Im Abendlicht durch Düsseldorf

Ich hatte sturmfreie Bude. Das Wetter war gut, meine Müdigkeit hielt sich in Grenzen. Den ganzen Abend vor dem Fernseher hängen kam nicht in Frage. Also lud ich das Rad in den Wagen und bepackte meine Fototasche außer mit dem üblichen Glaskram noch mit zwei weiteren Glasgegenständen: Meiner Wahrsage-Glas-Kugel und einem gläsernen Halter, den ich der besten Ehefrau von allen gestibitzt hatte.

Direkt am Rheinufer war es wie erwartet voll, aber am Medienhafen, direkt vor dem neuen Trivago-Gebäude gab es reichlich Parkplätze. Und mit dem Rad kann man ja auch schnell und flexibel etwas größere Strecken zurücklegen. Noch schnell das Stativ an die Fototasche geflanscht (man kann ja nie wissen) und die Tasche näherte sich so langsam dem Gewicht des Fotografen.

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Es ging zuerst durch den Hafen zum Gehri-Haus, immer wieder ein faszinierender Anblick.

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_D482448Mein nächstes Ziel befand sich direkt hinter dem Fernsehturm, das Stadttor. Ein riesiges Gebilde aus Glas und Stahl, man fährt vom Medienhafen am Rheinufer entlang regelmäßig darunter her und ich wollte mal näher ran.

_D482452Mit dem Rad kein Problem. Die Eingangstüre stand weit offen, ein Schild wies auf einen Pförtner hin, bei dem man sich melden solle. Auch kein Problem. Kurz um Erlaubnis gefragt, ob ich denn fotografieren dürfe. Auch das war kein Problem.

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Nur möge ich bitte nicht die Aufzüge benutzen (um den am Samstag Abend noch arbeitenden Teil der Bevölkerung nicht zu stören). Auch kein Problem. Also stieg ich wohlgemut die Treppen rauf, bis ich einen guten Überblick über die Stadt hatte (OK, die spielgelnde Glasfassade störte schon ein wenig):

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Und dann kam doch das erste Problem: Plötzlich stand der Pförtner hinter mir und meinte, da hätte es doch wohl ein Missverständnis gegeben, er hätte sich nicht ganz klar ausgedrückt. Wir fuhren gemeinsam IM AUFZUG wieder runter und ich machte mich auf die weitere Tour.

Irgendwann stand ich dann vor einer Statue von Johannes Rau, er mit ausgestreckter Hand. Das ist doch eine Steilvorlage für meine Glaskugel. Ein anderer Fotograf war dort auch zugange und schaute sich interessiertest das runde Teil aus, welches ich auspackte. Wir einigten uns auf gegenseitige Fotografenhilfe. Ich hielt die Kugel fest, während er sie fotografierte (H. Rau hatte sie nicht fest im Griff) und er machte das gleiche für mich.

_D482466 _D482465Dann noch eine kleine Stichelei über nicht-Nikon-Kameras und es ging weiter Richtung Königsallee.

Bei Nacht hatte ich den Blick über den Binnensee schonmal abgelichtet, aber so erschien es mir auch sehr interessant:

_D482469Und das ist nicht, wonach es aussieht.

_D482472Zum Rhein musste ich auf jeden Fall wieder zurück, weil sich die Sonne mit Riesenschritten auf den Horizont zubewegte. Den Weg durch die Altstadt wollte ich mir mit dem Rad nicht antun, also suchte ich mir durch die Baustellen am nördlichen Ende der Kö über Umwege eine Strecke zum Fluss. Dort war wie erwartet eine Menge los und die nächste Gelegenheit zum Einsatz der Kugel ergab sich:

_D482477Dann mit dem Bike auf die Halbinsel vor dem Medienhafen, wo auf der einen Seite das Gehri-Haus in der Abendsonne glänzte.

_D482486Auf der anderen Seite ging die Sonne unter über den Hafenanlagen.

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Und, weil es so schön ist, das Ganze auch nochmal ohne Glaskugel (geht auch).

_D482489 _D482491 _D482494Jetzt aber ab nach Hause, das Gewicht machte sich doch so langsam (trotz Fahrrad) bemerkbar. Auch am nächsten Morgen…

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09.11.2017 – Tucson – Arizona Sonora Desert Museum

Nun sind wir in Tucson. Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage blauen Himmel, Temperaturen 25-28°C. Das kann man lassen. Das Frühstück ist wieder gut. Auf Gravy verzichte ich dankend. Unser Lebensmittelvorräte sind in den letzten Tagen etwas zur Neige gegangen, daher machen wir uns auf den Weg zum nächsten Walmart. Auf dem Weg dahin eine Valero-Tankstelle, die die Gallone für 2,259 USD anbieten. Bitte volltanken.
Den Walmart-Einkauf bringen wir mit geübter Routine hinter uns und machen uns dann auf den Weg zum Arizona Sonora Desert Museum. Dieses liegt im Südwesten von Tucson, ca. 15 Meilen entfernt. Auf dem Weg dahin überqueren wir den Gates-Pass mit einem tollen Blick ins Tal.

Das könnte ein schöner Punkt für einen Sonnenuntergang werden, merkt meine Göttergattin an. Gemerkt und abgespeichert. Verlässt man den Gates-Pass nach links, landet man in Old Tucson, einer nachgebauten Westernstadt, in der (in der vorvorigen Version, zweimal ist die Location in den letzten 30 Jahren abgebrannt) viele alte Western gedreht wurden.
Wir aber halten uns rechts in Richtung Saguaro National Monument und biegen kurz vorher zum Museum ein.
Dieses hatten wir in früheren Jahren schon zweimal besucht, damals bei deutlich höheren Temperaturen. Der Eintritt kostet zwar 21,95 USD pro Person, aber das ist es auch wert.
Zuerst gelangt man in den Aquarienteil (ja, auch Fische werden dort gezeigt, denn die Bacha California und die Flüsse Arizonas gehören auch dazu). Es ist fürchterlich dunkel dort und ich stelle fest, dass meine D800 für derartige Lichtverhältnisse schlechter geeignet ist als das Galaxy S7 meiner Göttergattin.
Auch Reptilien aller Art sind dort zuhause.

Draußen läuft die Nikon wieder zur vollen Power auf. Es geht zuerst durch eine große Voliere mit Kolibris, Vögel, die wir ganz besonders lieben, nachdem wir sie in der Nähe von Flagstaff bewundern durften.

Oberhalb der Voliere macht sich eine fette Eidechse breit. Die Parkmitarbeiter achten darauf, dass diese nicht nach innen kommen, denn dann wären die zierlichen Vögel ernsthaft gefährdet.

Danach machten wir uns an vielen, vielen Kakteen vorbei auf den Weg zur Raptor-Show.

Nein, wir reden hier weder von Dinosauriern noch von der Spezialversion des Ford F150. Hier fliegen Raubvögel frei durch die Luft und wir als Zuschauer haben Glück, wenn wir nicht als Beute betrachtet werden. So meinte dann auch der Gentleman, der uns in das Geschehen einführte, dass es unklug wäre, Hände, Deppenzepter und auch kleine Kinder in die Höhe zu halten. Später merkten wir dann auch, warum. Die Vögel waren darauf trainiert, immer die kürzeste Strecke von A nach B zu fliegen. Und wenn das 2 Zentimeter an unseren Köpfen vorbei war, dann war das halt so.
Es wurden zwei verschiedene Falkenarten und eine Eule gezeigt.

Diese werden übrigens nicht aus der Natur eingefangen und für die Show gehalten. Meistens sind es Tiere, die verletzt aufgelesen wurden und in der Wildnis nicht überlebt hätten.

Sie haben auch die Wahl, sich in die Wildnis zu begeben, finden es aber bequemer, ab und zu einen Job auszuführen und dafür Kost und Logis zu bekommen. Anschließend ging es wieder vorbei an Kakteen (wo kommen die nur alle her?)

in den Cat-Canyon, wo wir Fuchs und Luchs einen guten Tag wünschen konnten.


Nächstes Tagesziel waren die Erdmännchen (Prairie-Dogs), die es mir bei den letzten Urlauben schon angetan hatten.

Vor dem Gehege der Geier (wir erinnern uns: sehen fürchterlich hässlich aus, haben aber ein Herz aus Gold)

tummelte sich eine Mini-Eule

und die Rehe lebten einen lauen Lenz, weil sämtliche Jäger in anderen Gehegen eingesperrt waren.

So auch Puh, der Bär

und auch der Puma, dem man durch eine (leider stark reflektierende) Glasscheibe direkt in die Augen blicken konnte.
Auf dem Rückweg (vorbei an Kakteen)

dann noch mal zu den Kolibris rein. Mittlerweile hatten sich die meisten Besucher verzogen und wir konnten in Ruhe diesen Leichtgewichtern (3 Gramm) zuschauen. Wieder aus dem Museum draussen, suchten wir die nächste Picnic-Area aus und machten uns recht hungrig über den morgendlichen Einkauf her.
Die Sonne machte sich auf den Weg zum Horizont und wir erreichten noch rechtzeitig den Gates Pass.
Fuhren mit dem Truck rückwärts auf den Parkplatz und ließen die Sonne auf der Ladefläche untergehen.
Es muss also nicht immer ein Strand auf Hawaii sein…
Jetzt ab nach Hause und Bilder wegwerfen. Es waren mal wieder viel zu viele geworden (386). Eigentlich wollte meine Göttergattin ja noch ein wenig shoppen, aber im Hotel war dann doch die Batterie leer.
Wieder ein toller Tag zu Ende.

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Baldeneysee im Herbstgewand

Mal wieder am See. Mit dem Rad unterwegs. Der Nebel lichtete sich gerade und am Regattaturm tauchte die Sonne hinter den Hügeln auf.

6007734.jpgDer Nachtfrost hatte die Blätter zum Teil schon ansehnlich eingefärbt. Indian Summer im Ruhrgebiet. Mal eine gute Gelegenheit, den Baldeneysee im Herbstgewand zu präsentieren.

6007740.jpg6007749.jpg 6007752.jpg 6007755.jpg 6007758.jpg 6007763.jpg 6007759.jpg 6007761.jpgEnjoy

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Sonnenaufgang am Baldeneysee

Wahrscheinlich war es die senile Bettflucht, die mich zu unchristlicher Stunde aus den Federn getrieben hatte. Zum Glück mit Kamera. Denn das bescherte mir bei fast wolkenlosem Himmel einen Sonnenaufgang am Baldeneysee, wie ich ihn hier noch nicht gesehen hatte.

Als ich über das Stauwehr fuhr, ahnte ich noch nicht, was mir bevorstehen würde, obwohl der Himmel schon wie Seide aussah. 6007657.jpgErst kurz hinter dem Regattaturm zeigte sich, dass ich durch Zufall den richtigen Zeitpunkt erwischt hatte.

6007660.jpg Der gelbe Ball erschien hinter dem Horizont und tauchte den See in goldenes Licht. Schöööön.

SonnenaufgangSonnenaufgang

Da der See ja eher die Form einer sehr krummen Banane hat, verschwand für einen Teil des Weges die Sonne,

6007673.jpgum auf der anderen Seite (der Werdener) das Wasser aufzuheizen und die Nebelschwaden erglühen zu lassen.

SonnenaufgangDann sah ich noch das schwarze Schwanenpärchen. Eigentlich war ich mit meiner 50mm Optik viel zu weit weg. Aber das neugierige Tier hatte Erbarmen mit mir und kam so nah heran, dass ich doch einen Klick riskierte.

Schwarzer SchwanDann noch ein letztes Foto am Anlegesteg von Haus Scheppen.

SonnenaufgangKamera einpacken und ab nach Hause, frühstücken.

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Sunday morning biketour – am Baldeneysee in Essen

Endlich wieder an der frischen Luft. Keine Glättegefahr auf den Straßen und Wegen. Endlich wieder im Sattel. Die Sonne scheint, der Himmel bläut und ich bin auf dem Weg zum und um den geliebten Baldeneysee. Und die Kameraausrüstung ist auch dabei.

DSC3382.jpg DSC3393.jpgDSC3395.jpg DSC3398.jpgWeitere Fotos vom Lago di Baldeney findet Ihr in der Gallerie Baldeneysee.

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