17.06.2018 – Buckskin Gulch – Edmaiers Secret

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert – auch wenn wir ihn ausführen. Für heute auf der ToDo-Liste stand der Buckskin Gulch (zumindest zu Anfang) und von dort aus in eine Gegend, die Edmaiers Secret genannt wird. So secret ist sie mittlerweile nicht mehr durch das Internet, aber die Ranger bemühen sich immer noch, die Informationen nicht zu großzügig rauszurücken.

Wir fuhren 38 Meilen auf der 89 Richtung Page bis zur House Rock Valley Road. Dort sollte es 4.6 Meilen bis zum Trailhead des Buckskin Gulch gehen. Noch die letzte Reifenpanne im Gedächtnis hoppelte ich so vorsichtig wie noch nie über die Dirt Road.

Der Trail vom Parkplatz war gut ausgeschildert und lief geradewegs durch das Flussbett.

Blümchen am Wegesrand (mit Bienchen) verschönerten die Wanderung.

Auch Kakteen ließen sich nicht lumpen.

Laut runtastic liefen wir entweder durch oder parallel zum Flussbett ca. 2,6 Kilometer, als links ein breiter, sandiger Wash abzweigte.

Diesem folgten wir eine Weile, bis sich unser erstes Ziel, die Brainrocks, vor uns auftürmten.

Diese erstiegen wir (zu laufen sind sie ähnlich gut wie die Felsen bei Yant Flat) und gönnten uns auch im Schatten (soweit möglich) eines Felsens ein Päuschen.

Danach ging es weiter nach oben und die Felsenlandschaft offenbarte sich in ihrer ganzen Schönheit. Besonders faszinierend fand ich die absolut filigranen „Finnen“ aus Sandstein, die durch den Wind geformt worden waren.

Wir kletterten von oben nach unten und wieder nach oben. Immer darauf bedacht, bei den dünnen Scheiben nichts abzubrechen und auf der anderen Seite auch nicht auf die Kleinstlebewesen, Cryobiotic Soil, zu treten.

Dann die Überraschung des Tages: Plötzlich tat sich ein Tümpel auf, der sich farblich toll von der restlichen Farbgestaltung abhob. Und darin, oh Wunder: Einige zig Kaulquappen strampelten sich ab.

Zurück wählten wir dann einen anderen Weg durch die Felsen und immer neue Formationen taten sich vor uns auf.

Dann wieder zurück über die Brainrocks.

Der Wash mit seinem tiefen Sand machte uns naturgemäß zu schaffen, so dass wir am Ende der ca. 9 km langen Wanderung auch unsere vier Liter Wasser verbraucht hatten.

Die beste Wanderin von allen kämpfte sich den Hügel zum Auto hoch. Bei mir hatten nach einer gewissen Zeit die Beine in eine Art „Auto-Modus“ geschaltet, d. h. sie wollten immer weiter laufen. Vielleicht habe ich auch nur wie ein Pferd das Wasser im Auto gewittert…

Was mir – by the way – in diesem Urlaub immer wieder auf- und gut gefiel, war das noch vorhandene viele Grün der frischen Pflanzen.

Auf nach Hause, die Dusche wartet und ein leckeres Abendessen auf der Veranda im Licht der untergehenden Sonne.

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