Heute ging es mal wieder gemächlich los, so wie es sich für den Urlaub geziemt. Gemütlich frühstücken, Papayavorräte hatten wir ja gestern aufgefüllt,

Peanutbutter gegen den ständig drohenden Magnesiummangel und Knoblauch gegen die Vampire. Hat bisher wunderbar geholfen, uns ist noch keiner begegnet.
Das Wetter in Richtung Captain Cook und der Kealakekua Bay sah gut aus, warum nicht in diese Richtung fahren? Vom Tankinhalt (wir müssen heute abend wieder den Wagen abgeben bzw. volltanken lassen) passte es auch gut rein, also auf die Piste und los. Und wir wären wohl auch viel früher angekommen, hätten da nicht am Wegesrand all diese Mangobäume gestanden, die unbedingt ihre Früchte loswerden wollten und diese achtlos auf die Straße hatten fallen lassen.

Also Tüten raus und alles, was unseren Qualitätskriterien entsprach, eingesackt. D.h. die Früchte dürfen nicht aufgeplatzt sein. Wenn das der Fall ist, machen sich sehr schnell Insekten darüber her und krabbeln in die Öffnungen hinein und wieder hinaus. Und auf eine Fleischbeilage konnten wir verzichten. Ergebnis: Viele Mangos, die entweder direkt gegessen werden oder zu einem leckeren Smoothie verarbeitet werden müssen.
Und bei der Gelegenheit sahen wir auch zum ersten Mal, wie Lychees wachsen.
Aber schließlich erreichten wir dann doch die geschichtsträchtige Bucht (die Kealakekua Bay), die im Leben von Kapitän Koch eine so große Rolle gespielt hat, vor allen Dingen zum Ende hin. 
Nebenan noch ein Heiau, dessen Bedeutung wir allerdings nicht erfahren haben.

Vorbei auch an der Stelle, wo die damaligen Einwohner damals seine Knochen ausgekocht haben. Da bekommt doch sein Name eine ganz andere Gewichtung…
Am Ende der Bucht soll man am Monument (ganz in weiß) besonders gut schnorcheln können, aber dorthin gelangt man nur per Kanu oder durch einen 1,5 Stunden Fußmarsch von oben vom Berg aus.
Wir überlegten ernsthaft, ob wir es wagen sollten, in dieses wunderbar türkisblaue Wasser zu hüpfen, allerdings war die Brandung nicht ganz ohne und die Felsen sahen sehr rutschig aus.

Was also tun? Ask the locals. Ein Polizist im Streifenwagen stand sowieso direkt nebenan und meinte, man könne durchaus hier ins Wasser gehen, aber mehr Fische gäbe es bei „two steps“. Diese Bucht trägt den Namen Honaunau Bay, was den Namen des National Monuments, Pu’uhonua o Honaunau auch erklärt. Merkt euch den Namen schonmal gut, wir werden hoffentlich im Laufe der Reise nochmal dort vorbeischauen.
OK, dann eben noch die paar Meilen fahren und gegenüber vom „City of Refuge“ einen Parkplatz suchen. Check.

Ausrüstung aufrödeln. Check. Durch die Menschenmassen durchwühlen ans Ufer und die zwei Schritte ins Wasser. Check. schnorcheln und Fotographieren, bis der Akku leer ist. Check. Mittagessen Burritos. Check.

Vogel mit rotem Kopf verscheuchen. Check.
Nach vier paritätisch aufgeteilten Wassergängen (ich jeweils 20 Minuten, die beste Schnorchlerin von allen jeweils eine Stunde) war es dann auch genug und wir machten uns auf in Richtung Heimat. Ach ja, Fische gab es im Wasser auch, mehr als genug, die wir euch nicht vorenthalten wollen.
Besonders markant, dieser fette Fisch.

Diese Gegend werden wir versuchen, morgen früh nochmal aufzusuchen, vielleicht sehen wir dann endlich mal ein paar Delfine, die wohl häufiger in der Bucht von Captain Cook nächtigen. Sollten wir lautes Schnarchen aus dem Wasser hören, sind wir rechtzeitig angekommen.
Auf dem Weg nach oben (die Straße nach Kailua führt nicht an der Küste entlang, sondern auf ca. 300 m Höhe am Berg entlang) sahen wir dann auch, warum der Kona-Kaffee so ein eigener ist. Wärme und Feuchtigkeit geben ihm ein einzigartiges Mikroklima.

Zuhause angekommen mussten und wollten wir unseren Wagen für die Übergabe entleeren, vor allen Dingen von den Mangos. Nach Sichtung wurde der Kühlschrank leer- und die Mangos reingeräumt. Schätze, wir werden in der nächsten Zeit öfter mal was mit Mango zum Essen haben: Mangosuppe, Mangomarmelade, Mangobrot, Mangosaft, Mangosmothie, Mangoschokolade, Mangochutney….

Die Abgabe des Autos hatte gegen 19.30 Uhr stattzufinden, also noch Zeit für einen schönen Sonnenuntergang, so die Stelle denn nahe am Flughafen liegt. Tat sie. In der Nähe der Küste liegt das National Energy Laboratory und dahinter der Strand.


Neben einigen Tidepools wurde uns ein wunderschöner Sonnenuntergang präsentiert.





Jetzt aber schnell ab zum Flughafen.

Pünktlich kamen wir bei Alamo an und hinter dem Schalter stand der junge Mann, der uns auf unserer Kanutour mit seiner Freundin begleitet hatte. Ein nettes Wiedersehen.
Wagen übernommern, auf nach Costco. Da stellten wir dann fest, dass jemand vor uns den Funkschlüssel mal geflutet hatte, er funktionierte nicht mehr. Außerdem zog der Wagen nach rechts. Also nochmal ab zu Alamo und die Kiste umgetauscht. Als wir dann zuhause aufschlugen, war es 9 Uhr geworden. Reisebericht, ja, aber nicht mehr heute. Gute Nacht, Leute.
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Bei Costco noch kurz ein paar Gallonen in den Tank gepackt (4,129 USD/Gallon) und auf zur NHS.
Es gab noch Karten für die dritte Tour um 10.30 Uhr.
Die Zeit vertrieben wir uns mit Informationen, die im Visitor-Center auslagen. Dann ging es runter zum „Hafen“, äh, an den Strand, wo unser „Double-hulled-canoe“ gerade einlief.
Das Boot war aus Fiberglass und groß genug für 6 bis 8 Personen.
und wir konnten die Küste und die Berge mal von einer anderen Seite besichtigen.
Im Hintergrund auf dem folgenden Foto der Haleakala auf Maui.


bis unsere Zeit rum war. Dann hieß es noch, das Canoe wieder an Land zu befördern (Captain Kiko hatte Mittagspause)
und wir verabschiedeten uns von diesem Ausnahmemenschen. Sein Programm findet ihr auf seiner Webseite:
Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen unter einem Baum und genossen ein paar aufgetaute Burritos mit Blick auf die Bucht und Küste. Leckkkker.
Dort angekommen, wendet man sich nach rechts und umrundet die Bucht, bis das Wasser türkis wird.
Das Vorhandensein von Schildkröten wird auf diese Weise angezeigt.
Über ein Brücke überquert man einen Kanal, der einen Teich mit dem Meer verbindet. Diesen benutzen die Honus gerne, um dort vor Haien geschützt die Nacht zu verbringen.
Dann geht es noch eine ganze Weile über Lava und scharfkantige Steine, bis man auf den gegenüberliegenden Inseln Honus in Massen rumliegen sieht (im Wasser sind noch mehr, ich schätze die Population auf ca. 2 bis 3 Dutzend).

Das Wetter war recht wechselhaft und ich war froh, wenn ich die Bucht mal im Sonnenschein ablichten konnte.
Schließlich konnte ich mich in die (relativ trüben) Fluten stürzen und dabei gelang es mir dann, diese Honus im Film einzufangen.
Auch wenn wir die Sonne nicht direkt ins Meer plumpsen sahen, die Wolken erzeugten schon eine dramatische Stimmung.



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Ein Tip zum Farmers Market: Er befindet sich am Rande eine großen Parkplatzes, wo man schon Groschengräber, sorry, Cent-Gräber eingeführt hat. Aber direkt gegenüber vom Markt, an der Straße, die von der Küste wegführt, werden auf dem Platz keine Gebühren verlangt.


Danach hatten wir uns nochmal mit Simone bei Costco verabredet, sie wollte sich den Laden mal anschauen und wir hatten auch noch das eine oder andere mitzubringen. Das Ende vom Lied war, dass ich mich durch die Probierständchen naschte und Karin ihren Thomas Hilfiger Fundus aufstockte. Für beide Damen waren dann auch noch Sonnenbrillen von Maui Jim und Ray Ban drin.



Die freundlichen (und sehr gelangweilten) Parkranger hätten uns gerne noch einen stundenlangen Vortrag gehalten, so musste es zu der Info reichen, dass wir morgen an einer kostenlosen Kanutour teilnehmen könnten, so wir denn früh genug unsere Tickets (ab 8.30 Uhr) abholen würden. Das ist auch der Grund, warum ich mich jetzt gerade noch an den Reisebericht setze, denn morgen früh wäre ausnahmsweise keine Zeit dazu.
Doch vorher passiert man ein weiteres Heiau, das in früheren Zeiten (in letzter Zeit hört man eher seltener davon) für Menschenopfer, und zwar in die Zehntausende, benutzt wurde. Schon gruselig.



Als es langsam finster wurde, machten wir uns auf die Reifen, um den Versuch zu wagen, beim Mauna Loa Hotel ein paar Mantas zu sichten. Im letzten Jahr waren wir schonmal dagewesen, hatten an der Eingangspforte Bescheid gegeben: Manta viewing und durften uns auf den Parkplatz für Beach-Besucher stellen. Kaum hatten wir den Wagen dort abgestellt, wurden wir auch schon wieder davongescheucht, der Parkplatz wäre geschlossen. Wo wir denn dann parken könnten? In der Nähe des Tennisplatzes, oder beim Valet-Parking. Gut, beim Tennisplatz wollte man uns nicht reinlassen, aber direkt vor der Lobby stellten wir unseren Jeep ab, gaben den Schlüssel ab (anscheinend für eine halbe Stunde kostenlos) und begaben uns durch die edle Lobby


Danach noch kurz 40 Meilen nach Hause und mal eben Reisebericht schreiben. Und dann darf ich ins Bett fallen.



















und vor uns das Meer und die untergehende Sonne.


Und während wir so schön da saßen, gelang es mir endlich mal, einen Mungo zu erwischen.


Weiter geht es den Berg hinauf, die Regenwolken werden noch dichter (was in Volcano Village übrigens keine Seltenheit ist, dort wird sogar GEHEIZT), vorbei am National-Park-Eingang und weiter auf der 11. Kurz nach dem Eingang geht rechts eine Straße ab, die Mauna Loa Road. Die wollte ich schon immer mal fahren, 11 Meilen kurvenreiche Strecke mit einem tollen Blick auf den aktiven Vulkan.
Am Wegesrand stehen viele Ohi’a Lehua-Bäume, die Nationalpflanze der Hawaiianer, mit ihren hübschen roten Büschelchen (nicht die Hawaiianer, die Pflanze natürlich).
Auch ein Rebhun-ähnlicher Vogel lief uns über den Weg (Erckel’s Frankolin antworten sie auf Nachfrage nach ihrem Namen).
Und Karin musste natürlich eine Beere einer organoleptischen Prüfung unterziehen, von denen sie glaubte, dass sie essbar sei. Ist nochmal gut gegangen.
Das Ende der Straße erreichten wir nicht, schon auf der Hälfte zeichnete sich ab, dass die Sicht nicht besser würde, wenn wir weiter fahren. Also umgedreht und Mittagspause gemacht auf dem wunderschönen Namakanipaio-Campground, auf welchem wir früher schon gezeltet hatten.
Die herrlichen Eukalyptus-Bäume verströmen ein tolles Aroma.
Weiter ging es (zur Zeit mal ohne Regen, hinter Mile-Post 30 wird es meistens schöner) auf der glatten Straße
bis zum Punalu’u Black Sand Beach, der wegen seiner Schildkrötenkolonie bekannt ist.
Aber auch Vacation-Rentals kann man dort direkt am Strand mieten. Ich persönlich wäre nicht so davon angetan, da ich diesen Küstenstreifen bei all meinen Besuchen noch nie in der Sonne erlebt habe.
Wieder ein paar Meilen weiter liegt der Whittington Park, ein kleiner Beach Park mit mäßigen Schwimmmöglichkeiten, aber einer eigentlich hübschen Anlage, meiner Ansicht nach zu unbekannt und etwas unterbewertet. Gut, die alte Mole, die so langsam vor sich hinrottet, trägt nicht unbedingt zur Schönheit bei.
So langsam wurde die Straße kurviger, der Regen dichter, aber dann geschah es. Ich musste Karin zu einer Vollbremsung nötigen, weil ich die ersten Mangobäume (mit Früchten) gesichtet hatte. Also aussteigen, nass werden, aber die ersten selbstgejagten Mangos und Guaven einsacken. Mmmmh.
und schafften es dann ohne Karte, zu unserem Feriendomizil zu finden und unsere Wertsachen dort zu verstauen. Hier der
Aber wie heißt es so schön: Ohne Mampf kein Kampf. Der Supermarkt direkt um die Ecke glänzt mit horrenden Preisen, also auf zum Costco, wo wir eigentlich schon ein wenig auf die Probierständchen lauerten.
Aber Pustekuchen, um 18 Uhr waren schon alle Stände abgebaut und wir schlenderten (ich eigentlich schon ein wenig in Eile, weil ich noch einen Sonnenuntergang im Auge hatte, Karin ganz gemütlich, sie hatte in den Shopping Modus geschaltet) durch die Gänge, um die notwendigsten Lebensmittel einzukaufen. Nach der Kasse am Brillenstand hieß es: Nur noch ganz kurz (und das, liebe Fotographen-Ehegatten, kann den Unterschied zwischen einem Sonnenuntergang und einem vergangenen Sonnenuntergang bedeuten) und wir hetzten zu einer Stelle, wo wir ganz toll feststellen konnten, wie schön es ausgesehen hätte, wenn wir eine oder zwei Minuten früher dagewesen wären. So kann ich euch nur noch den Rest zeigen.
Denn das „Nachbrennen“, was häufig den Himmel so richtig toll aussehen lässt, fand leider nicht so richtig statt.
Aber dafür konnte ich mich umdrehen und den Kona Small Harbour, also den Hafen, von dem die Fisch-Törns ausgehen, mal bei Dunkelheit ablichten. Ob wohl ein Hafenbenutzer seine Anlegestelle jemals so gesehen hat?
Jetzt aber schnell nach Hause, Internet und Rechner einrichten und schauen, was die Kamera so alles auf die Platte gebannt hat.