18.05.2019 – Canyonlands National Park

Der Berg ruft. Zumindest, wenn man aus dem Fenster schaut. Die Manti La Sals leuchten.

Eine Information, die zwischendurch als Frage reinkam: Haben die denn in den USA kein vernünftiges Brot? Genau genommen bekommt man in den meisten Supermärkten Toastbrot in den verschiedensten Ausfertigungen, welches getoastet wie getoastetes Toastbrot schmeckt. In früheren Jahren haben wir auch in einem Safeway mal Lieken Urkorn gesehen.

Vor ein oder zwei Jahren wurden wir dann bei Costco fündig. Hier gibt es für 6,99 USD einen Doppelpack eine Art Körnerbrot. Das ist griffig, halbwegs knautschfest und schmeckt wie ein normales Körnerbrot.

Aber kommen wir zu unserem Tagesziel in der Überschrift. Gegenüber dem Arches National Park liegt der Canyonlands National Park. Für mich einer der schönsten Parks überhaupt. Er ist im Vergleich zum Arches groß und teilt sich in drei Teile auf: Den Needles District, die Maze und Island in the Sky. Während die Maze für Fahrzeuge nahezu unzugänglich ist und sich der Needles District hauptsächlich dem Wanderer erschließt, kann der letzt genannte Teil gut mit dem Auto befahren werden.

Nördlich von Moab biegt man nach links auf die 313 ein, lässt die Jeep-Trails links liegen und klettert in die Berge hoch. Nach kurzer Zeit kommt man zu einem Abzweig, der zum Dead Horse Point State Park führt. Den konnten wir natürlich nicht außer acht lassen und fuhren die wichtigsten Punkte an.

 
 

Danach ging es in den National Park, wo wir als erste kleine Wanderung die Mesa Arch vorgesehen hatten (sind wohl noch die Nachwirkungen vom Arches National Park, dass wir direkt wieder zu einem Bogen müssen). Auf dem Weg dahin wieder wunderschöne Kakteenblüten und dann die Arch selbst.

Sie macht bei normalem Tageslicht nicht soviel her. Aber wenn man sich die Mühe macht, zum Sonnenaufgang hierher zu kommen und sich den Platz mit 50-60 anderen Foto-Enthusiasten (-Verrückten) teilt, kann man einen Sonnenaufgang mitbekommen, der seinesgleichen sucht.

Wir begnügten uns mit der Daytime-Version und suchten uns danach ein Plätzchen für ein Picknick. Ein kleiner Zaungast wartete schon darauf, dass etwas vom Tisch herunterfiele. Zum richtigen Betteln sind diese Tierchen zu vornehm.

Weiter ging es zum Grand View Point, der, wie der Name schon sagt, einen der großartigsten Ausblick in diesen Park bietet.

 
 
Weiter geht es mit Blick auf die Berge zur Rechten, bis wir zum Green River Overlook kamen.

Diesen Aussichtspunkt habe ich für mich zum schönsten Punkt der Erde auserkoren und kein Foto kann diesem Eindruck auch nur andeutungsweise gerecht werden. Deshalb stellte ich einfach nur die Kamera aufs Stativ und ließ zwei Zeitrafferaufnahmen von je einer halben Stunde laufen, während ich einfach nur in die Landschaft starrte, sie in mich aufsog und die Stille genoss.

Mittlerweile war es 16.30 Uhr geworden und über die „Schnellstraße“ hätte es auch einige Zeit gedauert. Aber uns fehlte noch „Action“, die Butter zum Brot. Also bogen wir direkt ausserhalb des Parkeinganges auf den Shafer Trail ein. Eine Jeep Route, die direkt an der Felswand nach unten führt und meiner Mutter einiges abverlangte. Aber Aussteigen und Laufen kam auch nicht in Frage.

 
Immer wieder kamen uns andere Fahrzeuge auf dem Weg nach oben entgegen und wir warteten höflich an einer Ausweichstelle, bis sie vorbei waren. Bei der Gelegenheit stellte ich auch fest, dass sich unser F150 sehr gut in den engen Kehren machte. Scheint einen relativ kleinen Wendekreis zu haben.

Etwas tiefer im Tal erwarteten uns tolle Ausblicke, wie man sie von oben nie haben würde.

 
 

Zwischendurch sieht man immer wieder Camper, die es sich über das Wochenende bequem gemacht haben (hier klevererweise sogar direkt mit Klohäuschen).

Der Weg entsprach stellenweise dem, was man von einer Jeeproute erwartet und ich fuhr auch gaaanz vorsichtig, um meiner Mutter die Sorge zu nehmen, es könnte was am Wagen kaputt gehen.

Im Tal kommt man dann an den großen Becken zu Pottasche-Gewinnung vorbei. Aus tiefen Schichten wird die Pottasche mit Wasser aufgelöst, nach oben gepumpt und dann in den Salzbecken zum Trocken „ausgelegt“.

Das im Vordergrund ist schon auskristallisiertes Salz.

Am Colorado angekommen, ging es endlich auf einer asphaltierten Straße weiter und man hatte einen tollen Blick auf das Colorado-Tal.

Und auch, welche Outdoor-Aktivitäten noch von Moab aus angeboten werden: Klettern an den steilen Felsen. Da komme ich mir mit meiner Liebe zu Backroads noch fast normal vor.

In Moab angekommen, erstmal in den Supermarkt, diverse Lebensmittel und etwas Fleisch für den Grill.

Was ein wunderschöner Tag.

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