Was wäre Las Vegas ohne Las Vegas?
Von unserem Balkon aus konnten wir beobachten, wie die Sonne hinter den Wolken aufging.
Nachdem wir uns am gestrigen Tag ziemlich ausgepowert hatten, stand der heutige Tag im Zeichen der Entspannung. Auf weiblich heißt das Shoppen. Und damit wir all unsere Ziele auch erreichten, ging es erstmal nach Costco, um den Tank aufzufüllen. Und wie durch ein Wunder wurden wir dann in den Laden reingespült und kamen doch nicht mit einem leeren Einkaufswagen wieder raus.
Nächstes Ziel war der Laden VF = Vanity Fair, wo ich mich mit Hosen und Karin sich mit diversen anderen Damenkleidungsstücken eindecken wollte. Zwei Hosen probierte ich noch an (wohl wissend, dass sie passen würden), die anderen legte ich einfach nach Größe in den Einkaufskorb, um sie zu Hause zu testen.
Da wir schon relativ nahe am Strip waren, nutzten wir die Gelegenheit, dem Las Vegas Sign einen Besuch abzustatten. Eingedenk des Ratschlages unseres Sohnes stellten wir uns nicht in die lange Schlange GERADE vor dem Zeichen, sondern schräg davor und ließen das Stativ die Kamera halten.
Und wenn wir sowieso schon auf dem LV-Boulevard sind, fahren wir ihn einmal runter. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und meine Mutter sollte es noch einmal bei Tag mitbekommen.
Danach ging es weiter in die Green Valley Mall, zu REI, dem großen Outdoor-Outfitter des Westens.
Auf dem Weg am I15 fieberhafte Bautätigkeit. Ein großes Stadion entsteht.
Im Outdoor-Shop wurde meine bessere Hälfte bei Wanderschuhen fündig, sie hat ja auch erst ein Paar für die Wochentage. Und für Samstag und Sonntag noch keine.
Letztes Ziel war „The Walking Company“ für ihre Sandalen. Hier atmete die Kreditkarte erleichtert auf, es gab im Laden nichts. Dafür aber dann in der Fashion Show Mall am Strip. Ob wir da reinkommen, wissen wir noch nicht, denn Parken am Strip ist immer problematisch. Da unsere Mägen uns mitteilten, dass sie der Nahrungsaufnahme bedurften, befragten wir Mr. Google, ob es nicht einen Panda Express in der Nähe gäbe. Gab es. 250 m vom Schuhladen entfernt.

Um die letzten Nachwirkungen des Jetlags zu überwinden, ging es danach zum Hotel zu einem kleinen Nickerchen. Als wir wieder wach wurden, entlud sich gerade ein heftiges Unwetter über LV.
Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns trotzdem nochmal auf den Weg und verfehlten das kostenlose Parkhaus des Treasure Island Casinos prompt.
Auf geht es. Gamblen, Glücksspiel und alle Laster der Stadt warten auf uns. Vor allen die mit der Leuchtreklame rundherum.
Aber auch ein Canabis Superstore.
Meine Mutter war vor allen Dingen am Venetian interessiert und auch wir lieben es, durch die riesigen Hallen zu spazieren. Diesmal hatte ich ausschließlich das Fishey anmontiert, also nicht wundern.
Wieder draußen, erwarteten uns so einige Regenschauern, selten genug für die Stadt. Die Fashion Show Mall, die wir eigentlich dringend gebraucht hätten, lag direkt vor uns, aber leider geschlossen.
Ich machte noch einen schnellen Abstecher zum Cesars Palace
und auf dem Rückweg zum Hotel noch ein letzter Stop am Las Vegas Sign bei Nacht.
Jetzt schnell nach Hause, ein weiterer unvergesslicher Tag liegt hinter uns.

Der Valley of Fire State Park liegt im Nordosten von Las Vegas, etwas mehr als eine Autostunde entfernt. Wir versuchten (mal wieder vergeblich), Karins Telefon mittels Android Auto mit dem Bordsystem zu koppeln, gaben aber dann entnervt auf.
Unsere beiden Navis zeigten als schnellste Strecke den Weg über die 215 und den Interstate 15 an. Kann hinkommen, wenn in LV nicht gerade Berufsverkehr herrscht. Aber wir hatten Glück. Auch die im Frühstückfernsehen angegebenen Rampensperrungen hatten keinen Einfluss auf unser Vorankommen.
Und so befanden wir uns schon kurz vor 10 Uhr auf dem Weg zu unserem ersten Tagesziel, der Firewave. Beim letzten Mal lag diese in der prallen Mittagssonne und ich hoffte, dass das Licht diesmal günstiger sei.
Das Licht um 10.30 ist auch suboptimal für die Firewave, irgendwann werde ich am späten Nachmittag dort auftauchen müssen.
Auf dem Rückweg sammelte ich die beiden Ladies wieder ein. Meine Mutter hatte sich tapfer bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gewagt, und die eigene Neugier trieb sie genau bis dahin.
Von der Parking-Lot 3 = Firewave bis zum White Dome ist es nicht mehr weit und wir schlugen unsere Zelte (oder besser die Kühlbox) an einem Picknick-Table im Schatten auf.
Die Felsen dort locken natürlich zum Klettern und ich nahm mir die Zeit, eine der senkrecht aus der Erde herausragenden Felsplatten zu umrunden.
Wieder im Auto machten wir uns dann auf den Rückweg. Einer der kürzeren Trails hatte es meiner Göttergattin früher schon angetan, ohne dass wir die Gelegenheit gehabt hätten, ihn zu gehen: Der Mouse’s Tank. Ca. 0.7 Meilen geht es durch ein Tal,
vorbei an Indian Graffity
bis zu einer Spalte, in der zumindest jetzt noch das Wasser stand. Ich bin nicht reingesprungen, um zu testen, wie tief es ist.
Dann zurück zum Visitor-Center und Wasserflaschen auffüllen. Und die Fauna genauer betrachten. An einer Futterstelle ein interessanter Vogel, den ich in der Kombination von einem 500mm-Objektiv mit einer hochauflösenden Kamera entsprechend scharf abbilden konnte.
Etwas weiter unten Bighorn-Sheep
und in den riesigen mit Blüten übersähten Kakteen eine vollgestäubte Biene?
Mittlerweile war es 13 Uhr geworden und EIGENTLICH stand auf dem Plan, schnell nach Hause zu fahren, eine ausgiebige Pause zu machen und dann ein wenig Shoppen zu gehen.
Auf dem Weg zum Lake Mead trifft man unter anderem auf eine heiße Quelle, die Rogers Spring.
EINEN Aussichtspunkt nahmen wir noch mit, bis wir dann in der Nähe des Hoover Dams wieder die Hauptstraße erreichten.
Unsere Batterien hatten sich ein wenig regeneriert und wir beschlossen, meiner Mutter ein weiteres Highlight anzutun: Die Brücke am Damm, die wir bei Dunkelheit nicht mehr begehen durften. Und da zeigte sich, wie gut es ist, dass die Amis so gut wie alles behindertengerecht anlegen: Entweder man geht den kürzeren Weg mit x Stufen oder wählt die in mehreren Serpentinen sanft ansteigende Rollstuhlrampe.
Auf der Brücke angekommen, die obligatorischen Fotos, diesmal auch mit Fisheye und auch mal mit Tele.
Dann die Serpentinen wieder runter und noch einmal über den Damm zu dem Parkplatz, wo wir gestern Abend das Foto geschossen hatten. Check.
Zurück nach Hause. Natürlich nicht, ohne noch einmal die imposante Brücke abzulichten
und von einem Aussichtspunkt dem Lake Mead Lebewohl zu sagen.
Jetzt aber wirklich nach Hause. Mann, was waren wir kaputt. Das Abendessen nahmen wir am Esstisch unserer Suite ein, zu mehr reichten die Kräfte nicht.
Die Koffer waren gepackt und eingeladen (wie, zeige ich demnächst mal) und wir starteten Richtung Nordosten nach Las Vegas. Auf dem Weg der unvermeidliche Einkauf im Walmart – Getränke, Snacks, eine Kühltruhe, Campingstühle und was man so an Kleinkram noch braucht.
An einer Raststätte versuchte ich dann, mit dem Tele etwas näher
heranzukommen. Klappte nicht so richtig, aber ich weiß, wo wir noch weitere dieser Pflanzen in den nächsten Tagen zu sehen bekommen.
Und die üblichen Easy Rider dürfen auch nicht fehlen.
Unser Hotel liegt im Südosten von Las Vegas, in einem Vorort namens Henderson. Hier waren wir schon ein paar Male abgestiegen. Ein sauberes Hotel mit freundlichem Personal und gutem Frühstück.
Meine Mutter bekam ein schönes großes Zimmer, wir als Upgrade eine Suite.
Angekommen, waren die unsere Batterien leer und wir begannen mit einem zweistündigen Matratzenhorchdienst.
Als es dann dunkel geworden war, ließ mir der Staudamm keine Ruhe. Wir fuhren also doch noch in Richtung des Dammes und standen dann wie üblich vor der Security. Ich äußerte meinen Wunsch, fotografieren zu dürfen. Und auch wenn der Walkway über die Autobahnbrücke nach Arizona wirklich gesperrt war ab 17 Uhr, so durften wir doch zumindest über den Hoover Dam fahren. Was wir nach einer kurzen Inspektion unseres Wageninneren auch taten und ich dort zum ersten Mal Aufnahmen des Dammes bei Dunkelheit machen durfte.
Auf dem Weg zurück machten wir noch einen Abstecher durch Boulder City, was uns früher schon als gemütliches Nest aufgefallen war. Und ist denn heut schon Weihnachten? Alle Bäume der Hauptstraße waren mit Lichterketten umwickelt.
Nach einem kurzen Fotostop ging es aber dann wirklich nach Hause. Total platt, aber glücklich. Der Urlaub hat begonnen.
Einer der Gründe, warum wir Frankfurt gewählt hatten, waren die Gepäckbestimmungen. Zur Zeit ist im internationalen Luftverkehr in der Bretterklasse ein Gepäckstück à 23 kg üblich. Weil wir letztes Jahr zwei Flüge absolviert und uns damit 25.000 Meilen erflogen hatten, erreichten wir bei UA den sogenannten „Silver Status“. Das bedeutet, dass jeder von uns 2×32 kg Gepäck mitnehmen dürfte. Und der Abflug ab Frankfurt bedeutet, dass die Handgepäckbestimmungen von United greifen. Während bei Eurowings ein Handgepäckstück mit 8 kg Gewicht zugelassen ist, geht es bei UAL nur um die Größe. Und das kam mir bei meinem neuen Gitzo-Fotorucksack (danke an das freundliche Personal von Calumet in Essen für die Beratung) sehr zu pass.
Der Flug nach Newark verlief störungsfrei, das Essen war flugzeug-typisch. An der Immigration erwischte es uns dann: Über 2,5 Stunden brauchten wir, bis wir die Schlangen der Einwanderungsbehörde und des Agrarministeriums überwunden hatten. Und an der Security zu unserem Abflugterminal nahmen sie meine Computertasche so richtig auseinander. Die Schlange der einzelnen Kästen belegte fast das ganze Band. Dass sie die Computermaus nicht in einen einzelnen Tray legten, war alles. Da am gleichen Gate keine Lounge zur Verfügung stand, begaben wir uns diesmal direkt ans Abfluggate und vertrödelten die restliche Zeit .

Aber ich war ja nicht nur zum Fotografieren da. Gute Musik hatte mich durch das Ruhrgebiet getrieben. Und die wurde von den sechs Musikern präsentiert.
Begleitet wird sie dabei von Toddy Saalmann, der Gitarre spielt und auch an den Drums zuhause ist.
In einer anderen Ecke sitzt der „Main-Drummer“ Gert Lambertz, der sich aber genauso wohl fühlt mit der Gitarre und auch am Mikro seinen Mann steht.
Ihm gegenüber Jörg Smolka mit dem Bass:
Eine weitere Ecke wird von Martin Steinke am Keyboard belegt.
Und last but not least der Vater der Lead-Sängerin, Uwe Schilling, an der Gitarre.
Das Repertoire der Band erstreckt sich über das gesamte Country-Genre. Modernere Künstler wie Keith Urban werden gespielt, aber auch Johnny Cash und John Denver dürfen nicht fehlen. Selbst die Beatles wurden in einem Stück gewürdigt.

