11.10.2019 – Pinnacles National Park

Ca. 50 Meilen östlich von Monterey liegt der Pinnacles National Park, ein kaum beachteter Nationalpark in Kalifornien. Wir hatten ihn bei einem unserer letzten Urlaube auf der Durchreise mehr zufällig gefunden und wollten ihn jetzt weiter erkunden. In Schlangenlinien windet sich eine enge Bergsstraße auf der westlichn Seite bis zum Visitorcenter. Dort erfuhren wir, dass es lohnenswert wäre, die Balcony Caves zu erkunden. Lampen wären schon nützlich, aber die Handy-Taschenlampen täten es auch. Da wir wie die guten alten Pfadfinder auf alles vorbereitet sind, holten wir unsere Stirnlampen aus dem Gepäck und machten uns von der Chaparral Picnic Area auf den Weg. Die schroffen Felsen erwartet man in der von sanften Hügeln umgebenden Landschaft nicht, genauso wenig wie die Temperaturen, die schnell in die 80er anstiegen.

Dann standen wir vor dem Eingangstor und schnell wurde es eng, seehr eng. Und nicht mein muskulöser und ausladender Körperbau bereitete die Probleme, eher das Stativ, das ich in Erwartung von Langzeitbelichtungen zusätzlich auf den Fotorucksack geschnallt hatte.

 
 
 
Noch ging es ohne Lampe, aber irgendwann tauchten wir dann in die völlige Dunkelheit ein. Lampen an und auf allen vieren, tastend und vorsichtig bewegend kamen wir langsam vorwärts. Aber die Blindheit währte nicht lange. Nach kurzer Zeit war die Höhlenforschung zu Ende und wir kehrten aussen, dafür über den Berg, wieder zurück. Als wir beim letzten Mal in dem Park waren, hatten wir eine andere „Höhle“ besucht, welche uns wesentlich besser gefallen hatte.

 
 
 
Die Felsen werden häufig auch für Kletterer genutzt, aber danach stand uns nicht der Sinn.

Wir wollten wieder an den Strand, das Meer sehen. Also fuhren wir nach Marina, dort hatten wir früher in einem Hotel direkt am Strand übernachtet und den Ausblick für gut befunden. Wo andere einige Minuten mit Kurverei und Parkplatzsuche verbrachten, hatten wir ausnahmsweise mal Glück und konnten unseren Pickup so hinstellen, dass wir während der Mittagspause auf das Meer, den Strand, die Wellen schauen konnten.

Mich überkam eine unüberwindbare Müdigkeit, weshalb ich mich auf der Ladefläche ausstreckte zu einem kleinen Nickerchen, während die beste Strandläuferin von allen zum Ufer runterstapfte, um etwas näher an den Delfinen zu sein, die man relativ gut beobachten konnte.

 
Auch ich gönnte den Wellen mit der Kamera und meinem langen Tele einen Blick, als ich wieder aufwachte und da kam auch schon die fleißige Wanderin die Düne hochgestapft.

Noch sehenswert war der Wagen eines Nachbarn, der über und über mit Glitzer besetzt war. Sollte ich bei meinem Dienstwagen auch mal drüber nachdenken…

Den Abend wollten wir eigentlich am Point Lobos im Süden von Monterey verbringen, aber am Einfahrtstor teilte man uns mit, dass schon VOR Sonnenuntergang geschlossen werde. WAS SOLL DAS?

Also drehten wir die Schnauze unseres Wagens Richtung Süden und fanden in der Nähe des Soberanes Point ein Plätzchen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

 
 
 
Danach ab nach Hause, in der Lobby Bericht schreiben und Bilder hochladen. Heute war es etwas geruhsamer, muss auch mal sein.

 

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