Heimatkunde – unterwegs im Teutoburger Wald und Umgebung

Teutoburger Wald, Externsteine, Herrmannsdenkmal, Detmold, Schloss Holte, Lippstadt, Möhnesee

Das lange Wochenende lockt und uns war danach, mal die nähere Umgebung zu
erkunden. Ich wollte unbedingt mal (wieder?) zu den Externsteinen,

DSC6228.jpgum diese und die Gegend darum herum zu besichtigen. So gegen 12 Uhr kamen wir an.

DSC6229.jpgUnd waren eigenartigerweise am 1. Mai nicht alleine dort. Gut, hätten wir uns drauf einstellen können/müssen, es ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Horn/Bad Meinberg.
Das Wetter war noch nicht ganz optimal, was uns aber nicht davon abhielt, nach Zahlen des Eintritts die Steine zu besteigen. Und die beste Felsenkletterin von allen wollte unbedingt etwas gegen ihre Höhenangst tun. Was ihr auch gelang. Todesmutig kletterte sie die schmalen Treppen gegen die Angst und die Schwerkraft hinauf,

DSC6264.jpgum dann mit leicht zitternden Händen von oben den Überblick über den Teutoburger Wald zu genießen.
DSC6257.jpgAbwärts ging es schon besser (man hatte sich ja an die Höhe gewöhnt).
DSC6269.jpgCa. 18 km nördlich liegt das Herrmannsdenkmal.

DSC6273.jpgIn luftiger Höhe von 386 Meter schraubt sich dieses Gebäude incl. Skulptur nochmal über 53 m nach oben. In diesem Fall verzichteten wir auf eine Innenbesteigung und versuchten, das Monument mit so wenig Menschen wie möglich vor die Linse zu bekommen. Vergeblich.

DSC6274.jpgGanz in der Nähe liegt Detmold, bekannt aus Funk, Film und Fernsehen. Oder doch nicht?
Ich jedenfalls hatte keine Ahnung, was mich in dieser Stadt erwartet und war deshalb
angenehm überrascht, als wir durch eine gemütliche Altstadt schlendern konnten.

DSC6288.jpg DSC6292.jpg DSC6294.jpg DSC6299.jpgAber das war ja nicht das eigentliche Ziel der Reise. Die nächste Übernachtung war in Lippstadt geplant. Ich muss vorausschicken, „Lippstadt, bloß nicht, ganz fürchterlich,
da will ich nicht hin.“ war der erste Kommentar, als ich die Stadt als Übernachtungsziel vorschlug. Die Planung hatte uns dann doch dahin verschlagen. Aber auf dem Weg dahin wollte ich noch bei Schloß Holte Stuckebrock vorbei. Wie komme ich gerade darauf? Ich hatte in den Verkehrsnachrichten schon so oft den Namen gehört, da musste doch was dran sein. Um es kurz zu machen: Die Stadt selbst heißt „Schloß Holte Stuckenbrock“ mit den Stadtteilen Schloß Holte und Stuckenbrock. Aber um die Leser nicht zu enttäuschen: Es gibt wirklich noch ein Schloß Holte, ein wunderschönes Wasserschloß, in Privatbesitz und die Wohnungen darin sind vermietet. Aber ein Blick von draußen ist erlaubt.

DSC6307.jpg DSC6316.jpgEs geht ca. 45 Min. weiter nach Lippstadt. Erschöpft durch die ganzen Erlebnisse machen wir um 18 Uhr im Hotel eine kleine Pause und stellen dann anschließend fest, dass die Sonne mittlerweile untergegangen ist. Bleibt nur noch die Nachfotografie. Aber dazu ist es noch zu hell. Zum Glück winkt in der zauberhaften Altstadt ein Steakhaus mit wirklich zivilen Preisen und einem wirklich hervorragend gebratenen Stück Fleisch: 200 gr. Filetsteak für 18,80 Euro.
Als wir angenehm gesättigt wieder auf die Straße treten, ist die blaue Stunde mitten im Gange und mir gelingt es, die kleinstättische Atmosphäre einzufangen.

DSC6328.jpg DSC6330.jpg DSC6331.jpg DSC6326.jpg DSC6321.jpgAm nächsten Morgen bin ich wie üblich früh wach, die Sonne scheint und ich begebe mich bei Tageslicht auf Entdeckungstour. Lippstadt ist aufgrund der vielen Radwege gut mit dem Rad zu erkunden. Die Lippe durchzieht die Stadt mit vielen Armen (Grüner Winkel), die bei warmen Temperaturen als Naherholungsgebiet zu empfehlen sind.

DSC6349.jpg Ich nutzte das Morgen- und Gegenlicht, um die verschlafene Stimmung dieser Kleinstadt einzufangen.DSC6352.jpg

DSC6362.jpgNach einem äußert leckeren Frühstück im Hotel Lippischer Hof – es gibt unter anderem selbst gebackenes Bananenbrot in der gleichen Qualität wie das „Original“ auf Maui – machen wir noch einen weiteren Rundgang durch die Stadt und uns dann auf den Weg zum Möhnesee.

DSC6388.jpgHier lockt strahlend blauer Himmel und wir spazieren über die Staumauer hin- und zurück.

DSC6401.jpg DSC6390.jpgNicht nur in Köln, auch hier hat die „Schloßkultur“ Einzug gefunden.

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Und dann gibt es noch die besonders Sicherheitsbewussten:

DSC6397.jpgLangsam schieben sich die ersten Wolken vor die Sonne und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Ein schöner Miniurlaub geht zu Ende. Mal sehen, wohin es uns beim nächsten mal verschlägt.

Bildergalerie Externsteine und Herrmannsdenkmal:

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Bildergalerie Detmold – Schloß Holte-Stuckenbrock

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Bildergalerie Lippstadt

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Bildergalerie Möhnesee

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Johnny Cash Experience – ihre Musik – gehört und vorgestellt

Mir liegen zur Zeit drei Alben der Country Gruppe „Johnny Cash Experience“ vor. Und ich möchte sie nach bestem Wissen und Gewissen vorstellen.

Vorausschicken sollte ich allerdings, dass ich kein großer Musikkenner bin. Das Werk eines der größten Country Stars, Johnny Cash, ist mir vertraut (wenn auch nicht in- und auswändig), so doch zu großen Teilen. Und obwohl ich selbst nicht sehr musikalisch bin, weiß ich doch, welche Musik mir gefällt. Und Johnny Cash und Johnny Cash Experience gehören definitiv dazu.

Die drei Alben, über die mir angehört habe, sind die folgenden:

Johnny Cash Experience, We walk the lineJohnny Cash Experience, Home of the bluesJohnny Cash Experience, Hit the road and go

Die Reihenfolge ergibt sich zum einen aus der zeitlichen Abfolge der Erscheinung, aber auch nach steigender Beliebtheit meinerseits.

Auf der ersten CD sind als Interpreten Roxanna Red, Joe Sander, Oliver „Grant“ Janke, Steffen „Jack“ Ebbers und Olaf Herrmann vertreten, also eine Abweichung von der zur Zeit aktuellen Besetzung. Die Gruppe läuft da auch unter dem Namen Carter Cash Tribute. Und wie der Name schon vermuten lässt, sind hier Songs mit dabei, bei denen Johnny Cashs Ehefrau, June Carter Cash, mitgesungen hat. Hört sich absolut nicht schlecht an, aber der Sound der späteren Alben klingt hier meiner Ansicht nach noch nicht so durch. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Joe’s unverwechselbaren Bariton am liebsten einzeln höre… Meine Frau jedenfalls hört mir gerade über die Schulter und stellt fest, dass sie die Songs noch mehr mag als ich.

Hier noch alle Titel der CD „We walk the line“:

Johnny Cash Experience, Rückseite des Covers von we walk the line

Das zweite Album, das ich hier vorstelle, trägt den Namen „Home of the blues“, ein bekannter und unheimlich schöner Song, von J. (wer auch immer gemeint sein mag) schön interpretiert. Die Besetzung ist auch hier noch etwas abweichend von der Konstellation, die man meistens bei Live-Auftritten erleben kann, es haben sich Joe Sander, Olli Janke, Olaf Herrmann, Thomas (Tom) Pelzer und Markus Pelzer eingefunden.

Hervorzuheben ist für meinen Geschmack hier der Kris Kristoffersen Song „Sunday Morning Coming down“. Viele Country Sänger haben sich daran versucht, die Version von Johnny Cash Experience gehört für mich mit zu den besten. Und Neil Diamond hätte sich auch bestimmt über die Version von „Solitary Man“ gefreut. Dass diese CD nicht ganz oben auf dem Treppchen landet, liegt vermutlich an meinen eigenen Favoriten, von denen jeder seine hat. Aber auf jeden Fall ein empfehlenswertes und sehr gut hörbares Album.

Johnny Cash Experience, Rückseite des Covers von Home of the blues

Beim dritten Album, „Hit the Road and Go“ kommt bei mir das auf, was ich mit Gänsehautfeeling bezeichnen möchte. Der erste Song „She used to love me a lot“ steht bei Youtube auch als Video zur Verfügung und gibt einen Einblick in das, was man noch von der CD zu erwarten hat.

Und dann geht es in diesem Stil weiter. Seltener gehörte Stücke wie „Spiritual“ bringen die andere Seite von Johnny und Joe zum Vorschein, weniger fetzig, aber wahnsinnig intensiv. Beim Neil Young-Song „Heart of Gold“ bearbeitet Olaf die Mundharmonika wie im Original, einfach super. Bei „Ain’t no Grave“ fährt Joe seinen Bariton so richtig aus und es läuft einem kalt den Rücken herunter.

Und wenn es auf die letzten Songs zugeht, „I won’t back down“ und dann „We’ll meet again“, dann überlege ich mir im Auto, ob ich nicht noch einen größeren Umweg fahre, um die CD zu Ende zu hören. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag und da kann ich zum Glück von vorne anfangen…

Auch hier die Titel dieser CD:

Johnny Cash Experience, Rückseite des Covers von Hit the road and go

Ich kann nur sagen: Kaufen und/oder live hören, Termine und Bestellmöglichkeit der CDs auf der Homepage von Johnny Cash Experience: www.jc-experience.com. Downloads gibt es bei Amazon.

Johnny Cash Experience begeistert Duisburg

Das Brauhaus Webster

DSC4891.jpghatte zu Johnny Cash Experience eingeladen. Und das Konzert war (verständlicherweise) ausverkauft.

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Ich hatte kurz davor noch eine CD mit den Highwaymen (Johnny Cash, Willie Nelson, Krist Kristoffersen und Waylon Jennings) gehört und war daher richtig gut auf die Truppe um Joe Sander eingestimmt. Lange hatte es gedauert, bis die Herren mal wieder bei uns gastierten. Im Februar waren sie einige Male bei mir in der Nähe. Aber da war ich (leider?) in Oregon und sie ließen sich nicht dazu bewegen, die Konzerte ein paar tausend Meilen weiter westlich oder zeitlich nach hinten zu verlegen.

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Egal. Die Jungs rockten mal wieder den Saal. Neben altbekannten Songs des Altmeisters Johnny Cash kam auch ein neues in Portofolio aufgenommenes Stück dazu.

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Aber was für mich die Konzerte im Endeffekt so toll und einzigartig macht, ist die Tatsache, dass nicht nach einem standardisierten Programm gespielt wird, sondern so, wie die Jungs Lust und Laune haben. Und vielleicht auch mal einen Zuhörerwunsch erfüllten.

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Jedenfalls ging das Publikum in der vollbesetzten Lokalität gut mit. Und wenn mehr Platz gewesen wäre, hätten noch mehr auf dem Gang getanzt.

DSC5352.jpg DSC5337.jpgEs hat sich gelohnt. Super Jungs, beim nächsten Konzert in der Nähe bin ich wieder dabei.

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Und wer nicht die Gelegenheit hatte, zum Konzert zu kommen, aber trotzdem nicht auf den Genuß von Joe’s „marbless voice“ und der Unterstützung von Olli, Olaf und Tom zu verzichten, der schaue mal auf der Webseite von Johnny Cash Experience nach, um CDs zu bestellen oder lade sich die Songs oder Alben direkt bei Amazon runter.

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Route Industriekultur – Alsumer Berg Duisburg

Route Industriekultur – Alsumer Berg

Im Westen von Duisburg, direkt am Rhein, liegt der Alsumer Berg. Wie wir „on top of the hill“ erfuhren, eine alte Müllhalde, bei der auch noch Methangase austreten können. Um den Gipfel zu erreichen, startet man vom Parkplatz am Alsumer Steig und läuft über das Grüngelände mit Thyssen Krupp Steel im Rücken am Rhein entlang. Wir waren um 18 Uhr in Essen gestartet, um den Sonnenuntergang an diesem schönen Tag dort mitzubekommen.

Schon auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Kühlturm vorbei, dessen heruntersprühendes Wasser in Licht der Abendsonne glitzerte. Langzeitbelichtung Nr. 1.

DSC4428.jpgUnd die weitere Zeitplanung passte auch wunderbar. Wir liefen der untergehenden Sonne entgegen

DSC4453.jpgund erklommen die 50m hohe „Beecker Halde“. An vier Aussichtspunkten hat man einen Überblick in alle Himmelsrichtungen. Richtung Westen ging gerade die Sonne unter und bescherte uns einen Anblick, den ich schon fast „Hawaiian like“ bezeichnen möchte. Rheinabwärts liegen die Kraftwerke Walsum und Voerde, im „Inland“ Thyssen Krupp Steel, sowie die Hochöfen des Kraftwerks Hamborn und des Kraftwerks H. Wenzel.

Die ganze Zeit begleitete uns das Licht der Fackel von Thyssen Krupp wie eine überdimensionale Taschenlampe. Das machte (im nachhinein betrachtet) auch das Wechseln der Objektive einfacher.

DSC4450.jpgWir genossen den Sonnenuntergang bei Kartoffelsalat

DSC4491.jpg DSC4496.jpgund wandten uns dann den oben erwähnten Objekten zu. Neben der Fackel steht ein quadratischer Kühlturm,

DSC4531.jpgder in gewissen Zeitabständen nicht nur ein laues Lüftchen Wasserdampf in die Atmosphäre entlässt, sondern aus allen Öffnungen an den Seiten „abbläst“. Habe mal versucht, dieses Schauspiel einzufangen. Es sah absolut imposant aus, vor allen Dingen, weil es von der riesigen Fackel angeleuchtet wurde.

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Aber auch in den anderen Himmelsrichtungen sah es sehr interessant aus:

DSC4562.jpgDSC4595.jpgMit ca. 200 Fotos auf dem Chip ging es gegen 22 Uhr heimwärts. OK, so einige Sachen fielen mir da auf dem Weg noch auf, aber wir können ja wiederkommen.

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Dortmunder Hafen – Henrichshütte Hattingen

Kürzlich hatte ich mal Fotos vom Dortmunder Hafen bei Dunkelheit gesehen. Und fand diese schon imponierend. Vor allen Dingen: Welcher Dortmunder Hafen? Im Jahre 1895 fand der erste Spatenstich für diese riesige Industrieanlage am Dortmund Ems-Kanal statt. Heute ist er der größte Kanalhafen Europas. Infos zur Geschichte gibt es auf der Webseite zum Dortmunder Hafen. Eigentlich hatte ich davon geträumt, die Kräne, die Schiffe und das Wasser beleuchtet zu sehen. Aber am Ostersamstag ruhte auch hier die Arbeit.

DSC4327.jpgDeshalb gibt es „nur“ Fotos vom alten Hafenamt, welches 1899 eingeweiht wurde und heute die Wasserschutzpolizei beherbergt.

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Auf dem Rückweg ging es nach Hattingen, zur Henrichshütte. Ich hatte gelesen, dass das alte Stahlwerk in voller Beleuchtung zu sehen sei, so wie der Landschaftspark in Duisburg.

Als wir auf dem Weg nach Dortmund dort ankamen (noch bei Tageslicht), war uns der Eintritt wegen einer geschlossenen Gesellschaft leider nicht möglich. Aber im Licht der untergehenden Sonne sah es auch schon sehr nett aus. Leider konnte uns auch keiner sagen, wie es später bei Dunkelheit aussehen könnte… DSC4324.jpgAls wir dann nach Einbruch der Dunkelheit zurückkamen, erstrahlte das Werk wie ein beleuchteter Christbaum. Es könnte sehr viel Spaß machen, dort mal eine Führung mitzumachen und dann in den Strukturen zu fotografieren. Leider ist der Mond etwas überstrahlt.

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Galerie Dortmunder Hafen
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Galerie Henrichshütte Hattingen

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