30.05.2019 – Joshua Tree National Park

Gehen wir heute mal unsere stacheligen Freunde besuchen. Nördlich von Palm Desert zieht sich ein Landstrich hin, der erst vor nicht allzulanger Zeit zum Nationalpark erklärt wurde – der Joshua Tree National Park.

Kaum aufgewacht, mal einen Blick in unseren Vorgarten. Nett.

Nach einem guten Frühstück – built to order – wurde ich von der besten Vogelkundlerin von allen ganz aufgeregt herbeigerufen: Direkt vor dem Hotelzimmer meiner Mutter befand sich in Augenhöhe ein Kolibri-Nest.

Als die Eltern gerade mal wieder berufstätig waren, warf ich einen schnellen Blick mit der Kamera hinein. So groß wie ein M&M, nur in weiß, lag da ein winziges Ei.

Kurze Zeit später kehrte ein Elternteil zurück und hockte sich vorsichtig auf das gute Stück.

Jedem sein Job. Meiner war es, Urlaub zu machen. Wir fuhren durch das sonnige Palm Desert

auf dem Highway hin zum südlichen Eingang des Parks und von dort zum Cottonwood Visitor Center.

Die in meinen Augen drei großen Attraktionen dieses Parks bestehen im Cholla Cactus Garden, den riesigen Felsbrocken, die überall ziemlich ungeordnet in der Gegend rumliegen und natürlich den Joshua Trees.

Wenn man sich von Süden nach Norden vorarbeitet, kommt man unweigerlich an einem riesigen Feld mit Cholla Kakteen (auch bekannt als Teddybär- oder jumping Kaktus).

 
 
Inmitten dieser Kakteen lief uns plötzlich eine Eidechse über den Weg, wie wir sie noch nicht gesehen hatten. Neugierig und kein bisschen ängstlich posierte sie, wohl wissend, einen guten Fotografen vor der Nase zu haben (über die Rechte ihrer Fotos müssen wir uns noch einigen).

 
Dann an einigen Stellen größere Anhäufungen kleiner Chollas. Ratten benutzen sie, um ihre Löcher vor Feinden zu schützen. Sehen putzig aus, diese Knäul, aber anfassen würde ich sie nicht.

So plötzlich, wie die Chollas angefangen hatten, hörten sie auch wieder auf. Es ging in die Felsenregionen, die noch hübscher aussehen, wenn sie mit einem JT im Vordergrund geschmückt werden.

Einer der bekanntesten Felsen ist der Skull Rock. Selbst ich konnte ohne Nachhilfe erkennen, was er darstellen sollte.

Von dort aus liefen wir einen kleineren Trail. Die Temperatur hatte sich auf angenehme 28 °C eingependelt, war gut zu laufen.

 
 
 
Immer wieder faszinierend fand ich die runden Knubbel, die aus fast allen JTs zu Hauf wuchsen, vermutlich Samenkapseln.

Im Hidden Valley gingen wir dann nochmal auf einen kürzeren Trail, um JTs und Felsen zu bewundern.

 
 
 
 
Auf dem Weg war uns immer wieder so rotes Zeugs aufgefallen, was wir nicht einordnen konnten. Wir hatten schon Umweltsünder im Verdacht, aber eine andere Wanderin klärte uns auf: Das sei eine Art Pilz oder Parasit.

Und dann zum ersten Mal eine Blüte eines Cholla Kaktus. Entweder waren sie bisher zu weit weg, oder die Sonne schien nicht hinein oder oder oder.

Fast zum Schluss machten wir noch einen Abstecher zum Keys View. Hier hatten wir vor zwei Jahren mal einen fantastischen Sonnenuntergang erlebt. Aber der Dunst ließ mich befürchten, dass es heute nichts damit werden würde.

 
Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße eine Allee von JTs

und direkt vor uns hatte sich eine Klapperschlange zum Zwecke der Verdauung (man sah deutlich ihren dicken Bauch) auf die Straße gelegt.

Vorsichtig umfuhren wir sie und düsten durch bis zum Cholla Garden. Karin machte es sich auf der Ladefläche gemütlich

und ich spazierte zum Sonnenuntergang durch die Chollas, um verschiedene Blickwinkel für den Sonnenuntergang einzufangen.

 
 
 
 
 
Als die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, fuhren wir gen Süden. Ein Blick in den Rückspiegel zeigte allerdings, dass es doch nicht so schnell gehen würde mit dem Heimkommen.

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