Johnny Cash Tribute Band, die dritte. So könnte man den Auftritt titulieren. Nachdem ich in den letzten Jahren recht häufig über die Tribute Bands „Johnny Cash Experience“ und „4 Boys named Sue“ berichtet hatte, erfuhr ich durch den Gitarristen der (leider nicht mehr existierenden Gruppe) Tiny Hunters, Stefan von Berg, dass er Mitglied einer weiteren JC-Tribute Band wurde: Just Cash. Auch diese Jungs haben sich auf die Fahne geschrieben, die Songs des Country Superstars zu Gehör zu bringen. Dies sollte im Börsencafé in Neuss geschehen. Auf dem Weg dahin ritten bzw. fuhren wir in den Sonnenuntergang, ein gutes Zeichen.
Das Börsencafé könnte man als Szenekneipe bezeichen, angeschlossen ist im rückwärtigen Teil eine Tanzschule.
Aber kommen wir wieder zur Band. Nach einer längeren Pause gelang es Thomas Naatz (am Bass)
und Paul Mayland an den Drums,
als Front-Singer Ben Anhalt
zu verpflichten. Zusammen mit Stefan von Berg an der Gitarre
präsentierten sich die vier fast ganz in Schwarz. Das Café bot für die Band reichlich Platz und hätte auch noch mehr Zuschauern Sitze geboten.
So hatten sich ca. 50 Leute eingefunden, zu großen Teilen in einem Alter, wo man annehmen konnte, dass sie zu Johnny’s Lebenszeiten seine Songs hörten.



Das Song-Repertoire bewegte sich über viele bekannte Songs beginnend bei „Get Rhythm“, dem „Man in Black“ über den „Ring of Fire“ in der ersten Hälfte.
Für die Zuschauer witzig und interessant: Das Börsencafé, welches an ein ehemaliges Sparkassengebäude grenzt, hat im Keller noch einen alten Tresor.
Und auch sehenswert: Im Nebenraum liegt eine Tanzschule. Schade nur, dass die Tänzer da so ganz den Rhythmus verfehlten, der uns zu Ohren kam.
In der zweiten Hälfte hatte sich das Publikum ein wenig warmgeklatscht und das Quartett um Ben begeisterte unter anderem mit Songs wie „Boy named Sue“ und „Ghost Riders in the Sky“.




Als dann die Ansage kam, dass jetzt Songs kommen, die „eingecasht“ wurden, muss ich gestehen, dass ich mit der Wortwahl nicht so ganz mitgehen konnte. Für mich sind das irgendwelche x-beliebigen Songs, die die Band im Stil von Johnny Cash gesungen hat. Aber sowohl „Heart of Gold“ von Neil Young als auch „Don’t think twice“ von Bob Dylan hat er ja selbst gesungen.
Zur Interpretation der Lieder des Altmeisters der Country-Musik kann ich nur sagen: Super. Ben mit seiner tiefen Stimme brachte die Lieder so gut rüber, dass man sich bei geschlossenen Augen in eine andere Welt versetzt fühlte. Die Gitarren kamen kristallklar und knackig rüber und Stefan legte bei Heart of Gold ein tolles Riff hin.
Was mir auch sehr gut gefiel, war die Tatsache, dass Thomas und Ben zu fast jedem Song eine kleine Historie vorstellten. Das baut eine Beziehung zwischen Publikum, der Band und dem Song auf.
Ganz zum Schluss in der Zugabe spielten sie noch den „Cocaine Blues“ und als danach das letzte von Johnny aufgenomme Stück „Hurt“. Gänsehautfeeling live on stage.





















Ca. 100 Besucher hatten sich im Roten Salon eingefunden, eine sehr gemütliche Stimmung. 
Und die wurde nicht nur die Band aufgeheizt, auch andere Wärmequellen funktionierten ausgezeichnet, eher zu gut. Der Band um Joe Sander wurde warm und wärmer, selbst der im Scheinwerferlicht erprobte Leadsänger mit dem besonderen Tremolo in der Stimme musste sich seiner Jacke entledigen.











Es war nicht allzu kalt, aber die Musik der 4 Johnny Cash-Interpreten sorgte dafür, dass die Stimmung gut aufgeheizt blieb. Und oh Wunder: Als die Vorstellung weiterging, waren die Gänge rund um die Buden wie leergefegt. Man kann also wirklich sagen, dass die Gruppe Johnny Cash Experience ein echter Straßenfeger ist.
Die Case-Drum von Drummer Tom Pelzer glitzerte im Scheinwerferlicht und auch die Gitarren und Bässe hatten einen weihnachtlichen „Anstrich“ bekommen.





um anschließend in Richtung Heimat zu verschwinden.