25.10.2016 – Yosemite Nationalpark

Wenn man schon in Oakhurst, dem Gateway zum Yosemite Nationalpark, Station macht, wird erwartet, dass man diesen Park auch besucht. Und genau das hatten wir vor.

Am Morgen erstmal ein Blick aus dem Fenster unseres schönen Hotels.

CA60216.jpgAls Frühstück gibt es die bei uns auf Reisen übliche Eigenkonstruktion: Toast mit Crunchy Peanut Butter, darauf eine Tomate, Knoblauch (gegen die Vampire), Salz und Pfeffer.

CA60204.jpgUnd schon geht es um 8 Uhr auf die Piste. So sieht übrigens unser Hotel von außen aus:

CA60217.jpgBis zum Eingang des Yosemite Parks sind es ca. 11 Meilen, aber darin erwartet uns (mal wieder) kurvige Bergstraße mit einigen schönen Ausblicken.

CA60223.jpgGanz zu Anfang ist die erste Attraktion, die Mariposa Grove, gesperrt. Macht aber nichts, große Bäume haben wir gestern schon den einen oder anderen gesehen.

Neu auf dem Plan (hatten wir bisher noch nicht gesehen) war der Glacier Point. Von der Hauptstraße bedeuten das nochmal 18 kurvige Meilen, an deren Ende sich ein wahnsinniger Ausblick über das Tal bietet.

CA60237.jpg CA60224.jpgDa wäre zum einen der Half-Dome zu nennen, ein Felsen, der aussieht, als wäre er aufgeschnitten worden. Und zum anderen El Captain, der wohl berühmteste Kletterfelsen im Park. Zu alledem tut sich noch ein blauer Himmel auf, die Sonne bricht durch.

CA60240.jpgCA60265.jpgDann geht es runter ins Yosemite Valley, das Tal, das man im Sommer besser nicht besucht, es sein denn man ist süchtig nach Staus. Heute hielt sich der Verkehr in Grenzen.

Ganz zu Anfang besuchten wir den Bridalveil (Brautschleier) Fall. Fotos kommen später, ich erkläre dann, warum.

Auf dem Weg durch das Tal (der Sonnenschein hatte schon wieder nachgelassen) überkam uns plötzlich eine Müdigkeitsattacke. Ich weiß ja nicht, wozu der Wagen sonst noch gut ist, aber als Siebensitzer bietet er eine lange Ladefläche, auf der man es sich für ein Mittagsschläfchen gemütlich machen kann.

CA60290.jpgWir wollten nach der Mittagspause

CA60291.jpgnoch zu den Lower Yosemite Falls. Aber aufgrund einiger Straßensperren irrten wir eine Zeitlang im Valley herum, bis wir die Falls gefunden hatten. Kurzer Walk und ein toller Ausblick.

CA60298.jpg CA60318.jpg CA60314.jpgSo langsam kam auch die Sonne wieder durch und auf dem Rückweg

CA60328.jpgsprangen wir dann nochmal beim Bridalveil Fall rein, um diesen im strahlenden Sonnenlicht abzulichten.

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Auf dem weiteren Rückweg die gleichen Stopps nochmal, nur mit besserem Licht.

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Und wie Ihr seht: Meine Göttergattin kann auch Selfies:

CA60355.jpgCA60362.jpgIn Oakhurst zurück noch einen Sprung in den Grocery Outlet, um Lebensmittelvorräte zu ergänzen und dann noch einmal den Tank vollmachen.

Ein toller Tag geht zu Ende.

24.10.2016 – Sequoia Nationalpark

Auch heute war die Nacht zu früh zu Ende. Aber das macht nichts, gehen wir früh frühstücken und begeben uns auf die Straße. Bevor es in die Pampa geht, noch ein Abstecher zum hiesigen Walmart. Eine Kühlbox muss her für all die leckeren Sachen, die wärmeempfindlich sind. Mit Coleman haben wir vor vielen Jahren gute Erfahrungen gemacht, die letzte dieser Firma tut immer noch klaglos ihren Dienst zuhause. Heute muss eine faltbare her, die wir auch im Koffer verstauen und mitnehmen können.

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Und dann geht es los in Richtung Sequoia Nationalpark. Der Park ist durch seine größte Ansammlung der Riesen-Sequoia-Bäume bekannt. Diese werden mehrere hundert Meter hoch und haben am Boden einen Stammdurchmesser von mehreren Metern.

Nachdem wir einige Meilen Farmland durchquert hatten, CA60061.jpg
ging es in die Berge.

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Der Name Sequoia stammt von einem indianischen Gelehrten, auch als George Guess bekannt.

Kurzes Posen vor dem Parkeingang,

CA60070.jpgdann ein Blick in die Schlucht

CA60071.jpgund weiter geht es auf kurviger und gewundener Straße (hatten wir das nicht gestern schon?) in den Park hinein.

Auf dem Weg liegt der Abzweig zum Moro-Rock, den die schwindelfreieste und trittfesteste Göttergattin zur Besteigung auserkoren hatte:

CA60106.jpgYep, da oben müssen wir rauf. Also Parken, etwas dicker anziehen (d. h. lange Hose, Jacke bei meinem kleinen Frierpitter, Fleece-Shirt bei mir, passt besser zur Shorts) und schon steigen wir wohlgemut die Treppen nach oben.

CA60080.jpgCA60105.jpgDer Weg ist für meine Verhältnisse problemlos begehbar, alle anderen Anwesenden habe ich nicht befragt.

Oben angekommen, ein fantastischer Blick über den Park.

CA60103.jpg CA60077.jpgWenn jetzt noch blauer Himmel dazugekommen wäre, ich hätte mich nicht mehr wegbewegt.

Oben auf der Kanzel

CA60088.jpgnoch ein Stativ-Selfie

CA60099.jpgund es geht mit butterweichen Knien (nein nicht bei mir) wieder nach unten. Trotzdem bin ich mächtig stolz auf meine Göttergattin, dass sie sich das getraut hat.

CA60083.jpgWieder unten angekommen, geht es zum Tunnel-Tree. Wir müssen einige Zeit warten, bis wir mit unserem Wagen durchfahren dürfen.

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Egal, aus welchem Blickwinkel man das Ganze betrachtet, es ist einfach imposant.

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Man schaut von unten in den Himmel

CA60119.jpgoder lässt sich aus dem Gehölz heraus betrachten.

CA60151.jpgDann wäre da noch der Auto-Log (so breit, dass ein Auto drüber fahren kann, stellenweise sogar noch asphaltiert):

CA60130.jpgAuf dem Weg zum größten lebenden Ding, dem General Sherman, immer wieder schöne Herbstfarben. Ein blasses Rosa, auch nicht unattraktiv. Vielleicht greift es ja mal ein Lippenstifthersteller auf und nennt es Leaf of Sequoia?

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Dann aber endlich (nach kurzer Wanderung bergab) der Herr General:

CA60163.jpgUnd da ich ihn auch von vorne ohne Publikum draufkriegen wollte, nahm ich mir die Freiheit und hob ihn einfach ein Stück über die Leute hoch. So einfach geht das.

CA60168.jpgAuf dem Rückweg mal als Größenvergleich die Grundfläche, die so ein Bäumchen belegt. Da braucht man schon ein großes Wohnzimmer, um den als Weihnachtsbaum aufzustellen.

CA60174.jpgWeiter ging es aus dem Sequoia-Nationalpark heraus in den Kings Canyon Nationalpark. Dort gibt es die Grants Grove, logischerweise mit einem Riesen-Mammutbaum namens General Grant:

CA60185.jpgAuch interessant: viele Bäume haben starke Verbrennungen durch Waldbrände.

CA60136.jpgAber die dicke Rinde, die sich fast wie Kokosfaser anfühlt,

CA60143.jpgschützt die Bäume. In diesen Wäldern sind Waldbrände für das Überleben der Sequoias sogar notwendig. Dadurch wird das dichte Unterholz gelichtet und die kleinen Sequoias bekommen das Licht, das sie zum Wachsen benötigen. Und so sehen die jugendlichen Mammutbäume aus:

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Genug hohe Bäume. Ein letzter Blick nach oben.

CA60173.jpgEigentlich wollten wir noch tief in den Kings Canyon hineinfahren.

CA60175.jpgAber wir waren nicht mit absolut vollem Tank von Tulare aus losgefahren. Und in der Höhe (wir waren die meiste Zeit über 2000 Meter) wird der Tank schneller leer angezeigt als er wirklich ist. Und die Serpentinen rauf und runter tun ihr übriges.

Also für heute auf die „Königs-Schlucht“ verzichtet. Nach Oakhurst, unserer nächsten Hotelstadt sind es auch noch 2 Stunden.

In Fresno wollten wir kurz bei Costco rausspringen und tanken. Aber der Automat nahm meine Kreditkarte nicht. Aber zum Glück sahen wir fast gegenüber Ross. Der erste in diesem Urlaub. Was das mit Tanken zu tun hat? Nichts, aber Shoppen macht speziell meiner Göttergattin immer noch Spaß. Eigenartig ist das mit den Frauen. Aber um nicht mit leerem Tank weiterzufahren, stoppten wir noch bei AM / PM Arco, um dort den Kraftstoff zu ergänzen. Sprit war dort bis zu 50 cent billiger als an anderen Zapfsäulen. Allerdings nehmen sie dort keine Kredit-, sondern nur Debit-Karten. OK, EC-Karte läuft. Sie wollen zwar 35 Cent pro Tankfüllung als Gebühr haben, aber billiger ist das immer noch.

Dann noch 40 Meilen nach Oakhurst. Und für die Freunde des gepflegten Sonnenuntergangs ein Blick über die Felder.

CA60197.jpgAm Hotel angekommen, eine angenehme Überraschung: Eine rustikale Lobby, die sich vom Stil und der Ausstattung mit den Lodges im Bryce oder Yellowstone vergleichen kann:

CA60200.jpgDas Zimmer war auch nicht schlecht, hier bleiben wir für die nächsten zwei Nächte:

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23.10.2016 – Los Angeles – Lake Isabella

OK, Ihr habt es nicht anders erwartet. Ich auch nicht. Das Jet-Lag warf mich um 2.30 Uhr aus dem Bett. Also setzte ich mich hin und schrieb den Reisebericht von gestern.

What to do heute? Erstmal genüßlich frühstücken. Der Frühstücksraum hat um 6 Uhr geöffnet, also schlemmen wir in aller Ruhe. Bacon, Eggs, Waffeln, Yoplait und sogar griechischer Yoghurt war im Angebot.

Und was wäre ein Urlaub ohne Umtauschen des Wagens? Die beste Mietwagenmieterin von allen hatte glücklicherweise festgestellt, dass wir bei der Ausfahrt gestern keinen Rental-Contract erhalten hatten. Und den sollte man schon haben. Außerdem war der Santa-Fe kein echter Standard-SUV, sondern maximal ein Cross-Over. Die Damen bei Hertz zeigten sich sehr verständig und drückten uns einen Nissan Pathfinder aufs Auge. Frühere Modelle fand ich richtig hübsch, dieser: na ja. Foto später mal. Aber dafür sind wir hoffentlich geländegängiger unterwegs als vorher.

Erstes Tagesziel für heute: Der Rodeo-Drive.

CA60016.jpgAls ich 1987 das erste Mal dort war, sah es noch ganz anders aus als heute. Klar, dass wir mal kurz auf den Spuren von Julchen Roberts wandeln mussten. Wir fanden sogar am Sonntag morgen eine Parkuhr, die von uns kein Geld haben wollte. Und auch schön: Um die Uhrzeit ist kaum eine Menschenseele unterwegs. Auch nicht Roberts Jule und auch nicht Richard. Und noch schöner: Alle Geschäfte haben GESCHLOSSEN. Meine Kreditkarte führt einen Freudentanz auf.

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Altbekannt auch das Beverly Wilshire. Für die Damenwelt gibt es Schuhe zum angucken,

CA60010.jpgfür den Fotografen moderne Architektur.

CA60013.jpg CA60015.jpgDanach ging es in Richtung Griffith Park. Ich wollte unbedingt mal den Hollywood-Schriftzug fotografieren und dank SL hatte ich auch einen Straßennamen, von dem aus man das Zeichen sehen konnte. Aber irgendwie hatte ich ihren Punkt verpasst und so irrten wir ein paar Minuten durch die Straßen, bis ich einen passenden Punkt gefunden hatte.

CA60020.jpgAuf dem Weg zum Observatory stießen wir auf den Hollywood Blvd.

CA60022.jpgFolglich musste ich einen kleinen Abstecher zum Chinese Mans Theater machen, das letzte Mal war schließlich fast 30 Jahre her.

CA60024.jpgBei MD hängt die Arch in leichter Schieflage. Was hat das wohl zu bedeuten?

CA60023.jpgDann aber auf in die Berge. Der Griffith Park dient als Naherholungsgebiet, was man an den überall am Straßenrand wild geparkten Autos sehen kann. Nach oben wurde es weniger, nur kurz vor dem Observatorium

CA60018.jpgwurde es nochmal dichter. Aber wir fanden ein Plätzchen relativ nahe bei der Aussichtsplattform

CA60031.jpg CA60032.jpgund genossen den tollen Blick über die Riesenmetropole.

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Übrigens kann man von hier aus das Hollywood-Sign auch wunderbar sehen:

CA60029.jpgOK, abgehakt, genug von LA gesehen. Das Fahren war im Gegensatz zu gestern die reinste Erholung, ich hätte nicht gedacht, dass es auf 5-6 spurigen Autobahnen so entspannt zugehen kann. Der weitere Plan sah vor, dass wir uns auf dem I5 über Bakersfield in Richtung Lake Isabella bewegen, um von dort über Kernville und Johnsonville zum Giant Sequoia National Monument zu fahren. In Bakersfield legten wir noch eine kleine Pause im Costco ein (ich hatte meine Maui-Jim zuhause vergessen) und dann ging es über die 178 in die Berge. Und wenn ich sage: in die Berge, dann meine ich das auch. Plötzlich türmten sich von uns schroffe Felsen auf, die den Blick in ein wildes Tal freigaben.

CA60052.jpg CA60047.jpgIch fühlte mich heftigst an Idaho und die Täler um den Salmon River bei Riggins erinnert. Leider zog die ganze Zeit eine Art Nebel in das Tal, das das Fotografieren nicht unmöglich machte, aber schön ist was anderes. Die Straße wand sich in engen Kehren durch die Schlucht. Und dann, als ich schon Panik bekam, dass sich das noch weitere 20 Meilen bis Kernville hinziehen würde, verbreiterte sich die Straße plötzlich in einen insgesamt 4-spurigen Highway bis zum Lake Isabella.

CA60053.jpgWie weiter ab Kernville? Das Navi war nicht wirklich hilfreich und aufgrund der miesen Wetterlage beschlossen wir, das Sequoia NM zu streichen und direkt zum Hotel zu fahren. Gleiche Strecke zurück? Zu langweilig. Außerdem ein Riesenumweg. Dann doch lieber die 155 über Glennville. Wir quälten uns über eine kurvige Landstraße die Berge hinauf. Und das Navi zeigte uns für 20 Meilen eine Zeit von 45 Minuten an. Nicht die cleverste Wahl. Aber da müssen wir jetzt durch. Stellenweise sah man die durch die Waldbrände aus diesem Jahr geschädigte Natur. CA60058.jpg

Durch Kurvenschneiden und andere besser nicht beschriebene Techniken schafften wir es dann doch, erst durch Glennville durchzufahren (310 Einwohner)

CA60059.jpgund hatten dann einen schönen Blick ins Tal, wo von Nüssen über Orangen und Oliven bis zum Wein alles mögliche im großen Maßstab angebaut wird.

CA60055.jpgTrotz der Berg- und Talfahrt (die Road to Hana lässt grüßen, gut, dass wir auf den Rücksitzen nicht die Jugend dabei hatten) schafften wir es, ungefähr zeitgleich zur längeren Strecke in Tulare im Hotel aufzuschlagen. 17 Uhr. Zeit, mal in den Pool zu gehen, Fotos auswerten und den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen. OK, der Swimming-Pool war ziemlich kalt, die Luft draußen hatte immerhin 29°C, aber der Whirlpool wollte ihm in nichts nachstehen in Bezug auf die Temperatur und so benetzte ich nur meine zarten Schenkel mit dem kühlen Nass und wir läuteten recht früh den Abend ein.

22.10.2016 – Wieder geht es los – Go West

Und der Virus hat uns wieder mal erfasst. Nachdem wir ständig die Postings von SL, FL und KDM gelesen hatten, konnten wir auch nicht zurückstehen. Zwei Wochen aus der Tretmühle rauskommen, was anderes sehen und doch bekannte Schönheiten besuchen, das steht in den kommenden 14 Tagen auf dem Programm. Lasst Euch überraschen.

Unsere Flugroute geht in Düsseldorf los, kurzer Hoppser nach Frankfurt, von dort nach Chicago und weiter nach Los Angeles.

Aber fangen wir von vorne an:

Um 3.30 Uhr war die Nacht zu Ende. Um 6 Uhr sollte unser Flieger nach Frankfurt gehen und bei der vorabendlichen Gepäckabgabe hatte man uns schon gewarnt, dass es voll werden könnte. Leider hatte die Dame Recht gehabt und vor der Security hatten sich schon Schlangen gebildet. Trotzdem reichte es noch für einen Sprung in die Hugo-Junkers-Lounge für einen Kaffee, ein paar Leckereien und ein erstes Foto.

CA60002.jpgWorauf wir nicht geachtet hatten, war, dass das Gate 25 direkt am Anfang vom Terminal lag. Hätten also noch 5 Minuten mehr Zeit gehabt.

Der Flug nach Frankfurt verging wie im Flug und wir hatten ca. eine Stunde, um das Gate für den Transatlantikflug zu erreichen. Für einen Coffee to go hätte die Zeit nicht gereicht und Coffee to run wird noch nicht verkauft.

Diesen Flieger erreichten wir ebenso pünktlich und „freuten“ uns darauf, die neun Stunden in Economy Plus verbringen zu können. Auch dieser Flug war ereignislos und ruhig, gefolgt von einer Stunde Umsteigezeit in Chicago. Wer diesen Flughafen kennt, weiß, dass das leicht zu einem sportlichen Ereignis ausarten kann. Besonders dann, wenn man an der Immigration in langen Schlangen steht. Für Esta-Wiederholer gibt es die Computerstationen, in die man seinen Pass einschiebt und einen Teil der Formalitäten elektronisch erledigt. Es kam, wie es kommen musste: Mein Pass lief problemlos durch, der der Göttergattin nicht (obwohl es im Mai schon funktioniert hatte damit). Aber wir hatten Glück und wurden in eine sehr kurze Schlange gesteckt. Gepäck war auch sofort da. Das Zollformular hatte wir schon am Computer zuhause von der US-Zollbehörde runtergeladen und ausgefüllt, aber davon wollten die Jungs nichts wissen. Was soll das?

Dann in den Terminaltrain und auf zu Terminal eins. Davor nochmal Security, der zweite mögliche Zeitfresser beim Umsteigen. Angenehme Überraschung: Dank unseres TSA-Pre Status waren wir in einer Minute durch. Absoluter Rekord. Unangenehm: Eigentlich hätten wir auf dem Flug auch Economy Plus haben können, aber weder über das Internet noch über die Damen bei United konnten uns die Damen die Plätze zuteilen. Dementsprechend nervig verliefen die knapp vier Stunden nach LA. Aus diesem Grund auch ausnahmsweise nur ein Handy-Shot vom Grand Canyon. Die Kamera herauszuholen wäre unmöglich gewesen und beim Fotografieren damit hätte ich meinen Sitznachbarn am Fenster vermutlich erschlagen.IMG_20161022_222212.jpg

In der Stadt der Engel angekommen, angenehme 20 °C. Am Flughafen erstmal Jacke und Fleece-Shirt an die Kameratasche geklemmt und auf zu Hertz. Dort wartete ein Hyundai Santa Fe auf uns mit ca. 7.000 Meilen auf dem Buckel. Ich hätte lieber einen Truck gehabt, aber erstens gab es bei Hertz in LA keine und zweitens wäre der auch zum ständigen Ein- und Ausladen des Gepäcks ziemlich umständlich gewesen.

Was tun? Auf dem „Plan“ standen noch so einige Sachen, aber wir entschlossen uns, erstmal für das leibliche Wohl zu sorgen. Walmart und Costco lagen in direkter Nähe, was in LA soviel wie 6 Meilen bedeutet.

Check.

Die Sonne begab sich schon gen Horizont, als wir dann in die richtige Richtung fuhren. Für den Rodeo-Drive hätte die Helligkeit nicht mehr gereicht, für den Griffith-Park unsere Kräfte nicht mehr. Also bogen wir ab in Richtung Santa Monica, in der Hoffnung, dort noch etwas mitnehmen zu können. Konnten wir auch: Einen Blick aus dem Auto auf den Santa Monica Pier mit vielen, vielen Leuten. An Parkplatzsuche war nicht zu denken, dazu fehlte nach einem laaaangen Tag einfach der Nerv. Wir kommen wieder. Ab nach „Hause“ zum Hotel. Zum Glück lag ein Panda-Express direkt nebenan. Schicksal? Göttliche Fügung? Chow-Mein Nudeln, Orange Chicken und Bejing Beef. Mann, was hatte ich mich darauf gefreut.

Und dann forderte die Natur ihren Tribut. Um 9 gingen dann bei mir die Lichter aus…

Schauen wir mal, wie es morgen weitergeht.

 

 

Die Reisekameraausrüstung Californien Nevada 2016

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Die Reisekameraausrüstung Californien – Nevada 2016

DSC8830.jpgAuch diesmal eine Auflistung der Kamerateile, die ich im Urlaub dabei hatte. Im Unterschied zum letzten Urlaub auf Hawaii habe ich mich für ein Experiment entschieden. Statt der bewährten Nikon D4 entschloss ich mich, diesmal meine letzte „Neuerwerbung“, eine Nikon D800 mitzunehmen. Experiment deshalb, weil es sich laut Internet um einen Pixelriesen mit 36 MP handelt, der gerne als die „Diva“ bezeichnet wird, weil sie weniger für Schnellschüsse als für überlegte „Bildkompositionen“ geeignet ist. Ein wenig Angst hatte ich schon, zum einen, ob ich den Qualitätsansprüchen der Kamera genügen würde, zum anderen, ob ich der Datenmengen Herr werden würde. Ich entschloss mich, als Speicherformat das verlustfreie RAW-Format zu wählen, welches „nur“ 40MB große Dateien erzeugt, im Gegensatz zum unkomprimierten RAW mit 70-80MB-Files. Hoffentlich bekomme ich im Hotel alles in die Cloud hochgeladen. OK, für den Reisebericht im Internet und auch für ein E-Book sind die 36MP heftigst überdimensioniert, aber wenn mal eine Ausschnittsvergrößerung erforderlich ist, hat man deutliche Reserven.

  • Die Nikon D800, am normalen Kameragurt, Sun-Sniper blieb zuhause. Grund? Erstens vergessen und zweitens benutzt man bei dieser Kamera häufiger ein Stativ, um Verwackelungsunschärfen bei der hohen Pixelzahl zu vermeiden.
  • ein Nikon 24-70mm, 1:2,8 „Standard“-Zoom, passt laut Medienberichten gut zum Body
  • ein Nikon 70-200mm, 1:2,8 Telezoom, hat sich ebenfalls bewährt, schwer, aber ich möchte nicht darauf verzichten
  • ein Nikon 14-24mm, 1:2,8 als Superweitwinkel, soll angeblich auch gut mit D800 harmonieren
  • dazu das altbekannte Manfrotto-Stativ (190CX-pro3) mit Kugelkopf
  • Blitz Nikon SB910
  • Fototasche LowePro 400aw
  • Und neu dabei: Ein L-Frame der Firma Manfrotto, gut geeignet für Sternenfotografie und andere Hochkantfotos. Mal sehen, ob ich ihn einsetzen kann.

Der Telekonverter blieb diesmal zuhause, ebenso das Makro und auch das 50mm / 1:1,4.

Den GPS-Sender habe ich erst, als ich diese Zeilen im Hotel in LA zusammenschrieb, draufgeschraubt. Sonst hätte ich ihn womöglich noch vergessen. Und in dem Zusammenhang fällt mir dann auch auf, dass der Tausch der D800 gegen die D600 (kurzes Intermezzo) eine gute Wahl war: Nicht nur, dass sich die D800 von der ganzen Bedienung so anfühlt wie meine D700 (mittlerweile von meinem Sohn entführt, sie scheint sich aber bei ihm ganz wohl zu fühlen) und die D4, auch der GPS-Sender passt von den Anschlüssen drauf. Glück gehabt.