08.06.2018 – Mossy Cave Trail – Kodachrome Basin State Park

Nachdem wir uns gestern bis an die Grenzen der Belastbarkeit (oder vielleicht sogar darüber hinaus) getrieben hatten, sollte es heute mal wieder ein wenig ruhiger dahergehen. Ganz in der Nähe des Bryce Canyon liegt der Kodachrome Basin State Park. Auf dem Weg dahin, kurz nach Befahren des Highway 12, kommt aber vorher noch ein süßer kleiner Trail zur Mossy Cave. Den Parkplatz dazu sieht man immer, wenn man aus Osten zum Bryce Canyon fährt, hält aber (genau wie im Red Canyon) nicht an. Schließlich will man ja zur Hauptattraktion. Diesmal beschlossen wir, den 1-Meile Roundtrip zu machen. Ich dachte mir, da sind meine Wander-Flip-Flops genau das richtige.

Es ging (wie beim Bryce üblich) in eine wunderschöne Felsenlandschaft. Besonderheit diesmal war ein Bach/Fluss, der auch noch reichlich Wasser führte.

Und auch ein Wasserfall wurde angepriesen. Über sieben Brücken mussten wir nicht gehen, zwei reichten, dann standen wir vor diesem hübschen Wasserfall. Logisch, dass wir dort nicht alleine waren.

Ich versuchte mich neben den üblichen Fotos auch mal mit der einen oder anderen Langzeitbelichtung (wozu hatte ich sonst das Stativ mitgeschleppt?).

Und krabbelte auch mal hinter den Fall, um die Wucht und die Nässe zu spüren (ohne dabei die Kamera zu fluten).

Logisch, dass die furchtloseste Wanderin von allen auch mal hinter dem Fall durchkriechen musste. Steht ihr aber gut.

Danach ging es noch zur namensgebenden Attraktion des Weges, der Mossy  Cave. Also einer Höhle, in der Moos wächst. Selbiges ist wohl normalerweise keine solche Aufmerksamkeit wert, aber hier ist das wohl so selten, dass man den Trail danach benamst hat.

Wieder zurück auf der 12 durchquerten wir als erstes das Nest Tropic. Dies ist in zweierlei Hinsicht erwähnenswert: Zum ersten haben die Bewohner von Tropic das auf Höhe des Bryce Canyon liegende Reservoir mit einem Kanal mit dem von uns so bestaunten Bach verbunden, so dass sie Wasser für ihre Felder hatten. Zweitens haben wir dort mal in einem der Hotels (wenn nicht sogar dem einzigen) übernachtet. Und zwar mit zwei Kindern in einem der engsten und teuersten Ställe dieser Reise. Aber in der Nähe vom Bryce kann man sich alles erlauben. Kleiner Tip übrigens zum Tanken. Zur Zeit kostet die Gallone 3,399 USD in Bryce Canyon City. In den benachbarten Dörfern Tropic und Cannonville möchte man sich nicht lumpen lassen und hat die Preise auf das gleiche Niveau angehoben. Etwas weiter auf der 12, in Escalante, waren es beim letzten Mal gleich 10 Cent/Ga weniger. Falls ihr also aus östlicher Richtung nach Bryce fahrt, dort ist die letzte Gelegenheit, ETWAS preiswerter zu tanken.

Aber kommen wir zu unserer Tour zurück. In Cannonville biegt nach Süden (also rechts) die Cottonwood Canyon Road ab (nicht verwechseln mit der Cottonwood Road, die etwas früher in die Wildnis führt). Von hier aus sind es noch ca. 9 Meilen, bis man auf einen Viehumtrieb stößt (ist uns bisher jedes Mal passiert) und dann nach links zum Kodachrome Basin State Park abbiegt.

Den Park, der seinen Namen wegen der prächtigen Farben wirklich vom Filmehersteller abgestaubt hat, hatten wir in früheren Jahren schon ein- oder zweimal besucht. Allerdings mehr auf der „Durchreise“, d.h. Straße entlangfahren, an jedem Viewpoint ein Foto machen und schnell wieder weg. Diesmal hatten wir mehr Zeit mitgebracht und beschlossen, zuerst mal den Grand Parade Trail zu laufen mit 1,5 Meilen. Besonders reizvoll die angebotenen Boxcanyons.

Ich hatte immer noch meine Wander-Flip-Flops an, die mir beim Durchwaten des Baches gute Dienste geleistet hatten. Der Schuss ging aber diesmal nach hinten los. Der heiße Sand, der vorne reinschwappte, rutschte zwar fast genauso schnell wieder raus, aber heiße Füße brauchte ich nicht unbedingt.

Trotzdem war der Trail absolut sehenswert und auch die Canyons waren hübsch.

Was den Park auszeichnet, sind neben den intensiven Farben auch die Pinnacles, die sehr unvermittelt und plötzlich in der Landschaft stehen.

Über Sinn und Zweck möchte ich jetzt und hier keine Diskussion anfangen.

Am Wagen angekommen wurden erstmal die obligatorischen Wasserflaschen umgegossen (Flasche -> Hals) und dann überlegten wir uns, ob noch Kräfte genug vorhanden seien, um noch den Angel’s Palace Trail zu wandern. Dieser sollte sich a) durch einen ziemlich plötzlichen Anstieg um ca. 50 Meter und b) sehr viele schöne Fotopunkte auszeichnen. Aber erstmal feste Schuhe anziehen, sonst läuft mir meine Göttergattin noch davon.

Das mit dem Aufstieg war nicht gelogen und wir taten uns schon ein wenig schwer. Die letzten Tage hatten ihre Spuren hinterlassen. Dafür wurden wir aber durch ein paar sehr schöne Aussichtspunkte belohnt und Karin konnte mal wieder ihre Schwindelfreiheit / Ridgefestigkeit unter Beweis bzw. auf den Prüfstand stellen.

Danach hatten wir vom Wandern fürs Erste genug und beschlossen, kurz zum Chimney Rock zu fahren.

Außer, dass der Felsen quasi ein Alleinstellungsmerkmal in der Landschaft hat und vor 100 Jahren schon genauso in die Gegend schaute, ließ sich nicht viel darüber sagen.

Die Sonne stand langsam etwas tiefer und wir beschlossen, die Stichstraße des Parks noch einmal bis zum Ende durchzufahren. Vielleicht sieht ja der eine oder andere Fels oder Piddel jetzt viiiiel besser aus. Tat es auch.

Jetzt aber zurück auf die Straße.

Diesmal ohne Kuhherde, dafür aber mit einer farbenprächtigen Felswand, die in der Abendsonne leuchtete.

Genauso wie der Oldtimer in Cannonville.

Eigentlich hätten wir um 18 Uhr zuhause sein können, würde uns die Gegend nicht dauernd Steine in den Weg legen. In Form von farbenprächtigem Sandstein, der von der Sonne angeleuchtet wird. Klar, dass wir noch einen ganz klitzekleinen Stop am Mossy Cave Trail einlegten, um ein paar Sandsteinbrocken abzulichten.

Jetzt geht es aber wirklich los und wir sind (und da sind wir stolz auf uns) ohne Pause zum Hotel durchgefahren. Am Morgen hatten wir final aus unserem Hotelzimmer in der Ponderosa Lodge ausgecheckt, um heute Abend im Haupthaus mit direkter Nähe zum Pool ein Zimmer mit eigenem Whirlpool zu bekommen.

Das mit den Nähe zum Pool stimmte, aber das Internet war in diesem Zimmer soweit entfernt, dass ich zu sämtlichen Arbeiten mit dem Rechner in die Lobby gehen musste, um eine einigermaßen stabile Verbindung zu bekommen. Aber vorher eine Runde entspannen im „großen“ Whirlpool, bevor es an diesen Bericht geht.

Alles in allem ein erlebnisreicher und schöner Tag

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07.06.2018 – Bryce Canyon – Fairyland Trail

Als erstes stand heute die Reparatur unseres Wagens auf dem Plan. Pünktlich zur Öffnungszeit um 8 Uhr fanden wir uns bei der Werkstatt ein, erklärten, welche Probleme vorlagen und konnektierten ihn mit dem Hertz-Service, damit dieser die Zahlungsmodalitäten erledigte.

Die Reparatur und der Ölwechsel sollten ca. 45 Minuten dauern. Da wir einfach nur über die Straße mussten zu unserem Hotel, frühstückten wir erstmal gemütlich (der Drehteller der Mikrowelle funktionierte immer noch nicht, dafür schlugen Funken aus der Elektronik und es roch verbrannt). Schnell bei der Rezeption anrufen. Die versprachen uns, eine neue Mikrowelle vorbeizubringen. Schauen wir heute abend mal.

Wer uns kennt, weiß, dass wir den Bryce Canyon nicht einmal, nicht zwei  Mal, nicht drei Mal, sondern schon wesentlich öfter besucht haben. Zuerst als kinderloses Ehepaar, dann mit meinen Eltern (bei denen er einen mehr als bleibenden Eindruck hinterlassen hat) und anschließend mit den Kids. Und man sollte meinen, wenn man einmal einen der Piddel (im Fachjargon Hoodoo genannt) gesehen und vielleicht sogar fotografiert hat, dann hat man alle gesehen und weitergehende Fotografiererei erübrigt sich. Aber vorsichtshalber und mehr aus Gewohnheit hatte ich die Ausrüstung doch mal mitgenommen. Fühlt sich sonst so leer und leicht am Rücken an und dann würde ich meiner Mithikerin vielleicht noch weglaufen.

Auf dem Weg zum  Startpunkt eine Pronghorn-Antilope:

Im Bryce Canyon gibt es zwei große und beliebte Wanderwege: Der Queens Garden Trail und der Navajo Trail. Beide führen auf relativ kurzer Wegstrecke durch die nahegelegenen Parkschönheiten. Aber wir hatten uns für heute auf die Fahne geschrieben, den Fairyland Trail zu laufen.

Dieser beginnt am nördlichen Ende des großen Amphitheaters am Sunrise Point. Was wir zu Anfang noch nicht wussten: Schaffen wir das überhaupt? Der Trail war mit über 8 Meilen ausgezeichnet, das sind eine Menge Kilometer. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich bin normalerweise nicht leicht zu überraschen.

Für mich war dieser Trail einer der schönsten, die wir bisher gelaufen sind. Kaum hatte man sich von einer Schlucht mit extraschönen Hoodoos verabschiedet, kam schon die nächste in Sicht.

Eines der Highlights: Die Tower Bridge, die mit ihrer Form tatsächlich an das Bauwerk erinnert.

Da dort wohl häufig Wanderer (auch mit Familien) Pause machen,

hatten sich sowohl ein kleiner Nager

als auch ein Diademhäher (Steller’s Jay) dort niedergelassen,

um die abfallenden Nahrungsmittel abzugreifen. Selbstverständlich haben wir sie nicht gefüttert oder ihnen so etwas zukommen lassen.

Weiter ging es, bergauf und bergab, immer auf festgetretenem Lehmboden, was das Laufen sehr einfach machte.

Nach ca. 5,7 Meilen hatten wir durch den Fairyland Canyon den hochgelegenen Teil erreicht

und mussten „nur“ noch 2,4 Meilen zum Sunrise Point und zum Auto zurücklaufen. Man, was waren wir kaputt. Hätte nicht die meiste Zeit an angenehmer Wind geblasen und wäre der Weg nicht in so gutem Zustand gewesen, wir hätten die 12,77 km nicht in 4:19 Minuten (+54 Min. Pause) geschafft. Dazu gehörten auch 523 Höhenmeter. Geradeaus wäre das kein Problem gewesen.

Ich legte mich erstmal in die Badewanne, um die müden Beine wiederzubeleben. Anschließend gab es mit einer neuen Mikrowelle einen Satz Chimichangas, ein Genuss und genau das, was wir brauchten.

Den Sonnenuntergang schenken wir uns am Rim, dazu sind wir zu kaputt. Vielleicht sind wir ja im Laufe des Abends noch soweit regeneriert, dass es zu einem Versuch der Milchstraßenfotografie reicht.

Mensch, sind wir gut.

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06.06.2018 Zebra Slot Canyon – Bryce Canyon Sunset

Was machen wir heute mit dem Tag? Die Nacht haben wir gut geschlafen, es war ja recht kühl draussen, Klimaanlage unnötig. Den Kaffee kochten wir uns mit der winzigen Kaffeemaschine, das funktionierte richtig gut.
Im Gegensatz zum Internet. Als wir gestern abend angekommen waren, zeigte ein Testprogramm 10mBit/Sek sowohl im Up- als auch im Download an. Davon war am Abend so gut wie nichts übrig geblieben. Zuviele Besucher, die das Wlan blockierten?
Ich machte mit Rechner einen Spaziergang zur Lobby, setzte mich dort in einen gemütlichen Sessel und lud zumindest die Fotos hoch, die ich für den Reisebericht des Tages benötigte. Den Upload auf meine Diskstation zuhause fing ich erst gar nicht an. Aber wir wollen uns nicht beschweren. Oder doch? Unser Kühlschrank jedenfalls war richtig gut voll:

Zum Frühstück gab es Rührei aus der Packung, allerdings hatte der Drehteller der Mikrowelle sein Eigenleben. Irgendwie schafften wir es dann doch, das Ei und den Bacon zuzubereiten und uns auf die Piste zu machen.

Nach gestrigen Diskussionen – das schaffen wir nicht, da kommen wir nicht hin, da steht das Wasser meterhoch – entschlossen wir uns doch, die 12 Richtung Osten zu fahren und die „Hole in the Rock-Road“ bis zu einem Parkplatz durchzufahren, um von da aus eine kleine Wanderung zu einem Slotcanyon zu starten. Der Name: Zebra Slot.

Auf dem Weg dahin mal Felsen ganz in grau gehalten. Eine dezente Abwechselung zu dem immer präsenten gelb und rot.

Im Visitor-Center sowohl in Cannonville als auch in Escalante bekamen wir gute Tipps, welche Straße, welcher Wanderweg in welchem Zustand sei.

Der Zebra-Slot-Canyon wurde als Hike mit ca. einer Stunde Anmarsch klassifiziert, 2,4 Meilen pro Strecke. Auf der Hole in the Rock Road fährt man 7,8 Meilen nach Süden, bis man rechts auf einem Parkplatz keinen oder (in unserem Fall) sehr viele Autos stehen sieht. Wir sind nicht alleine.

Gegenüber geht der gut sichtbare Trampelpfad los durch mehr oder weniger aufregendes Gelände.

Ich hatte mal Runtastic eingeschaltet und dieses meldete mir nach jedem Kilometer, wieweit wir gelaufen seien. Nach ca. 2 Kilometern wurde das Flussbett und die umgebenden Felsen deutlich interessanter, um nicht zu sagen fantastisch.

Es ging in ein Flussbett und da hörte dann die Beschilderung mehr oder weniger auf. Aber uns entgegenkommende Wanderer wiesen uns den Weg in einen Canyon, der immer schmaler wurde (die zwei kleinen Bäume auf mittlerer Höhe, etwas links von der Mitte).

Im Canyon an den Wänden fanden wir die von den Indianern sehr geschätzten Moqui-Marbles.

Irgendwann wurde es so eng, dass selbst meine extrem schlanke Figur nicht mehr durchgepasst hätte.

Die ca. 4 Kilomenter mussten wir logischerweise auch wieder zurück, was angesichts des leicht ansteigenden Weges und der höheren Temperaturen nicht leicht war. Hinter jeder Biegung, auf jeder Ridge die Hoffnung: Kann ich jetzt den Wagen sehen? Die Hoffnung stirbt zuletzt, also waren wir vorher am Auto. Runtastic zeigte 8,31 km.

Das nächste Ziel war eigentlich der Devils Garden ein paar Meilen südlich von unserem Parkplatz. Aber ein paar Meilen gefahren zeigte plötzlich der Reifendruckanzeiger, dass der Druck im vorderen rechten Reifen von 46 psi auf 23 und dann schnell noch weiter runter ging. Plattfuss, juhuuuuu.

Nun ist ein Reifenwechsel eigentlich a) eine reine Männersache und b) nichts, was mich vom Hocker reißen könnte. Das eigentlich Interessante ist bei fremden Autos immer: Gibt es einen Ersatzreifen? Gibt es Werkzeug? Wo sind ersterer und letzteres? Den Reifen hatten wir schon unterhalb der Ladefläche gefunden, das Werkzeug (zum Glück einen vollständigen Wagenheber und kein Notflicksystem) gruben wir mit Hilfe der Bedienungsanleitung unter dem Beifahrersitz aus. Jetzt noch den Reifen aus seiner Verankerung lösen (war auch nicht ganz ohne) und dann konnte der eigentliche Teil des Reifen wechselns beginnen.

Zum Glück lief das problemlos ab, aber zum Devils Garden fehlte dann doch die Lust, so verdreckt und versandet, wie ich war. Den Hertz-Service konnten wir auch nicht anrufen, da in großen Teilen des GSENM kein Handyempfang besteht. Also zurück nach Bryce Canyon City, wo es eine Autowerkstatt gibt (die logischerweise um 16.30 geschlossen hatte). Dann bei Hertz Roadside Assistence anrufen und dort erfahren, dass wir morgen früh in der Werkstatt aufschlagen sollten, dann bei Hertz anrufen und die klären dann die Abrechnungsmodalitäten. OK, einen funktionierenden Reifen haben wir wieder drauf, erstmal ins Hotel zurück und duschen.

Nach einem leckeren Abendessen ein kurzes Päuschen und dann gegen 19 Uhr erstmalig in den Park gefahren und am Sunset Point den Sonnenuntergang genossen. Stühle mitgenommen, das war richtig schön.

 
Und morgen sehen wir dann, wie es mit unserem Auto weitergeht. Ölwechsel möchte er nämlich auch haben.
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05.06.2018 – Fahrt zum Bryce Canyon – Red Canyon

Nun dürfen wir unsere gemütliche Hütte in St. George verlassen. Wir haben uns sehr daran gewöhnt und es hat uns gut gefallen. Besonders positiv zu vermerken war die sehr dezente und doch effektive Klimaanlage, die die Vermieter auf ca. 25°C eingestellt hatten und wo es keiner Nachregelung bedurfte. Auch die Einrichtung war genau das, was man in einer gut ausgestatteten Ferienwohnung erwartet. Nicht ganz optimal war der Internet-Anschluss. Speziell die Upload-Geschwindigkeit schwankte zwischen 580kb/sek und 5kb/sek. Es ließ sich auch nicht herausfinden, woran es lag. Da das Problem auch nur temporär auftauchte, war unsere Vermietungsfirma leider nicht in der Lage, den Engpass zu lokalisieren und zu beseitigen. Und die Bestuhlung auf dem Balkon und am Esstisch war zwar hochmodern, aber unter „bequem“ stellte ich mir etwas anderes vor.

Bevor wir St. George verließen, machten wir noch zwei letzte Stopps im Walmart und bei Costco, um wirklich frisches Gemüse und Obst zu bunkern und den Tank noch einmal randvoll zu machen (2,97 USD/Ga). Dann ging es über die übliche Strecke in Richtung Zion. Über Cedar City wäre es laut Google Maps schneller gewesen, aber wir wollten auch die Landschaft genießen.

In Rockville auf der 9 musste ich noch einmal anhalten, um endlich dieses wunderschöne Häuschen zu fotografieren.

Als wir mal wieder vor dem Tunnel im Zion Nationalpark standen, nötigte mich meine Gattin, doch noch eiiiiin Foto zu schießen.

Nach dem Tunnel blieb es nicht bei einem Foto. Man kommt auf rotem Teer durch eine wunderschöne Felsenlandschaft, der das Fotografenherz einfach nicht widerstehen kann. Immer wieder mal zwischendurch stoppen war einfach unabdingbar.

Außerhalb des Parks wurde es dann wesentlich weniger spektakulär, aber nicht unbedingt unschöner.

Wir durchquerten die Stadt Hatch (wer kennt sie nicht?)

und irgendwann kamen die roten Felsen des Bryce Canyon in Sicht. Zuvor gelagert ist ja der Red Canyon mit ganz besonders intensiven roten Farben. Hier werden wir auf jeden Fall mal ein bisschen mehr Zeit verbringen. Immerhin haben wir sechs Nächte im Best Western Rubys Inn gebucht. Allerdings in einer außergewöhnlichen Konstellation: Die ersten 3 Nächte verbringen wir (gegen Geld) in einer 2-Bedroom-Suite, ordentlich, großer Kühlschrank, schon ein bisschen abgewohnt, aber OK. Die weiteren drei Nächte verbringen wir mit Best-Western Punkten im Haupthaus direkt am Pool.

Nachdem unsere komplette Eiskiste aus- und der Kühlschrank damit eingeräumt war, ließen wir die Kaffeemaschine Marathon laufen (ist ja erst 16 Uhr) und legten ein kleines Päuschen ein.

Jetzt noch zum Event des Abends. Schon soooo oft waren wir auf dem Weg von und zum Bryce Canyon durch den Red Canyon gefahren, der ca. 10 Meilen westlich vom Bryce liegt. Wunderschöne rote Felsen, die Lust auf den Bryce machen. Und wir hatten nie die Zeit, diese Gegend näher in Augenschein zu nehmen. Aber heute konnten wir. Das Visitorcenter der Forest-Verwaltung hatte bis 18 Uhr geöffnet und die freundliche Dame empfahl uns einen ca. 2,4 Meilen langen Roundtrip. Zu Anfang war dieser auch noch leidlich ausgeschildert, aber das verlief dann mehr oder weniger im Sande.

Manchmal kamen wir total ab von der Route, um uns in einem wunderschönen Felsengewirr wiederzufinden.

Who needs Bryce Canyon? Schön vor allen Dingen auch, weil uns während der ganzen Wanderung insgesamt vier Leutchen über den Weg liefen. Das schafft man im Bryce locker innerhalb von 4 Minuten.

Die Sonne neigte sich langsam dem Horizont zu und tauchte die roten Felsen in ein warmes Licht.

Doch halt, was ist das? Lädt Smokey the Bear meine Göttergattin zum Tanzen ein? Gut, dass sie ihre Tanzschuhe gerade nicht dabei hatte.

Wir machten uns auf den Weg zum Hotel,

um vor dem hauseigenen See auf der Ladefläche des Pickups das Abendessen und den Sonnenuntergang zu genießen.

Nicht viel gemacht, aber trotzdem ein toller Tag.

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17.09.2015 – Von Moab zum Bryce Canyon

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Aufbruch. Unsere gemütliche Hütte mit dem fantastischen Sonnenaufgang müssen wir leider verlassen. Wir haben uns gut daran gewöhnt und würden gerne noch länger bleiben.

UTA5143.jpgIn Moab tanken wir nochmal und Karin besorgt für meinen Vater ein passendes T-Shirt.

UTA5146.jpgWährenddessen kann ich den letzten Vertreter der schönen amerikanischen Trucks, einen GMC Sierra, ablichten.

UTA5149.jpgEs geht Richtung Norden auf den I70 Richtung Westen. Wie schon vor ein paar Tagen verlassen wir den Interstate auf die 24 nach Hanksville. Wieder kommen wir an der San Rafael Swell vorbei, im schönsten Sonnenlicht.

UTA5150.jpgHanksville ist klein wie eh und je. UTA5151.jpgWeiter Richtung Capitol Reef National Park, her ein paar Shoots, weil die Sonne so schön scheint.

UTA5155.jpg UTA5160.jpgEtwas nördlich davon auf der 12 wieder in die Berge auf der Richtung Escalante. Aufgrund der großen Höhe und der herrschenden Temperaturen fangen die ersten Birken an, die Farbe der Blätter zu ändern.

UTA5166.jpgWir hatten auch diesen Teil des Weges schonmal hinter uns gebracht, aber ich kann bei dem Wetter nicht widerstehen. UTA5161.jpgWieder geht es über die Rigde des Grand Staircase Escalante National Monuments mit tollen Blicken nach unten.UTA5181.jpg

UTA5180.jpgWir erreichen Escalante und wundern uns über die teilweise schönen alten Häuser.  UTA5185.jpg UTA5186.jpgIrgendwann machen wir aus, dass wir keine weiteren „Umwege“ mehr zulassen, maximal Fotos aus dem Fenster während der Fahrt (um dem geneigten Leser zu zeigen, wie die Straßen aussehen, wo wir hergefahren sind)UTA5193.jpgoder Stops am Straßenrand. Kurz hinter Escalante die erste Möglichkeit (und dieses Gebiet ist kein Nationalpark, ja noch nicht einmal National Monument, einfach Landschaft).

UTA5188.jpgAber gegen 17 Uhr kommt die Dörfer Henryville, Cannonville und Tropic in Sicht. In Tropic hatten wir mal mit den Kids verzweifelt ein Hotel gesucht und für teures Geld eine miese Absteige gefunden. Am Bryce Canyon selbst war alles dicht.

UTA5191.jpgDie ersten Vorboten vom Bryce kommen in Sicht.

UTA5196.jpgEndlich fahren wir den Berg hinauf und biegen nach links nach „Bryce City“ ab. Früher hieß das mal Bryce Canyon Village, hat sich aber mittlerweile heftig vergrößert. Statt des einen Hotels „Rubys Inn“ gibt es jetzt ein zweites Hotel, das Best Western Plus Bryce Canyon Grand Hotel.

UTA5205.jpgUTA5206.jpgWir haben mit unseren Punkten eine Freinacht ergattert und durch unseren Diamond Status ein größeres Zimmer. Größeres Zimmer? Fast schon ein Palast mit Wohnzimmer und Schlafzimmer, „Küchenbereich“.

UTA5203.jpg UTA5201.jpgGut gelaunt fahren wir noch in den Park, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen. UTA5208.jpg UTA5232.jpg UTA5210.jpg UTA5247.jpgAls die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, düsen wir zurück. Denn erstens brauchen wir was zu Essen und zweitens hatte ich mein Stativ in der Reisetasche gelassen. Gesättigt mit ein wenig Fast-Food fahren wir nach 20 Uhr nochmal in den Park, um ein wenig Sterne zu fotografieren. Sieht schon toll aus, die Milchstraße über dem Bryce Canyon. Und der Mond leuchtet brav den Canyon an.

UTA5290.jpgUTA5279.jpgUTA5291.jpgAuf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Schwenker in die Halle des Rubys Inn, dem ehemals ersten Hotel am Platze, weil wir da früher mal übernachtet hatten. Auch hier eine imposante Hotelhalle.

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Und, wie es sich für ein Touristenziel gehört, die obligatorischen Andenkenläden, aufgereiht in einer Mini-Westernstadt.

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