05.06.2018 – Fahrt zum Bryce Canyon – Red Canyon

Nun dürfen wir unsere gemütliche Hütte in St. George verlassen. Wir haben uns sehr daran gewöhnt und es hat uns gut gefallen. Besonders positiv zu vermerken war die sehr dezente und doch effektive Klimaanlage, die die Vermieter auf ca. 25°C eingestellt hatten und wo es keiner Nachregelung bedurfte. Auch die Einrichtung war genau das, was man in einer gut ausgestatteten Ferienwohnung erwartet. Nicht ganz optimal war der Internet-Anschluss. Speziell die Upload-Geschwindigkeit schwankte zwischen 580kb/sek und 5kb/sek. Es ließ sich auch nicht herausfinden, woran es lag. Da das Problem auch nur temporär auftauchte, war unsere Vermietungsfirma leider nicht in der Lage, den Engpass zu lokalisieren und zu beseitigen. Und die Bestuhlung auf dem Balkon und am Esstisch war zwar hochmodern, aber unter „bequem“ stellte ich mir etwas anderes vor.

Bevor wir St. George verließen, machten wir noch zwei letzte Stopps im Walmart und bei Costco, um wirklich frisches Gemüse und Obst zu bunkern und den Tank noch einmal randvoll zu machen (2,97 USD/Ga). Dann ging es über die übliche Strecke in Richtung Zion. Über Cedar City wäre es laut Google Maps schneller gewesen, aber wir wollten auch die Landschaft genießen.

In Rockville auf der 9 musste ich noch einmal anhalten, um endlich dieses wunderschöne Häuschen zu fotografieren.

Als wir mal wieder vor dem Tunnel im Zion Nationalpark standen, nötigte mich meine Gattin, doch noch eiiiiin Foto zu schießen.

Nach dem Tunnel blieb es nicht bei einem Foto. Man kommt auf rotem Teer durch eine wunderschöne Felsenlandschaft, der das Fotografenherz einfach nicht widerstehen kann. Immer wieder mal zwischendurch stoppen war einfach unabdingbar.

Außerhalb des Parks wurde es dann wesentlich weniger spektakulär, aber nicht unbedingt unschöner.

Wir durchquerten die Stadt Hatch (wer kennt sie nicht?)

und irgendwann kamen die roten Felsen des Bryce Canyon in Sicht. Zuvor gelagert ist ja der Red Canyon mit ganz besonders intensiven roten Farben. Hier werden wir auf jeden Fall mal ein bisschen mehr Zeit verbringen. Immerhin haben wir sechs Nächte im Best Western Rubys Inn gebucht. Allerdings in einer außergewöhnlichen Konstellation: Die ersten 3 Nächte verbringen wir (gegen Geld) in einer 2-Bedroom-Suite, ordentlich, großer Kühlschrank, schon ein bisschen abgewohnt, aber OK. Die weiteren drei Nächte verbringen wir mit Best-Western Punkten im Haupthaus direkt am Pool.

Nachdem unsere komplette Eiskiste aus- und der Kühlschrank damit eingeräumt war, ließen wir die Kaffeemaschine Marathon laufen (ist ja erst 16 Uhr) und legten ein kleines Päuschen ein.

Jetzt noch zum Event des Abends. Schon soooo oft waren wir auf dem Weg von und zum Bryce Canyon durch den Red Canyon gefahren, der ca. 10 Meilen westlich vom Bryce liegt. Wunderschöne rote Felsen, die Lust auf den Bryce machen. Und wir hatten nie die Zeit, diese Gegend näher in Augenschein zu nehmen. Aber heute konnten wir. Das Visitorcenter der Forest-Verwaltung hatte bis 18 Uhr geöffnet und die freundliche Dame empfahl uns einen ca. 2,4 Meilen langen Roundtrip. Zu Anfang war dieser auch noch leidlich ausgeschildert, aber das verlief dann mehr oder weniger im Sande.

Manchmal kamen wir total ab von der Route, um uns in einem wunderschönen Felsengewirr wiederzufinden.

Who needs Bryce Canyon? Schön vor allen Dingen auch, weil uns während der ganzen Wanderung insgesamt vier Leutchen über den Weg liefen. Das schafft man im Bryce locker innerhalb von 4 Minuten.

Die Sonne neigte sich langsam dem Horizont zu und tauchte die roten Felsen in ein warmes Licht.

Doch halt, was ist das? Lädt Smokey the Bear meine Göttergattin zum Tanzen ein? Gut, dass sie ihre Tanzschuhe gerade nicht dabei hatte.

Wir machten uns auf den Weg zum Hotel,

um vor dem hauseigenen See auf der Ladefläche des Pickups das Abendessen und den Sonnenuntergang zu genießen.

Nicht viel gemacht, aber trotzdem ein toller Tag.

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