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22.09.2026 – Tucson

Chillen [ˈtʃɪlən]. Die Fähigkeit, nichts zu tun, ohne sich dabei zu langweilen. So oder so ähnlich könnte man unsere Stimmung heute morgen beschreiben. Wir konnten uns nicht aufraffen, sofort nach dem Frühstück in den Sonnenaufgang zu reiten. Ok, der war sowieso schon vorbei. Als wir schließlich das Hotel verließen, war es zwischen 11 und 12 Uhr. Meine Göttergattin hatte direkt gegenüber von unserem Hotel einen Ross gesehen und ihre innere Stimme sagte ihr, dass es dort einen erfolgreichen Beutezug gegeben könnte. Die Stimme hatte sie nicht getrogen. Einige gute Stücke und eine erleichterte Kreditkarte später verließen wir mit vollgepackter Rücksitzbank in Richtung Downtown Tucson.

Zuerst stießen wir auf diese schöne alte Kirche, die St. Augustin Cathedral.Nebenan dieser hübsche Torbogen.
Dann wollten wir zum Barrio Viejo = dem alte Stadtviertel. Es war als Viertel mit alten Häusern besonders hervorgehoben worden. Die Angaben zur Location waren insgesamt recht vage und so stellten wir uns am der S Main Street auf einen kostenlosen Parkplatz und wanderten an der Strecke entlang.

Es gibt dort wirklich viele schöne alte Häuser und genauso viele Schilder auf englisch und spanisch künden von der Historie der teils schön renovierten Mauern.

Schließlich stießen wir auf ein schönes altes Gebäude, welches sich als das Presidio entpuppte, inkl. Visitor Center.

Wir kamen dort mit Daniel ins Gespräch. Er erzählte uns, dass Presidio für Fort stände und wir auf dem Gelände der Gründungstätte der Stadt Tucson.

Wir wanderten ein wenig umher und kehrten dann zum Auto zurück. Die Temperatur bewegte sich trotz bewölkten Himmel immer zwischen 90 und 109 Grad Fahrenheit, also mollig warm.

So richtig Lust hatten wir nicht, um noch ein komplett neues Ziel anzufahren und so suchten wir uns auf dem Weg zu Gates Pass einen Burger King und ließen uns eine kleine Zwischmahlzeit schmecken. Zum Pass sind es dann nur noch 15 Minuten, aber zu früh dort zu sein schadet nicht wegen der wenigen Parkplätze. Da passte es gut, dass wir bis zum Sonnenuntergang ein kleines Nickerchen einlegen konnten.

Langsam bewegte sich die Sonne die Sonne auf den Horizont zu.

Und damit beginnt für jeden Fotografen der arbeitsreichste Teil des Tages. Eine Kamera mit einem Teleobjektiv bewaffnet, holt man die entfernt liegenden Bergketten, die im Dunst hintereinander liegen, näher heran.

Oder fängt das ganze Tal mit immer intensiver gefärbtem Himmel als Ganzes ein.

Oder man sucht sich ein besonders hübsche Fleckchen, wo die Kakteen in einer kleinen Senke stehen und einen wunderbaren Vordergrund zur untergehenden Sonne und den tollen Wolkenformationen bilden.

Und macht dann alle paar Minuten zur Kontrolle wieder ein Foto. Denn es könnte ja sein, dass es noch besser aussieht als die vorigen.

Irgendwann begann die Sonne dann, sich hinter den Bergen zu verstecken, bis sie ganz verschwunden war.

Alle Anwesenden waren sich einig: Arizona sunsets never dissappoint. Jetzt müssen wir nur noch nach Hause bzw. zum Hotel. Eigentlich war der Plan, noch kurz bei Costco vorbeizufahren, um zu tanken, aber als ich die Schlange dort sah, beschloss ich, die Zeit besser für die Bearbeitung der Fotos zu verwenden und das Tanken auf morgen zu verschieben.

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