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12.05.2026 – Fahrt von Jerome nach Jackson

Heute morgen beschloss ich, mir an der Eiertheke ein Omlett machen zu lassen. War lecker. Zusammen mit den geschredderten Kartoffeln, den Würstchen und dem Toast die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wer weiß, wann es wieder was zu beißen gibt.

Jetzt geht es nach Jackson in Wyoming. Einige Stunden Fahrt liegen vor uns und wir beginnen mit dem Interstate Highway 84. Einen ersten kurzen Stop gönnen wir uns, um beim “Bridge Lookout” bei der Hansen Bridge einen letzten Blick ins Tal zu werfen, obwohl uns der Snake River noch den ganzen Tag begleiten wird.

Nach einigen langweiligen Stunden durch Wiesen, Auen und Felder (alles andere, was nicht bewässert wird, ist trocken) haben wir American Falls und Pocatello durchfahren und ein Potato-Museum links liegen gelassen. Es gibt sie also doch, die Kartoffeln in Idaho.

In Idaho Falls machen wir Halt am Riverside Park. Eingerahmt von Geschäften und einem alten Eisenbahnwaggon.

Hier fällt der Snake River über breite Kaskaden in kleinen Stufen ein paar wenige Meter tiefer. Beim jetzigen Wasserstand ein Schauspiel, welches wir in der Form noch nicht gesehen haben.

Der Himmel ist wolkenlos und blau, der Wasserstand hoch, wir fühlen uns wie im Urlaub. Ach ja, sind wir ja auch.

Danach ein paar Meilen weiter und wir stöbern kurz durch den hiesigen Costco, ein paar T-Shirts für meine Göttergattin bleiben hängen und ich packe mir eine Packung Tikki-Marsala in den Wagen. Am Imbiss-Stand gönne ich mir für 1,5 USD einen Hotdog incl. Softdrink und dann wird kurz getankt. 4,299 USD/Ga, ein super Preis.

Vollgetankt setzen wir uns dann auf die 26, um dem Snake River bis nach Alpine zu folgen. Hier liegt das Palisade Reservoir, ein riesiger Stausee, an dessen Ufer sich Alpine angesiedelt hat. Nur haben die jetzt aufgrund des niedrigen Wasserstandes (ich schätze, er ist 3-4 Meter unter dem Maximal-Level) einen sehr breiten Strand.

Kurz vor Alpine biegen wir auf die 89 nach Jackson ein, durch den Grand Canyon des Snake River. OK, ein hübsches Tal, aber Grand Canyon halte ich für etwas übertrieben.

Schließlich rollen wir nach Jackson rein, die “Großstadt” hat uns wieder. Wir nächtigen im 49er Hotel, ich hatte es aufgrund der Bezeichnung als etwas älteres Hotel eingestuft und eine mottenverseuchte Muffbude erwartet. Aber das Hotel ist groß, recht modern und wir bekommen ein schönes Zimmer sogar mit Küchenecke. Als wir unsere Koffer in die 2. Etage raufgewuchtet haben, gibt es für uns beide eine Salat-Bowl von Costco.

Jetzt wollen wir wieder auf die Straße, schauen, ob im Park im Abendlicht Tiere und Natur zu bestaunen sind. Los gehts.

Wir fahren zuerst durch Jackson, altbekannt mit seinen schönen Häusern.

Und natürlich dem Town Square mit den Geweihbögen.

Einige Meilen sind es bis zum Park, aber die Straßen in unserer Richtung sind relativ leer. Dort, wo der Park beginnt und das Eingangsschild steht, kann man auch etwas anderes als den großen Marker fotografieren, wo draufsteht “Grand Teton National Park”. Nämlich die Tetons selbst.

Als erstes drehen wir eine Schleife um die Jenny Loop, nach dem gleichnamigen See benannt.

Etwas weiter im Norden machen wir ähnliches, am Jackson Lake. In Willow Flat, einem der Tierparadiese, stoßen wir auf: Nichts. Keine vierbeinigen Freunde, Käfer und Fliegen zählen nicht.

Also weiter zum Oxbow Bend, einem sicheren Garant für Bären, Elche und alles andere. Wir machen es uns auf der Ladefläche bequem, aber meine Göttergattin hat nach kurzer Zeit zuviel Angst vor der heimischen Tierwelt, speziell Mücken, und verschwindet im Wagen. Ich versuche, genau dieses etwas länger herauszuzögern, indem ich zuerst eine lange Hose und dann eine langärmelige Jacke anziehe. Und meine Geduld wird belohnt. In weiter Ferne taucht zumindest ein Elk-Bulle auf. Aber dabei bleibt es auch schon.

So schön, wie die Sonne in die Flussschleife reinscheint, muss ich einfach ein Panoramafoto machen.

Und es ist doch herrlich, wie sich die Berge im Fluss spiegeln.

Langsam verschwindet die Sonne hinter den Tetons und wir sind auf dem Rückweg. Recht schmal die Ausbeute. Plötzlich rechts auf einer Wiese endlich eine größere Anzahl an Hirschen etc.

Nachdem ich auch hier ein paar Fotos geschossen habe, ist es endgültig zu dunkel für einen guten Schuss und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Ab und zu taucht Dammwild direkt neben uns auf der Straße auf, als wüssten sie, dass ich sie nicht mehr fotografieren kann.

Als wir dann um kurz nach 21 Uhr im Hotel landen, wird noch schnell als Belohnung das Original Tikki Marsala Chicken vom Costco warmgemacht. Ein echter Genuss.

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