade mal 10 Minuten bis dahin. Parken ist für 30 Minuten dort frei, das reicht für eine Nachtaufnahme des Schiffes.

Schon imposant, wie die alte Dame da direkt vor einem U-Boot vor Anker liegt und dieses turmhoch überagt. Anschließend noch ein paar Fotos auf die LA-Skyline

und dann haben wir uns den Feierabend und ein Bett verdient.

17.06.2016 – Flug nach Deutschland – Resumée

Um 3.30 Uhr geht wirklich der Wecker. Mitten aus dem Tiefschlaf. Unsicher torkele ich in die Dusche und versuche, einen klaren Kopf zu bekommen. Um 4 Uhr soll der Shuttle Bus gehen, um 3.55 Uhr sollen wir da sein. Logisch, dass wir erst um 4.15 Uhr loskommen, weil der Fahrer noch andere Gäste bedienen musste.

Dafür hat er uns als einzigen Mitfahrer und kann dank einer Abkürzung am Terminal 7 bei United anhalten. Das Gepäck ist schnell eingecheckt, welch Wunder und wir machen es uns für eine kurze Zeit noch in der Alaska Lounge gemütlich. Ein wenig Frühstück nachholen.

Der Flieger ist rappelvoll und die Beladung dauert. Ein Mann vom Außenpersonal meint, dass wir den nächsten Slot erst in 1,5 Stunden bekommen, falls nicht alle innerhalb von 3 Minuten sitzen und wir die Kabinentür schließen können. Das wirkt.

Die Sitze sind ziemlich eng, In-Seat Entertainment fehlt völlig. Dafür gibt es jetzt in den Sitzen des Vordermannes Halterungen, um ein Tablet aufzunehmen.

Einen Teil eines Films bekomme ich auf dem iPad mit, dann schlafe ich ein. Die Wiederaufnahme des Films klappt wegen Netzwerkproblemen nicht. OK, dann lese ich noch ein wenig und döse vor mich hin.

Pünktlich landen wir in Newark. Leider gibt es in unserem Terminal (C) keine passende Lounge und wir machen uns auf den Weg via Skytrain in die Art & Lounge im Terminal B. Dort gibt es halbwegs leckere Verpflegung und ich kann in Ruhe den Bericht bis hierhin schreiben.

Nun sitzen wir im Flieger nach Hamburg und warten darauf, dass es losgeht. Tut es aber nicht. Wegen eines Fehlers in einer Hydraulikanzeige gab es eine Verzögerung von ca. zwei Stunden, den die Maschine leider nicht aufholen konnte. In HH teilte man uns dann mit, dass wir den Anschlussflug nicht bekommen würden. Die Bahnkosten würde man uns erstatten. Oder uns umbuchen auf einen Flug am nächsten Tag am Morgen. Inakzeptabel. Wir starteten noch ein Gespräch mit der Hotline von United, um zu erfahren, ob auch ein Mietwagen bezahlt werden würden. Aber selbst der amerikanische Supervisor konnte uns dazu auch nicht Verlässliches sagen. Also Bahn. Wegen des langen Wochenendes in Deutschland waren alle Sitzplätze laut Computer ausgebucht und 4 Stunden stehen sind nicht wirklich prickelnd. Am Ticketautomaten wollte man keine von unseren Karten akzeptieren, Sch… Also ins „Servicecenter“ und dort ganz regulär die Fahrkarten gekauft. Von HH bis Bremen quetschten wir uns auf den Boden vor den Ausgängen,

in Bremen stiegen dann Leute aus und wir konnten den Rest der Strecke friedlich (und schlafend) bis Essen verbringen, wo uns unser Filius abholte. Endlich wieder zuhause.

Resumée

Wir haben alles richtig gemacht. Wir haben die richtige Reisezeit für diese Gegend gewählt (in der kommenden Woche soll es richtig warm werden). Die Location selbst war auch perfekt: Kühle Nächte, angenehme Tage – wir haben fast jeden Tag auf dem Balkon gefrühstückt. Das Haus war ein Traum. Es fühlte sich weniger wie Ferienwohnung denn wie zuhause an, integriert in den american way of life. Über das Auto habe ich mich zuvor schon ausgelassen, aber ich wiederhole es gerne: Einen schöneren Wagen kann ich mir für den Urlaub nicht vorstellen (vielleicht noch dunkelblau metallic wie bei Steve McGarret, aber wir wollen ja nicht korinthenk… sein).

Flagstaff selbst ist eine Stadt in genau der richtigen Größe. Sie strahlt Gemütlichkeit aus, ist sauber, die Menschen freundlich. Man hat direkt das Gefühl, sich hier wohlfühlen zu können. Dazu alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten. Ein gut ausgebautes Bus-System mit Hybrid-Bussen. Abgesehen von ein paar vierstöckigen Studentenwohnheimen der Northern Arizona University keine Hochhäuser.

Gut, wir sind eine Menge gefahren. Ca. 6.000 Meilen standen hinter mehr auf dem Tacho. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass das Fahren Anstrengung bedeutet. Eigentlich mehr Entspannung und Freude, in einem so tollen Wagen sitzen zu dürfen. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch das Sirius Satelliten Radio, welches uns rund um die Uhr mit schöner Musik versorgte.

Während dieser 6.000 Meilen haben wir 271 Gallonen Sprit verfahren, was grob gerechnet 22,14 mpg = 10,62l/100km bedeutet.

Was mich auf der Fahrt verschiedentlich sehr erstaunt hat: Die Spritpreise schwanken selbst innerorts heftig. Während die eine Tankstelle Normalbenzin für 2,299 USD anbietet, sind die großen Markentankstellen durchschnittlich 30 bis stellenweise 60 Cent pro Gallone teurer. Und das fast in Sichtweite der anderen Zapfsäulen. Wer tankt da?

Flagstaff hat den teuersten Sprit in der Umgebung, ca. 2,459 USD/Ga, im Süden ist es stellenweise wesentlich billiger (Costco Phoenix 2,139 USD/Ga), in LA bekamen wir den preiswertesten Treibstoff bei Costco für 2,659 USD/Ga.

Und: In den sonnendurchglühten Gebieten von Phoenix und Lake Havasu, wo wirklich an wenigstens 365 Tagen die Sonne scheint: Kaum Solarzellen auf den Dächern, obwohl diese den Strom für die wirklich notwendigen Klimaanlagen locker liefern könnten.

Vielen Dank an alle, die uns auf dieser wunderbaren Reise begleitet haben. Ich hoffe, es hat Euch gefallen und Ihr konntet den einen oder anderen Tip für die eigene Reise mitnehmen.

Karin & Rolf

06.11.2016 – Von Los Angeles nach Düsseldorf

Die Nacht war entgegen aller Befürchtungen doch recht ruhig. Als wir aufwachten, zeigte der Zeitvergleich von Radiowecker zum Tablet eine Differenz von einer Stunde. Welche Uhr geht jetzt falsch? Beim Abflug eine nicht unerhebliche Kleinigkeit. An der Rezeption klärte sich das Ganze dann auf: Die Uhren waren über Nacht umgestellt worden und der Radiowecker hatte DAS natürlich nicht mitbekommen.

Aktionen für heute: erstmal aus dem Fenster schauen, wie das Wetter wird. Gut. CA62012.jpgDann nach gemütlichem Frühstück in Richtung Flughafen fahren, dabei bei Costco nochmal billigen Sprit bunkern. Und wenn dann noch Zeit ist, vielleicht am Santa Monica Pier vorbeischauen.

Das Wetter war so schön, dass ich nicht umhin konnte, ein Foto vom Hotel zu machen. CA62016.jpgWenn ihr dort eincheckt, lasst euch ein Zimmer weg von der Straße und zum Innenhof geben.

CA62017.jpgBei Costco kostete der Sprit 2,539 USD/Ga, ca. 20 Cent zu einer normalen Tankstelle gespart.

Dann auf nach Santa Monica. Bis dahin waren es noch 50 Meilen. Und die können sich ziehen, wenn die Straßen nicht frei sind. Google Maps meldete am Ende der Autobahn einen heftigen Stau. OK, drehen wir ab nach Süden und fahren direkt zum Flughafen. Na ja, nicht ganz direkt. Erstmal noch den Tank komplett füllen und danach das gleiche mit dem Magen nachholen. Inspiriert durch den Film „Crocodile Dundee in LA“ wollten wir auch mal bei Fräulein Wendy vorbeischauen. Und was soll ich sagen? Sie hat uns nicht persönlich bedient. Der Burger war recht einfallslos, dafür der Taco-Salat umso geschmackvoller und es gibt als Sättigungsbeilage sogar eine Folienkartoffel. Die restliche Zeit vertreiben wir uns dann in der Lounge. Das war eine gute Entscheidung. Nachdem wir den Wagen abgegeben hatten (wir konnten die Flugzeuge am Bauch kitzeln bei ihrer Landung),

CA62022.jpgquälte sich der Zubringerbus von Hertz fast eine Stunde durch den Verkehr zum Terminal. Gepäck war schnell aufgegeben (ich hatte ein halbes Pfund zuviel, also Sicherheitsreserve abgeworfen) und dann durch TSA Pre. Normalerweise hätte ich alle metallischen Gegenstände in meinen Hut gelegt und diesen durch die Röntgenkontrolle geschoben. So mokierte sich das System am Pass und anderen Gegenständen und ich kam doch noch in den Genuss einer Ganzkörperabtastung. Schööön.

Unser Flug sollte von Gate 76 im Terminal 7 abgehen. Eine für uns nutzbare Lounge war der Alaska Boardroom im Terminal 6, der für Lounge-Verhältnisse ziemlich gut gefüllt war. Und er ist vom Terminal 7 ohne neue Sicherheitskontrollen zu erreichen.

Auf dem Rückweg zum Flieger ein letzter Blick auf das Wahrzeichen von LAX.

CA62023.jpgIm Flieger die große Überraschung: Neben mir waren noch zwei Reihen im Mittelgang frei.

Also machte ich mich dort so breit wie möglich und habe schätzungsweise 6 von den 9 Stunden gedöst oder verpennt.

20161107_031453.jpg

In London Heathrow hatten wir zum Umsteigen 50 Minuten Zeit. Die Befürchtung, wir könnten das nicht schaffen, bewahrheiteten sich nicht. Wir hatten sogar noch die Zeit, der Plaza Lounge einen kurzen Besuch abzustatten und ein wenig Reis mit Curry Huhn zu essen.

Der Flug nach Düsseldorf verlief ereignislos, nur am Gepäckband standen wir dann gefühlt eine Ewigkeit rum. Ob die das Gepäck mit dem Schiff nachgebracht haben?

Glücklich wieder zuhause.

Ein Resumée:

Hotel-, Auto- und reisemäßig haben wir alles richtig gemacht. Es war gut, rauszukommen, wir haben sehr viel Interessantes und Neues gesehen. Auch die Aufteilung der Übernachtungen hat Entspannung reingebracht.

Kameratechnisch bin ich mit meiner Ausrüstung weiterhin sehr zufrieden. Die D800 ist schon eine Diva, längere Belichtungszeiten aus der Hand als 1/200s würde ich bei einer Normalbrennweite nicht empfehlen. Auch das Rauschverhalten bei höheren ISO-Zahlen (ab 800) ist bei der D4 deutlich besser. Woran ich mich erst gewöhnen muss, ist die Arbeit mit zwei verschiedenen Speicherkartentypen. Die SD-Karte kann ich leicht rausnehmen und in den Rechner stecken. Aber dort vergesse ich sie gerne mal und fotografiere dann doch mit der CF-Karte weiter. Und dazu muss ich dann wieder ein USB-Kabel anschließen. Was ich vor dem Urlaub nicht wusste: Die D800 hat einen USB 3.0 Anschluss. Für den hatte ich logischerweise kein Extra Kabel mitgenommen… Aber zum Glück passte das Anschlusskabel meiner Wechselfestplatte. Ob sie mich beim nächsten Mal wieder begleiten wird? Ich weiß es noch nicht. Lieber wäre mir ein Vollformatsensor, der 20-24 Megapixel auflöst. Aber eine solche Kamera gibt es von Nikon (noch) nicht.

Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen, es sind viele in Gedanken mitgefahren. Die Kommentare lassen es vermuten.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Go West

Rolf und Karin