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Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute, graute dem Morgen, nein, graute der Morgen. Die Sonne bahnte sich ihren Weg durch dünne Wolken direkt ins Schlafzimmer.

Auch jetzt mal die Gelegenheit, unsere Hütte von vorne bei Tageslicht zu zeigen.
Nach gemütlichem Frühstück, wir hatten reichlich Hazelnut Creamer eingekauft, fingen diesmal nicht die Kinder an zu quengeln, nein, diesmal war es die beste Göttergattin von allen:
Lass uns doch ein bisschen am Fluss entlang fahren. Warum nicht?
Der Fluss lag quasi vor der Haustüre, also Eiskiste vollgeladen und auf der Kane Creek Road am Colorado vorbei. Wie üblich bieten sich dort fantastische Ausblicke auf das Tal, leider fototechnisch nicht in der Brillianz, wie ich es mir gewünscht hätte, aber gegen das Wetter kann man nichts machen. Die Aussicht genießen konnten wir trotzdem.

Na ja, und Spaß hatten wir auch. Und Vater musste für die Selfie-Mania des Sohnes herhalten.
Die Straße wurde immer übler und unser Tank immer leerer, so dass wir am Hurrah Pass umdrehten und Richtung Heimat „düsten“.
Kurze Pause zuhause – die Sonne kam so langsam durch, dann einen Trip durch Moab, um zu schauen, wieviel ich nach zwanzig Jahren noch wiedererkenne. Nun, ich erkannte fast nichts wieder, aber so groß und unübersichtlich, wie ich es befürchtet hatte, war es auch nicht geworden.
Da uns noch die leicht verderblichen Lebensmittel fehlten, machten wir eine Tour durch den einzigen Supermarkt des Dorfes und füllten den Kühlschrank voll.
Eine Abkühlung war nötig. Ca. 6 Meilen südlich ausserhalb liegt der Ken’s Lake, ein kleines Reservoir mit ein paar Kieselstränden. Wir parkten unseren Pickup in alter Hawaii-Manier rückwärts am Strand und wateten einige viele Meter hinein.
Eine herrliche Abkühlung. Mittlerweile tauchte die Sonne die roten Felsen in ein warmes Abendlicht.
Am See entlang führte eine Straße in die Berge. Der Blick auf die Karte zeigte, dass sie zu einer Jeep-Route namens Steel-Bender führt. Stahl verbiegen? Hört sich gut an. Auf halber Höhe rauschte ein Bächlein wasserfallend den Berg hinunter. Logisch, dass die beiden Fotografen eine Klettertour unternehmen mussten für eine Langzeitbelichtung.
Leider stand die Sonne schon nicht mehr in der Ecke, aber egal. Ein Blick zurück ins Tal
und dann ging es schon auf den Steel-Bender-Trail. Zu Anfang gab es in der Hauptsache die Landschaft zu bewundern. Fahrtechnisch stellte dies kein Problem dar.

Aber dann sahen wir, woher der Trail seinen Namen bekommen hatte. Abgesehen davon, dass die beste Felsenkletterin von allen schon Probleme hatte, zu Fuß an diesem Felssturz heraufzukommen, ich hätte mich an dieser Stelle weder mit unserem Pickup noch mit einem Jeep herauf- oder heruntergetraut. Aber die Verrückten sterben nicht aus, wie die ganzen Kratzspuren auf den Felsen bewiesen.

Langsam ging es auf den Abend zu und im Licht der untergehenden Sonne

kehrten wir zu unserem Stützpunkt zurück. Grill anwerfen, Abendessen, ein toller Tag vorbei.
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Da die beiden Youngster noch ein gewisses Schlafpensum nachzuholen hatten, verschliefen die Herrschaften den größten Teil der Fahrt. Auf dem Interstate 70 an einem Turnout noch ein Sonnenuntergang, der uns schon erahnen ließ, was uns in den nächsten Wochen bevorsteht.
Lebensmittel einräumen. Feierabend. Licht aus. Schlafen. Reisebericht am nächsten Tag.
und direkt gegenüber das Excalibur.
Während meine Göttergattin mit Sohn Nummer 2 ein Frühstück einnimmt, begebe ich mich in direkter Nachbarschaft in die „Boot-Barn“. Dies ist ein seit 1986 existierendes Geschäft, welches alles an Zubehör und Kleidung verkauft, was das Cowboy-Herz begehrt. Mir war bei meinem Hut das Band abgerissen und ich wollte es reparieren lassen. Dort begegnete ich Michael, einem Hutmacher aus Passion und Leidenschaft.
Bestimmt eine Viertelstunde konnte ich ihm zuschauen, wie er liebevollst einen schwarzen Stetson wieder in Form brachte, mit Dampf und diversen Sprays bearbeitete und der Länge und Breite nach abbürstete. Danach war dann mein gutes Stück dran. Die Reparatur war schnell erledigt und auch meine Kopfbedeckung erfuhr selbstverständlich eine Dampf-Form-Kur und eine Bürstenbehandlung. Ich hoffe, ihr wisst es zu würdigen, wenn ihr demnächst mal Fotos von dem guten Stück seht.
Auch Zeit für ein Family-Selfie musste sein (allerdings ohne Deppen-Zepter, dafür aber regulär mit Stativ).
Dann ab nach unten (gut merken, wie man zum und in das Parkhaus kommt) und gegenüber ins Venecian. Dort wurden die Kanäle der italienischen Stadt nachgebildet,
ein künstlicher Himmel spannt sich über dem Canale Grande
und die Gondoliere (ja, die fahren da wirklich rum, in etwas verkleinerten „Schiffchen“, die Seefahrtsbehörde hat die Dinger abgenommen) schmettern in italienisch mit amerikanischem Akzent ihr „O sole mio“ und die Menschen sind glücklich und staunen.
By the way, die Venezianer sind ja doch ein merkwürdiges Volk: Die Straßen stehen unter Wasser, aber sie singen.

Übrigens: Drinnen werden Aufnahmen mit Stativ nicht gerne gesehen, also aufpassen.
Bis zum Bellagio schafften wir es (bei uns Fotografen geht das nicht ganz so schnell), nahmen noch die Lightshow mit
zurück an Celine Dion vorbei
zum Treasure Island. Dort liegen zwei Piratenschiffe „vor Anker“ und in früheren Zeiten wurde dort eine tolle Show abgeliefert. Die Live-Show musste der Technik weichen und zurück blieben zwei aufwändig illuminierte Schiffe.
Dann endlich zur Parkgarage und zum Auto. Sohn Nummer zwei im Hotel abliefern und nach Henderson, wo wir unsere zweite Nacht gebucht hatten. Außerhalb vom Strip, aber ein total neues Hotel, in dem wir dank unseres Diamond-Status ein super Zimmer bekamen.
Mein Sohn meinte, dass seine Studentenbude nicht so groß sei. Sei’s drum. Um 1.30 fielen wir todmüde in die Federn.
Auf dem Flug nach London bekommen wir sogar ein Frühstück und ein Getränk serviert, ich bin angenehm überrascht..
Es geht über die Wüste
und 70 Minuten später taucht die Skyline von Las Vegas auf. Ich bin erstaunt, wie riesig das alles geworden ist. 
Vor 10 Jahren war ich das letzte Mal hier.
Laden beide Söhne noch im Hotel ab und fallen dann nach ca. 29 Stunden auf den Beinen im eigenen Hotel ins Bett.
















