31.05.2019 – Südlich vom Palm Desert

Was macht man in einem Sonnenkurort, wenn man keine Lust zum Kuren hat? Man schaut in die Karte und findet heraus, was die Umgebung zu bieten hat. In unserem Fall sollte es in der Nähe sein, da wir den Nachmittag zum Entspannen und Packen nutzen wollten (Reihenfolge steht noch nicht fest). Die Karten zeigten, dass in direkter Nähe das Santa Rosa und San Jacinto Mountains National Monument liegt. Und da wir mit den „kleinen“ National Monuments gute Erfahrungen gemacht hatten, stiefelten wir rein und holten uns Karten und einen Straßenzustandsbericht ab. Eigentlich hatten wir vorgehabt, von Palm Desert aus auf der 74 bis zur Abzweigung zur 243 zu fahren und auf dieser weiter um den Berg rum bis zum Interstate 10 und von da aus wieder zurück. Aber die Rangerin meinte, dass die 243 aufgrund eines Lochs in der Straße komplett gesperrt sei, aber wir könnten ja mal schauen.

Also fuhren wir die gewundene Straße den Berg hinauf, in immer höher schraubenden Kehren. Warfen ab und zu einen Blick nach unten in die absolut dröge Landschaft.

Die Straße trägt auch den Namen Pines to Palmes Highway. Und als wir oben waren, erkannten wir auch, warum. Die Landschaft hatte sich total gewandelt, es wurde grüner, Ranches reihten sich aneinander und die Bäume und Büsche zeigten ein sattes Grün.

 
 
Als wir ein Schild mit der Aufschrift „Hemet Lake“ sahen, bogen wir direkt ab und wurden nicht enttäuscht. Erwartungsvoll wurden wir von einem fetten Squirrel begrüßt, mussten seine Bettelversuche aber abschlägig bescheiden.

Der See selbst dürfte zur Hochsaison gut bevölkert sein, heute war der Campground so gut wie leer. Unverständlich, ist es doch Freitag und die Temperatur war mit 22 °C lockere 10-13 Grad kühler als im Tal.

 
Aber ein anderer Zaungast hatte sich noch eingefunden. Eine Schlange (genauen Namen kenne ich nicht, aber es war keine Klapperschlange) bewegte sich gemächlich über den Boden. Merkwürdig an ihrer Fortbewegungsweise fand ich, dass es nicht das übliche „Schlängeln“ war. Sie ruckte mit dem Kopf immer nach vorne und zog dann den Körper nach. Ich benutzte meine 500mm-Linse, um in sicherem Abstand zu bleiben.

 
 
Man weiß ja nie, ob die Viecher schon gefrühstückt haben.

Weiter ging es auf der 243. Hier hatte (vermutlich im letzten Jahr) ein Waldbrand gewütet. Überall schwarze Bäume, dazwischen kamen die ersten Wildblumen wieder hervor.

 
Und als wir dann sahen, wie nahe das Feuer vor dem Städtchen Idyllwild Halt gemacht hatte, konnte ich mir ungefähr vorstellen, wie plümerant den Bewohnern dieses 3870 Seelen-Dorfes zumute gewesen sein muss. Und wie dankbar sie den Firefightern waren, die wahrscheinlich Schlimmeres verhütet haben.

 
 
 
 
Es ging auf der gleichen Strecke zurück. Und in der anderen Richtung sieht die Gegend ja gleich soooo anders aus…

 
Zurück in Palm Desert machten wir Halt beim Panda Express und legten uns anschließend ein Stündchen aufs Ohr, um danach mit frischen Kräften ein Packorgie zu beginnen. Diese ist JETZT schon nötig, damit wir wissen, was wir (bzw. die beste Shopperin von allen)  morgen im Laufe des Tages noch alles einkaufen dürfen.

 

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