Nun hat es uns auch mal erwischt. Nachts hörten wir es plätschern (Karin wegen aufkommender Erkältung, meine Wenigkeit wegen zuviel Flüssigkeitsaufnahme am Abend), aber das ist in diesen Breiten nichts Außergewöhnliches.
Das Frühstück konnten wir noch an üblicher Stelle bei Sonnenschein erleben, aber dann zog es sich langsam zu. Also was tun? Unsere Lebensmittelvorräte, speziell die Papayas neigten sich dem Ende zu und unser Tank stand langsam schon auf Reserve.
Also ab nach Hilo, vielleicht noch ein wenig shoppen.
Den Farmers Market hatten wir schnell abgegrast, 10 Papayas für zwei USD, 2 Beutel Tomaten für 4 USD und zwei Bündel Bananen für insgesamt 4 USD.
Das war noch der billige Teil. Da der Regen immer noch fröhlich vor sich hinströmte, beschlossen wir, die Mitarbeiter/innen von Ross dress for less glücklich zu machen. Während Karin sich mit einer Energie dort austobte, die man ihr bei der Erkältung gar nicht zugetraut hätte, übermannte mich die Müdigkeit und ein Nickerchen hat gut getan.
So sah es übrigens vor unserem Einkauf dort aus.
Danach war auch schon wieder Zeit für die Mittagspause (Karin war seeeehr erfolgreich bei Ross, ich glaube, sie haben direkt auf dem Festland angerufen und einen Container Klamotten nachbestellt).
Die Bucht von Hilo liegt selten in der Sonne, aber es ist auch bei schlechtem Wetter gemütlich, an den Strand zu fahren und das Mittagessen zu genießen.

Nach der Pause erstmal Tanken. Die billigsten Tankstellen sind eindeutig Tesoro (in Hilo)

und (wie wir hinterher feststellten, Safeway mit 3,919 USD). Allerdings kann man noch mehr sparen, wenn man vorher dort richtig viel Geld lässt. Dann gilt das Schild (welches witzigerweise auf dem Grundstück einer
Chevron-Tankstelle steht).
Anschließend noch kurz in den Walmart, weiter Vorräte ergänzen und ab Richtung Puna.

Der Typ mit seinen mächtig breiten Schultern sah so komisch aus, den mussten wir einfach auf die Platte bannen.
Gegen 17 Uhr hatten wir es dann auch nach Hause geschafft und es sah so aus, als wäre das Wetter auf der Puna-Seite doch ein wenig besser. Und auf unserer ToDo-Liste stand noch eine Straße (OK, ich übertreibe ja ganz gerne mal, aber die Karten schrieben „4 wheel drive ROAD“, die Beach Road), welche weiter im Osten in der Hawaiian-Beaches Area auskommt. Um es kurz zu machen, dieser schlechtere Feldweg verdient den Begriff „Straße“ wirklich nicht und wir waren froh, unseren Jeep dabei zu haben. Vor einigen Jahren waren wir mal mit einem Dodge-RAM Pickup dort unterwegs. Aber da mussten wir aufgeben, weil der Weg einfach zu schmal wurde. Aber genug der vielen Worte, ich lasse besser Bilder sprechen:




Aber irgendwann hatten wir den Urwald auch überstanden und bogen nach links ab auf den Kahakai Blvd, der in einen Parkplatz direkt an der Steilküste mündet. Hier ist vom Urwald nicht mehr viel zu sehen und schöne Häuser säumen Küste und Straße.



Wir genossen den Abend mit Blick über das Meer und kamen, schon fast wie üblich, zum Einbruch der Dämmerung wieder zuhause an, diesmal nach erheblich schnellerer Fahrt. Und hoffen, dass der Regen unseren Jeep wieder etwas sauber wäscht…
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Auf dem Weg zur Hauptstraße liegt an der Paradise Road (und nicht nur an dieser) eine von vielen Kampfhahnfarmen. Visitor, be warned. Wir hatten in einem Jahr das zweifelhafte Vergnügen, neben einer solchen zu wohnen. Und wir haben viele Sonnenaufgänge mitbekommen, weil die Viecher ALLE pünktlich um 4 Uhr morgens anfingen zu krähen.


und je weiter man sich in die Pools Richtung Meer bewegt, um so vielfältiger und größer werden die Fische.
Kleiner Nachteil: Es gibt dort so gut wie keinen Schatten. Und nur bei Sonne lohnt sich ein Schnorchelgang wirklich. Also am besten einen Sonnenschirm oder (wie die Hawaiianer) einen Mini-Pavillion mitnehmen.



Der Rückweg führte uns noch ein wenig weiter bis zum Isaak-Hale-Statepark, dem wir nur einen kurzen Besuch abstatten konnten, denn so langsam machte sich eine gewisse Müdigkeit breit.
Und das Grillfleisch zuhause wartete auch schon.
Eigentlich wäre hier der Berichtstag zu Ende, wäre ich nicht nochmal an die Küste gerufen worden, um das Abendrot (von Sonnenuntergang kann man ja nicht direkt sprechen) zu fotographieren. Hat sich doch gelohnt, oder nicht?



Unter anderem schwamm mir unsere erste Honu (Schildkröte) über den Weg.
Danach über den Banyan-Drive mit seiner bemerkenswerten Ansammlung von Banyan-Trees.






Mit einem kleinen netten grünen Nachbarn:







Nächstes Ziel war der Akaka Falls State Park, der wegen seiner Flora und seines ca. 200 m hohen Wasserfalls bekannt ist.



Der Himmel bläute noch immer und wir hatten schon einen guten Teil der Strecke zum Waipio Valley hinter uns gebracht. Warum also nicht einfach mal hinfahren? Entspricht zwar nicht den perfekten Vorstellungen von Erholung nach Jetlag, aber die Aussicht, dieses wunderschöne Tal mal im Sonnenschein zu erleben, war einfach zu verlockend.


Wenn man dieses Foto sieht und sich die Palmen wegdenkt, man könnte meinen, man wäre in Oregon.




Auf dem Rückweg war es dann stockfinster und es kostete schon einige Anstrengung, wach und auf der Straße zu bleiben.


Dagegen sah der schwarze Dodge Challenger, der unweit davon neben einem Müllcontainer parkte, regelrecht farblos aus.

auch der Strand und die Palmen sind gleich, aber es fehlt um die Zeit der sommerliche California-Spirit, die „Hufeisen-Verbieger“ am Muscle Beach, der rollschuhfahrende Gitarrenspieler und natürlich die offenen Läden.

Danach den Wagen abgeben (allein die Zeit vom Abgeben des Wagens bis zum Eintreffen in der Lounge (nach Einchecken des Gepäcks und Marsch durch die Security) dauerte fast eine Stunde. Übrigens bestanden in allen Fällen in den USA die Bediensteten darauf, dass man wirklich nur mit ZWEI Handgepäckstücken eincheckt. Also Handtasche in den Minikoffer und neuer Versuch. Danach Handtasche wieder ausgepackt. Die United-Lounge gegenüber vom Gate 71 ist ein großer, offener und freundlicher Raum. Die Verpflegung ist United-Standard: Kekse, Möhrchen, Kalt- und Warmgetränke, Knabbereien.



Und dann dürfen wir ins Bett fallen…