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26.05.2026 – Rückflug nach Frankfurt – Resumée

Aufgrund eines Anrufs aus der Heimat war die Nacht unserer Abreise um zwei Uhr zu Ende. Dann holen wir den Schlaf im Flugzeug nach. Letzte Gegenstände werden in die Koffer gepackt. Es ist doch mal wieder mehr geworden als geplant. Aber immerhin: Mein Koffer mit dem schweren Stativ und den M&Ms wiegt nur ca. 66 Pounds. Der meiner Göttergattin 70,5 Pounds. Ob das mal gut geht? Dafür wiegt mein Fotokoffer alleine schon 20 kg. Gut, dass bei United das Handgepäck nicht gewogen wird.

Hotel Checkout ist schnell erledigt, 0 Euro/USD für zwei Nächte, wir hatten mit Punkten bezahlt.

Jetzt nur noch den Dicken vollenden und abgeben. Nach der gestrigen Erfahrung mit einer öffentlichen Tankstelle wollte ich es heute besser machen und suchte mir den nächstgelegenen Costco raus. Die Idee hatten nach dem Feiertag auch andere Washingtonians gehabt. Bis weit auf die Straße hinaus ragte eine lange Schlange. In der hätten wir es heute nicht mehr zum Flughafen geschafft. Also abdrehen und die nächste öffentliche anfahren. Ich hätte erwartet, nach ca. 60 Meilen gefahrener Strecke 3-4 Gallonen wie beim letzten Mal nachzufüllen. Aber unser Vormieter hatte es mit dem Volltanken nicht so genau genommen und so schluckte der RAM über 8 Gallonen. Und das zu einem Preis von über 6 USD/Ga.

Bei Hertz ging alles problemlos und wir wuchteten unser Gepäck zum Checkin Schalter. Der freundliche Mann zog ein wenig die Augenbrauen hoch und meinte, die 70,5 Pfund wären das äußerste, was er noch durchgehen lassen könne. Und hob sich fast einen Bruch dabei, den Koffer auf das Gepäckband zu laden.
Wir stiefelten durch die Security und da bei der Röntgenkontrolle ein Mitarbeiter meinen Fotokoffer vom Bund hob, um das Notebook zu entnehmen, erntete ich mitleidige Blicke. Aber solange man den Koffer nur ziehen muss, ist alles in Ordnung. In der United Lounge versuchte ich dann meine Uploads fortzusetzen, aber das Internet hier war – aufgrund der vielen Besucher? – noch instabiler als im Hotel. Endlich konnten wir den Flieger besteigen, eine  Maschine von United Express, ein kleiner Hüpfer. Vorteil: Auf der linken Seite war die Bestuhlung einreihig, d.h. wir konnten hintereinander beide am Fenster sitzen. Nachteil (nicht wirklich): Die Gepäckkompartimente sind so klein, dass ich Angst hatte, mein Fotokoffer würde nicht hineinpasssen. Tat er aber zum Schluss doch.
Ein weiterer Vorteil dieses Fluges war die Tatsache, dass er via Starlink komplett mit kostenlosem WLAN ausgestattet war.
Aber dafür waren wir mit einer Stunde Verspätung erst in der Luft. Man sieht die Schlange der Flugzeuge, wie sie auf die Startgenehmigung warten.
Der Flug war trotz der kleinen Maschine recht ruhig und wir hatten beide beim Start einen sehr guten Blick auf unser gestriges Ziel, Vashon Island.
Während des weiteren Fluges grüßt von der Landseite der Mt Rainier.
Und als wir kurz vor der Landung sind, haben wir einen fantastischen Blick auf San Francisco und die Oakland Bay Bridge.
Die United Polaris Lounge im Terminal G war schnell gefunden und schon bald konnten wir uns unter anderem an grünem Spargel und Lachs laben.
Allerdings klappte auch hier das WLAN nicht, so dass ich mich hier auf das Laden meiner Geräte beschränken musste. Aber das werde ich auch überleben. Die Welt lebt nicht vom Internet allein.
Schließlich sitzen wir im Flieger nach Frankfurt. Aber die Pannenserie reißt noch nicht ab. Aufgrund eines mechanischen Defektes und dem dazugehörigen Papierkrieg starten wir ca. zwei Stunden später.
Es ist mittlerweile dunkel geworden und wir können uns SFO bei Nacht anschauen.
Bis dahin habe ich schon einen kompletten Film durchgeschaut und warte sehnsüchtig auf das Essen, damit ich danach schlafen kann. Wegen heftiger Turbulenzen verzögert sich auch dieses und ich kann mich danach endlich in Morpheus Armen wiegen. Ungefähr eine Stunde 20 Minuten später als geplant setzen wir dann bei schönstem Wetter gegen 16.30 in Frankfurt auf. 31°C. Gut, dass ich die Felljacke angezogen habe. Die lässt sich schnell ausziehen. Mein Koffer ist als einer der ersten auf dem Band, nur der von Karin lässt gefühlt eine Stunde auf sich warten. Aber dann ist er endlich da.
Jetzt müssen wir zum Terminal 3, weil unser Auto im Parkhaus bei “Economy Parken” steht. Wir machen uns auf den Weg. Letztes Mal sind wir ja mit dem Skytrain “gerumpelt”, also orientieren wir uns diesmal (wir sind noch etwas müde) an den Schildern zur AirRail. Bis mir dann irgendwann aufgeht, dass damit das deutsche Zug zum Flug gemeint ist und nicht der Skytrain. Aber Terminal 3 ist wenigstens ausgeschildert. Das sollte dann zum Zug führen. Wäre echt schön. Aber wir sehen nur die Schilder: Skytrain fährt nicht, Schienenersatzverkehr ab Busbahnhof. Also wieder zurück. Wir quetschen uns in den natürlich nicht klimatisierten Bus (wir sind schließlich in Deutschland) und der Fahrer rast mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die Straßen, bis er uns vor dem Parkhaus absetzt.
Von Economy Parken hatten wir die Info bekommen, dass unser Auto auf Ebene 4 steht, Abschnitt E. Fotografiert hatte ich unsere Wagen mit der Stellplatznummer 138. Aber auf der 4. Etage gibt es weder einen Abschnitt E noch einen Nummernkreis mit unserem Dicken. Wir und noch eine andere Familie irren bestimmt eine halbe Stunde durch die Gänge, bis wir die Info bekommen, dass die Sektion E in einem Parkhaus hinter unserem Aufenthaltsort liegt. Danach geht es echt schnell. Die schweren Koffer werden auf die Ladefläche geschoben und schon zwei Stunden nach dem Touchdown sind wir auf dem Weg zur Autobahn.
Dank der späten Tageszeit rutschen wir in ca. 2,5 Stunden überall (auch durch Köln) gut durch und freuen uns auf eine Dusche und dann das eigene Bett.

Resumée

Jetzt sind wir wieder zuhause. Wir haben einen wunderbaren Urlaub hinter uns. Wieder viel Neues gesehen und auch einige altbekannte “Favoriten” besucht.

Wir waren in der Vorsaison unterwegs. Dies bedeutete für uns, dass einige Straßen und Pässe leider gesperrt waren. Aber dafür entgingen wir den großen Menschenmassen und – bedingt durch das Wetter – begegneten wir vielen Tieren, die wir im Sommer nicht gesehen hätten. Ein deutlicher Vorteil.

Vom letzten Urlaub hatten wir noch einen Jahrespass für die Stateparks von Washington, damals für 30 USD erworben. Der hat uns viel Freude gemacht, konnten wir doch einfach in beliebige Stateparks einfahren und picknicken oder die Schönheiten des Parks bewundern. Hat sich gelohnt.

Wenn man wie wir einige Stunden auf der Straße ist, achtet man logischerweise auf Autos, die einen überholen oder entgegenkommen.

In meinem speziellen Fall die Trucks. Hier im Nordwesten sind viele dieser schönen Autos unterwegs. Mehr als im Süden? Kann ich nicht sagen. Es gibt ja mehrere Größen von Trucks. Zum einen die ganz kleinen, wie den Ford Maverick. Auf der mittleren Schiene rangiert mit weitem Abstand der Toyota Tacoma und bei den großen ist die Auswahl durchaus gemischt. Ford, Dodge, Chevrolet teilen sich den Markt (gefühlt) gut auf, ab und zu mischt sich ein Toyota Tundra oder ein Nissan Titan dazwischen. Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass hier gefühlt mehr Exemplare der “großen” Kategorie fahren. Also Ford F250, F350, Ram 2500 und größer und Silverado HD. Ist möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass der Wagen hier nicht hauptsächlich zum Ziehen eines Fifthwheel verwendet wird, sondern für die Rancharbeit.

Weiterhin fiel mir auf, dass in Montana und Idaho fast jeder dritte Wagen einen Bullenfänger (oder offiziell Frontschutzbügel) angebracht hat. Hier scheint es viel Wild zu geben, was am Abend in den Kochtopf kommt.

Kommen wir zu ein paar netten Details unseres aktuellen Wagens. Der Dodge RAM hat ja im Fußraum der hinteren Sitzreihe ein Fach im Boden, welches bisher genau meine Dicke Berta aufgenommen hat. Dieser Wagen hatte jetzt die Möglichkeit, nach Hochklappen der hinteren Sitze eine Klappe herunterzulassen, wodrauf wir die Koffer und alles andere verstauen konnten. Und unterhalb der Klappe blieb genug Platz für ein Objektiv und meine Schuhe auf meiner Seite. Auch eine gute Lösung.

Wie schon im letzten Jahr hatte meine Göttergattin beim 2500er RAM Probleme, auf die Ladefläche zu kommen. Also besorgten wir uns im ersten Walmart einen kleinen klappbaren Hocker, um ihr das Aufsteigen zu erleichtern. Wäre gar nicht nötig gewesen, denn unser Modell hatte unterhalb des hinteren linken Kotflügels eine Trittstufe, die man ausklappen konnte, um leichter auf die Ladefläche zu gelangen. Hätten wir das mal eher gesehen.

Der Spritverbrauch unseres Wagens lag über die 5616 Meilen (ja, wir sind viel gefahren, Montana ist groß, Washington ist groß) bei einem Verbrauch von ungefähr 16,6 mpg, das entspricht ca. 14,1 l/100 km. Das ist der übliche Wert, den wir bis her nicht weiter runterbekommen haben.

Insgesamt haben wir etwas über 1500 USD für Sprit ausgegeben. Der billigste lag bei 4,299 USD/Ga, der teuerste bei 6,099 USD/Ga.

In den allermeisten Fällen konnten wir es einrichten, bei Costco zu tanken.

Zum guten Schluss eine Anmerkung zum Economy Parken: Wir hatten uns für das Parkhaus entschieden, weil es ca. 40 Euro billiger war als der Platzhirsch. Diese 40 Euro haben wir uns hart erarbeiten müssen durch Lauferei und Schlepperei. Meine persönliche Meinung: Es ist das Geld nicht wert.

 

 

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