Was haben wir aus diesem Urlaub gelernt?
Dass es immer noch Spaß macht, einen Reisebericht zu schreiben. Die positiven Kommentare haben uns sehr viel Freude bereitet.
Reisetechnisch werden wir vermutlich beim nächsten Mal versuchen, etwas anders zu organisieren: Für die „Kurzstreckenflüge“ zwischen Newark und LA bzw. LA und Hilo werden dermaßen enge Sitzkonstellationen verwendet, dass ich mir überlege, entweder auf Economy Plus upzugraden (ist aber immer eine Frage des Geldes) oder die Flugroute direkt so zu legen, dass man per Langstreckenflug (z.B. Newark – Honolulu) soviel wie möglich Strecke auf etwas bequemeren Sitzen hinter sich bringt.
Die vier Wochen auf einer Insel haben uns sehr gut getan, weil wir keinen „Flugstreß“ zusätzlich auf uns nehmen mussten. Wir haben aber auch mehrfach bedauert, „nur“ eine Woche in Kona verbracht zu haben. Speziell die Kohala Region bedarf noch einer dringenderen Untersuchung. Außerdem ist die Sonnensicherheit dort ein nicht zu unterschätzender Faktor. Allerdings stünden mir dann derartig viele Sonnenuntergänge bevor, dass mir um meinen Speicherplatz jetzt schon Angst und Bange wird.
Was die Fotoausrüstung betrifft, bin ich mit meiner Auswahl durchaus zufrieden. Die Mitnahme der Nikon D4 hat sich trotz höheren Gewichts und größerer RAW-Dateien gelohnt. Und da ich das gute Stativ dabei hatte, habe ich wesentlich öfter mal einen kurzen Video-Clip gedreht (der Stativ-Clip von Manfrotto war ständig an die Kamera angeschraubt). Also für das Stativ ein absolutes „Thumbs up“, auch für die Langzeitbelichtungen.
Das Blitzlicht hätte ich mir vermutlich sparen können, ich habe es nur einmal für die Orchideen benutzt und bin mir noch nicht mal sicher, ob das die besseren Aufnahmen geworden sind.
Ansonsten gelten die gleichen Aussagen, die ich sonst zu meiner Kameraausrüstung im letzten Jahr gemacht habe (s. Résumée 2013).
Ach ja, was hat uns der Urlaub gekostet (nicht auf Dollar und Cent, aber ungefähr) habe ich mal nachgehalten, was wir wo ausgegeben und dabei noch sehr gut gelebt haben:
- Essen (Farmers Market, Costco, Walmart…) ca. 500 USD
- Essen gehen (MD, Panda Express, Burger King, Costco): 70 USD
- Tanken (zusätzlich zu dem, was uns Alamo freundlicherweise in den Tank gefült hat): 201 USD
- Eintritte: 16 USD
- Trinkgelder: 31 USD
- Klamotten (ohne Brillen) ca. 800 USD
- 2 Maui-Jim Sonnenbrillen à 89 USD
- Die Flüge waren das teuerste, 1.200 EURO pro Person = 2.400 Euro
- Haus in Kea’au: 1.409 Euro (OK, wir hatten einen Sonderpreis, den wir nicht ausschlagen konnten)
- Haus in Kona: 770 Euro
- Jeep-Miete 4 x 189 Euro = 756 Euro
- Auto-Miete LA: 38 Euro
- Best Western Airpark: 73 Euro
Zum Unterschied Hotel vs. Ferienwohnungen/-häusern habe ich mal eine Seite aufgemacht, die das Pro und Kontra aus unserer Sicht getrennt beleuchtet.
Ausserdem werde ich versuchen (drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe), diesen Reisebericht, aufgepeppt mit ein paar weiterführenden Links und Infos, als kostenloses E-Book bei Amazon zur Verfügung zu stellen.




Ach ja, meine neuen, superbequem, weil gepolstert und mit der dicken Sohle auch Lava-geeignet.
Online checkin hat nicht funktioniert, also fahren wir gegen Mittag zum Flughafen, um es am Kiosk zu versuchen. Aber der ist nicht auf international flights eingerichtet und so machen wir noch eine Stippvisite beim Walmart für ein paar winzige Mitbringsel. Unsere Kofferwaage hat das Limit mehr oder weniger angemahnt.
Dann in Pahoa durch die „Altstadt“ geschlendert und bei Wurger King noch einen Burger verdrückt. Pahoa ist wirklich eine süße Aussteigerstadt und man sollte sich mal die Zeit nehmen, zumindest durch die Straße zu spazieren oder, wenn man mehr Zeit hat, durch die Läden zu bummeln oder eines der vielen Restaurants oder Caffees zu besuchen.







Die Gasse zum Rechtsanwalt war übrigens so schmal, dass ich („breitschultrig“ wie ich bin) fast steckengeblieben wäre.
Der Kahakai Blvd. fängt direkt in Pahoa an und so machen wir noch einen letzten Abstecher zum Hawaiian Beaches Park und genießen die Felsenküste.
Wir kommen an einem unserer „alten“ Ferienhäuser vorbei
und haben diesmal einen tollen Einblick, wie so eine Hahnenkampffarm (direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite) aussieht.
Falls ihr sowas bei Google Earth bei der Quartiersuche sehen solltet, haltet weiten Abstand.
Anschließend letzte Packaktionen und los geht es zum Flughafen.


Weiter geht es mit unserer fröhlich gelbgrünen Lilikio-Sammlung,
unserem kleinen Frühstücksbuffet
und der größten Lilikoi-Liebhaberin von allen (selbst die Sonnenbrille ist das Modell Lilikoi)
Recht spontan war uns beiden der Gedanke gekommen, nochmal zum Mauna Kea raufzufahren und auf dem Weg dahin erstmal zu tanken (Safeway) und mir noch ein paar neue „Sandals“ zu besorgen. Leider wurde ich weder bei Ross noch bei Walmart fündig, aber Sports Authority hatte gerade welche um 60 % runtergesetzt, die mir gefielen.
führt.
Schon nach ca. 20 Meilen sahen wir die Cinder Cone des Puu Huluhulu vor uns liegen.
Ein Rundweg über den Gipfel mit 3/4 Meile Länge erschien uns zeitlich und körperlich tragbar. 
Womit wir beide absolut nicht gerechnet hatten, war die tolle Flora,
die uns quasi von allen Seiten ansprang. Besonders die Moose hingen überall auf den Bäumen rum.


Es gibt übrigens nicht nur einen Weg hinauf. Immer wieder zweigen rechts oder links Trampelpfade ab, aber solange es nach oben geht, ist man auf der sicheren Seite.
Oben angekommen ein schöner Rundumblick

mit noch mehr Pflanzen.
Hatte ich auf dem Hinweg noch die „Normaloptik“ 24-70 mm drauf, schloss ich auf dem Rückweg das 60 mm Micro Nikkor
an, um den Pflanzen und Pflänzchen noch ein wenig näherzukommen.
Die Fahrt zum Visitor-Center war schön, aber nicht unbedingt spektakulär und zum Akklimatisieren gönnte ich mir ein kleines Schläfchen.
Und wie er rief. Bei den Observatorien angekommen, schauten wir zuerst noch kurz beim Keck-Observatory rein (hat bis 16 Uhr geöffnet)
und machten uns dann auf den Weg zum Gipfel des Mauna Kea. Hier machten sich bei der besten Bergsteigerin von allen die ersten Symptome der großen Höhe und der dünnen Luft bemerkbar. Aber nach langsamen und von Pausen unterbrochenen Marsch schafften wir es auf den Gipfel.
Wie groß war die Enttäuschung bei mir, als ich feststellte, dass die Messingplatte mit der Höhenangabe nicht mehr da war.
Als wir ganz allein auf dem Gipfel standen (alle Deutschen waren gegangen), ein Foto des Zweier-Dreamteams. @Inga: Beide in „Salomon to the top“.
Der Rückweg ging schon leichter. 
meine Göttergattin machte sich kältefest (da sie ihre Jeans vergessen hatte, musste mein zweites Salomon Fleece-Shirt herhalten)
und suchten uns ein schönes Plätzchen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Leider machte sich bei meiner Göttergattin immer stärker die Höhenkrankheit bemerkbar, so dass diese den Rest des Sonnenunterganges im Auto verbrachte
(draußen war es durch den flotten Wind a….kalt und selbst ich hatte trotz Fleece-Shirt, Jeans-Jacke und langer Hose noch Probleme mit der Temperatur). Aber bevor sie sich das Essen nochmal durch den Kopf gehen ließ, machten wir uns auf den Weg nach unten und als wir dann am Haus ankamen, war es fast wieder weg.
Ach ja, was wir bei Costco entdeckt haben:
Die linke Packung gibt es auch als Frischware, schmeckt echt lecker, ist allerdings für Menschen mit Sojaallergie suboptimal. Deshalb die rechte Sorte, vom Geschmack her eher neutral, wenn ihr wisst, was ich meine. Mit ein wenig Süßstoff aufgepeppt aber genießbar.
Weiter ging es wieder auf den Onomea Scenic Drive, nachschauen, ob es vielleicht wieder Lilikois geregnet hatte. Hatte es. Und die Folge: In den nächsten Tagen gibt es Lilikoi-Suppe, Lilikoi-Marmelade, Lilikoi-Brot, Lilikoi-Saft, Lilikoi-Smothie, Lilikoi-Schokolade, Lilikoi-Chutney….
Ein paar Meter weiter, gegenüber einem ehemaligen Vacation Rental von uns gibt es das berühmte „What’s shakin“, eine Smoothie-Bar, deren Dienste wir nicht in Anspruch nehmen mussten, wir wissen ja, wie es geht.
Von da aus ohne weitere Umwege zum Kolekole Beach Park. Dieser geht (wenn man nach Norden fährt) LINKS von der Straße ab und liegt dann unter der Brücke.
Am Rand der Schlucht wachsen Bananen.
Die Wellen werden von Surfern missbraucht, der kleine Wasserfall mit dem Seil dabei zum Springen der Kids.


Ich habe mal einen Wellen-Mitzieher versucht, nicht das beste meiner Fotos.
Und dass die Wellen nicht ganz ohne sind, zeigen die Memorials für Menschen, die dort schon mal verunglückt sind.
Wo wir gerade von Unglück reden: Ich hatte eigentlich vorgehabt, mich am Ende des Urlaubs von ihnen zu trennen. Aber das müssen sie geahnt haben. Denn auf dem Weg zum Auto gab der linke Flip-Flop seinen Geist auf. Schade, hatte mich so daran gewöhnt, obwohl ich früher ausschließlich Vertreter der Teva-Fraktion war. Aber da ich mir in den Wandersandalen auf der rechten Seite den kleinen Zeh aufgescheuert hatte, zog ich halt nur auf der linken Seite einen Teva an…
Vom Beach Park aus hätten wir direkt wieder zur Straße fahren können, aber wir wussten von früher her, dass man auch „über die Dörfer“ wieder zur Hauptstraße kommen konnte, halt ein wenig Urwaldkunde. 
Die Straße trägt den Namen „Old Mamalohoa Highway“ und führt durch das Dörfchen Hakalau. Hier hat der Tourismus noch weniger hingespuckt als nach Hilo, und das will was heißen.

Irgendwann kamen wir dann auch in Laupahoehoe an und drehten noch eine Runde durch Downtown. Wobei man sagen muss, dass dieses Dorf nicht viel größer ist als Hakalau. Immerhin hat es ein eigenes Eisenbahnmuseum (bestehend aus einer Lok und einem Wagen).
Von der Hauptstraße geht es über eine gewundene Bergstraße mit herrlichen Ausblicken

zum Laupahoeho Point. Hier zuerst noch ein Foto von der Hafenmole.
Aber anschließend war es mal wieder um meine Fassung geschehen. Und ob ihr wollt oder nicht, da müsst ihr durch. Es werden sowieso nur 10 % der Fotos gezeigt. Langzeitbelichtungen, Gegenlichtaufnahmen, Langzeitbelichtungen mit Gegenlicht, mir wurde alles geboten. Und wir konnten trotz allem noch den Sonnenuntergang genießen.


Strawberry Guave
und weiteren Zutaten vom Farmers Market (Papaya und Bananen) einen Smoothie zusammengestellt, der sich sehen lassen konnte.
Und der Geschmack? Eben so, wie er schmecken soll.
Schon recht früh ging es auf die Piste, wieder über die M1, um die gestern entdeckten Sträucher zu leeren (das, was ihr da seht, ist keine Faulheit, sondern Energieeffizienz, die Früchte direkt aus dem Wagen zu ernten)
und die Früchte davor zu bewahren, einfach auf den Boden zu fallen.
Ziel war heute der Shipman Beach (Ha’ena Beach), danke an Kerstin für die Aufmunterung, wir schicken Dir dann die Arztrechnung für die Blasen. Die Anreise zum Parkplatz hatten wir ja gestern schon beschrieben. Auf der Karte war ein schnurgerader Weg von 2,5 Meilen eingezeichnet.
Durch große Schlammpfützen hindurch.
Seine eintönige Langweiligeit – immer geradeaus – wurde durch umso größere Holprigkeit in vertikaler Richtung sehr gut aufgemuntert.
Wahrscheinlich war es genau diese Eintönigkeit, die die beste Spurenleserin von allen nach ca. einem Drittel des Weges dazu veranlasste, einem ähnlichen Trampelpfad,
der nach rechts in Richtung Küste abbog, zu folgen. „ist doch viel schöner am Wasser“. Optisch betrachtet war es das auch, mückentechnisch ebenso (obwohl bei unserem Tempo die Mücken kaum Schritt halten konnten. Das waren aber auch die einzigen Vorteile. Geschätzt haben wir auf dem Hinweg bestimmt 4 Meilen gelaufen. Und das Lava rauf, Lava runter, Felsen rauf, Felsen runter hat unseren Geschwindigkeitsschnitt auch nicht gerade erhöht. Über reine glatte Lava zu spazieren, ist ja schon fast ein Vergnügen.
Über metertiefe Felsspalten zu springen ist für die höhenängstliche Karin eine echte Mutprobe.
Und über die richtig großen Felsbrocken kommt man mit geübtem Auge und festem Tritt auch recht zügig voran.
Nur bei kopfgroßen und kleineren Brocken, die dazu noch locker liegen, hört auch bei mir der Spaß auf.
Jedenfalls brauchten wir ca. zwei Stunden an der wunderschönen und wilden Küste entlang,
bis wir endlich am Shipman Beach und vor dem Shipman Grundstück standen.
Ich kann Herrn Shipman schon verstehen, dass er sich seine Hütte dorthin gesetzt hat.
Auch als Ferienhaus hätte ich bei entsprechendem Preis nichts dagegen. Nachdem die obligatorischen Aufnahmen geschossen waren und sich die beste Schnorchlerin gerade anschickte, das Meer zu erobern,
warf ich mal einen Blick auf den Zeitstempel des letzten Fotos: 15:07 Uhr. Und wir hatten uns für 17 Uhr mit der Foren-Betreiberin von Deutschlands größtem Hawaii-Forum, 
Um es kurz zu machen, wir erreichten den Parkplatz um 16.10 Uhr. Und das, obwohl ich mir zwischendurch immer mal die Zeit nahm, Fotos zu schießen. Damit es nicht zu lange dauert, habe ich extra eine kurze Belichtungszeit eingestellt. Besonders faszinierend fand ich diesmal die Moose, die in einem fast unnatürlichen Grün Steine und Bäume überwucherten.
Und da war endlich der Parkplatz in Sicht.
Jetzt schnell innerhalb von sieben Minuten nach Hause, paralleles Duschen, schnell noch einen Gutschein für Panda Express „erwerben“ und im Schweinsgalopp nach Hilo.
Die Abendstimmung auf der Insel ist immer wieder besonders. So auch der Abend, der von viel Harmonie und gemeinsamen Lachen geprägt wurde.
Schön, Euch kennengelernt zu haben. Eine Bereicherung in meinem Leben.