Vernissage „Zufall – ein Prinzip?“ von Adriane Skunca

Wenn mir jemand früher erzählt hätte, dass ich mit Künstlern zusammenarbeite, hätte ich nur merkwürdig geschaut. Dazu gehört auch, dass ich jedem, der es (vielleicht auch nicht) hören möchte, sage: Ich bin Kunstkenner, ich weiß genau, was mir gefällt. Merkwürdigerweise sagen die Fachleute dann: Das ist schonmal ein Anfang.

Aber jetzt zum Thema. Seit vielen Jahren kenne ich Adriane Skunca. Unsere früheste Zusammenarbeit begann damit, dass sie während ihrer Studienzeit in der Modebranche kreativ tätig war. Im Jahr 1989 bat sich mich, ihre eigene Modekollektion zu fotografieren. Leider kann ich wegen fehlender Genehmigungen der damaligen Models diese Fotos nicht zeigen.

Die Künstlerin Adriane Skunca in der Tür der Rathausgalerie Attendorn

Im letzten Jahr erhielt ich dann einen Anfrage, wieder fotografisch für sie tätig zu sein. Ich sollte mit einer hochauflösenden Kamera ihre Bilder abfotografieren. Ein Job, der einige Stunden Zeit kostete, aber auch sehr viel Spaß machte. Dabei erfuhr ich auch, wie kreativ die in der Zwischenzeit zur Kunstpädagogin ausgebildete Adriane geworden war.

Ich könnte jetzt aus diversen Veröffentlichungen ihren Stil zitieren oder rauskopieren, verweise dazu aber lieber auf einen entsprechenden Pressebericht und auf ihre Webseite.

Vor kurzem schrieb sie mich wieder an mit der Frage, ob ich Lust hätte, bei ihrer ersten Vernissage zu fotografieren. Vernissage und ich? Keine Ahnung, ob mir das gefällt. Bei so was war ich noch nie. Meine Neugier war geweckt.

Also fand ich mich am 6.4.2019 in der Rathausgalerie in Attendorn ein.

_D498370Eine Kollegin aus einem Forum für Kunstlehrer hatte ihr diese Möglichkeit zur Ausstellung angeboten.

Das Attendorner Rathaus (übrigens ist Attendorn eine Hansestadt, obwohl sie nicht wie z.B. Bremen, Hamburg oder Rostock das H im Autokennzeichen führt) ist ein schönes altes Gebäude und die Galerie erstreckt sich über zwei Etagen.

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Dort waren in den luftigen Räumen und im Treppenhaus mehr als 80 ihrer Werke ausgestellt.

Ausstellungsräume mit Werken von Adriane Skunca

Ausstellungsräume mit Werken von Adriane Skunca

Ausstellungsräume mit Werken von Adriane Skunca

Ausstellungsräume mit Werken von Adriane Skunca

Ich fand die Arrangements sehr geschmackvoll. Es zeugte von Sachverstand, wie die Klein- und Mittelformate aufgehängt worden waren.

Die Bilder der Ausstellung sind zu Werkgruppen von sieben verschiedenen Maltechniken geordnet, die auf Zufallsverfahren beruhen. Die meisten Bildtitel sind Zitate aus der Erzählung „Die Verwandlung“ von Franz Kafka.

Und hier mein persönlicher Kommentar: Auch wenn ich nicht direkt verstehe, wie man zu einem Titel unter einem Bild kommt, was die Intention für ein Bild ist, ich finde die Farbzusammenstellung, die Art der Malweise sehr harmonisch und kann einfach sagen: Sie gefallen mir. Egal, ob es kräftige Gelb- oder Brauntöne sind oder die Farbe Blau im Mittelpunkt des Interesses steht, immer versteht es Adriane, den Blick des Betrachters auf ein Werk zu ziehen und lädt ihn ein, dort zu verweilen.

Eröffnet wurde die Ausstellung vom Bürgermeister der Stadt, Christian Pospischil. Die Einführung übernahm Monika Schulte-Klaus vom Kulturverein KULTURa Attendorn www.kultura-attendorn.de. Sie war auch für die Konzeption der Ausstellung und Hängung der Bilder verantwortlich. Danach gab es begleitet durch dezente Improvisationen des Jazz-Pianisten Thomas Scherer die Möglichkeit, sich auf die Ausstellung zu konzentrieren und über die Werke zu diskutieren, was auch reichlich genutzt wurde.

Die Künstlerin Adriane Skunca im Gespräch mit Besuchern

Die Künstlerin Adriane Skunca vor ihren Werken

Gegen 12.30 Uhr leerten sich die Galerieräume so langsam und für mich war es auch Zeit, die Rückfahrt anzutreten. Also ich kann sagen: Meine erste Vernissage hat mir gefallen.

Und wem die Bilder von Adriane gefallen, der sollte sich auf ihrer Webseite umschauen.

Die ausgestellten Werke, sowie weitere Bilder von ihr, die seit 2015 in ihrem Atelier entstanden, sind käuflich zu erwerben. Preise auf Anfrage unter adriane.s@web.de.

 

déjà spielt im QB’s in Wuppertal

Neulich hatte ich vom Konzert von Kate im QB’s berichtet. Und auch davon, dass ich wieder nach Wuppertal zum sympathischen Christoph Kuberka

_D593527in diese Location kommen würde. Am 29.03.2019 ergab sich die Gelegenheit, als das Duo déjà dort auftrat.

Als ich ankam, standen die beiden Damen gerade vor dem Eingang, in einen fröhlichen Plausch vertieft. Wer verbirgt sich hinter diesem französischen Namen? Nun, da hätten wir auf der einen Seite die dunkelhaarige zierliche Julia Podolecki, bewaffnet mit Gitarre, Geige, Mundharmonika und einer Stimme, die in reziprokem Verhältnis zur ihrer Körpergröße steht.

_D593481Auf der anderen Seite blond, mit einem verschmitzen Lächeln Desirée Simons. Sie ist Musiktherapeutin und wohnt in Roermond.

_D593480Und direkt für alle, die dieses Städchen nur vom Factory Outlet kennen: Nehmt Euch mal die Zeit, die Stadt selbst zu besichtigen.

Die beiden legten gekonnt los mit selbst geschriebenen und einigen Coversongs. Als sie „whats up“ von den „4 non blondes“ intonierten, konnte man hören welche Stimmengewalt hinter diesen zwei Damen stand. Absolut beeindruckend. Aber auch Amy Whinehouse hätte sich über ihre Interpretation von „Valerie“ sehr gefreut. OK, Ring of Fire von Johnny Cash passt (in meinen Augen) besser zu einer tiefen Baritonstimme. Aber ich fand es mutig und in Ordnung, dass sie sich daran wagten.

_D593476 _D593356Die selbstgeschriebenen Stücke waren sehr einfühlsam und waren aus dem Leben gegriffen. Gut anzuhören, gingen ans Herz.

_D593338 _D593353Zwischendurch die eine oder andere Geschichte, wie es zu den selbst geschriebenen Songs kam. Ich fand dies sehr unterhaltsam. Und wenn man sich die Fotos anschaut, sieht man auch, wieviel Spaß die Damen hatten und wie gut sie sich verstehen.

_D593482 _D593476Das Publikum (leider nur aus 11 Zuschauern bestehend) war jedenfalls begeistert und „überredete“ die beiden attraktiven Damen zu zwei Zugaben.

_D893722Auch hier kann ich nur sagen: Sehens- und hörenswert. Ich hoffe, dass wir wieder zusammentreffen.

Infos zu déjà gibt es auf ihrer FB-Seite.

Swinging Mafia – mit dabei bei einer Revue-Show in Aachen

Eine Anfrage einer mir bekannten Sängerin und Schauspielerin brachte mich in den Genuss, bei der Revue-Show Swinging Mafia als akkreditierter Fotograf hinter der Kamera zu stehen.

Vorausschicken muss ich, dass ich bisher weder mit Revue-Shows noch mit Musicals etwas am Hut hatte. Dementsprechend neugierig war ich auf das, was geboten wurde. Wir fanden uns am Nachmittag in Aachen ein. Die Stadt machte ihrem Namen als Regenloch alle Ehre. Vom Hotel ging es am Abend zum Saalbau in der Hüttenstraße. Vom Saalbau hatte ich als Essener eine andere Vorstellung, wurde aber dennoch nicht enttäuscht, als wir in einen großen Saal kamen, der vollbesetzt mit Gästen war.

Dem Motto der Show entsprechend waren viele Damen im Stil der 20er Jahre gekleidet, eine Augenweide.

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Als der Vorhang aufging, wurde uns der Handlungsstrang im Groben erläutert:

Chicago zur Zeit der Prohibition. Alkohol gibt es offiziell nicht, aber es gibt Möglichkeiten, das Verbot zu umgehen. Darum herum entwickelt sich eine herzzereißenden Liebesgeschichte zwischen dem Jungen vom Lande, Jimmy Davis, der sich promt in Doris Delamonde, die Tochter des Club- und Barbesitzers Leroy Brown verliebt.

_D892594 _D892576 _D892557Unterlegt und garniert wird die Show mit vielen Songs von Frank Sinatra die _D892354sowohl dem älteren Publikum (die Damen, die neben mir saß, war 90, so erzählte sie mir) als auch den Youngsters bekannt waren. Mir zumindest gefiel richtig gut und dem Publikum auch.

_D892457 _D892710 _D892618Die Kostüme (und derer gab es viele) verrieten viel Arbeit und Liebe zum Detail. Auf der Bühne fühlte man sich wirklich locker 100 Jahre zurück versetzt.

_D892866Die Big Band, die auf der rechten Bühnenseite performte, tat ein übriges, um den Abend unvergesslich zu machen.

_D498167 _D892303 _D497976 _D497955 _D497944 _D892511Wer mehr von dieser interessenten Truppe sehen möchte, findet es auf ihrer Webseite.

Kate Rena spielt im QB’s in Wuppertal

8.2.2019. Wuppertal. QB’s Musikcafe. Kate Rena. Ich hatte die Veranstaltung im Netz gefunden und es hörte sich interessant an. Beginn 19.30 Uhr. Eine kurze Kontaktaufnahme mit der Künstlerin brachte zum Vorschein, dass es sich bei der Location um ein kleines Cafe handelt mit nicht allzuvielen Plätzen. So ca. 15. Also fand ich mich nebst Gattin eine halbe Stunde früher ein, um mir in dem bevorstehenden Gedränge einen guten Platz zu sichern.

Was ist das QB’s? In einem Hinterhof steht ein altes Gebäude, ein Kontor. Was ist das? Als wir ankamen, wurde ich von genau zwei Personen begrüßt: Dem Veranstalter, Christoph Kuberka und der Vortragenden, Kate Rena Fleming. Christoph klärte mich über die Location auf: Früher, als noch sehr viel Industrie in Wuppertal ansässig war, gab es neben den eigentlichen Werkshallen noch die Büroräume, das Kontor. Hier handelte es sich um den Bürokomplex einer ehemaligen Gummifabrik. Mittlerweil urgemütlich mit Sofas, einer Bühne und natürlich einer Ausschankmöglichkeit. Die Wänder waren mit Alu-Dibond-Werken von Claudia Eisel aus Solingen geschmückt, sehr geschmackvoll und toll fotografiert.

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_D496558Christoph selbst ist Musiklehrer und ein Raum ist gefüllt mit Gitarren und auch einem kleinen „Werkstatt-Teil“

_D496552 _D496551Neben diesen Räumlichkeiten gab es noch das „Wohnzimmer“, aber dazu kommen wir später.

_D496557Kate ist eine sehr sympatische Frau und wir hatten vor Beginn des Konzertes eine Weile die Gelegenheit, uns ein wenig zu unterhalten.

Gegen 20 Uhr stieg sie dann auf die Bühne, um die (inclusiv Wirt) SIEBEN Personen zu unterhalten. Ich finde es sehr, sehr schade, dass diese großartige Songwriterin und Sängerin nicht mehr Publikum vor sich hatte. Kate ist unter anderem als Hochzeitssängerin und bei Events in ganz Deutschland unterwegs und mit ihrer warmen Stimme begeistert sie ihr Publikum. Der Musikstil geht in die Folk-Pop Richtung mit einem kleinen Touch von Country (der ihr sehr gut steht), aber zwischendurch fühlte ich mich auch ein wenig an Reinhard Mey erinnert. Kleine Geschichten, die das Leben schreibt, bilden die Brücke zwischen den Songs und man hat das Gefühl, dass man neben ihrer Art, Musik zu interpretieren, auch den Mensch ein Stückweit kennenlernt.

_D891731 _D891736 _D891794Nach der Pause beschlossen dann alle, in das „Wohnzimmer“ umzuziehen. Es wurde noch gemütlicher, ein Mikrofon war aufgrund der Größe des Raumes nicht vonnöten und Kates Stimme erfüllte wunderbar den Raum. Mittlerweile hatten sich zwei weitere Gäste eingefunden, dass das Auditorium auf 9 Personen angewachsen war.

_D891999 _D891978 _D891873 _D891840 _D891860 _D891956 _D891899Als das Konzert dann zu Ende war, verabschiedeten wir uns wie Freunde. Und ich weiß, ich bin nicht das letzte Mal dabei gewesen. Weder im QB’s noch bei Kate.

Mehr Informationen zu Kate gibt es hier:
https://www.kate-rena-music.de/

Wenn ihr euch über weiter Konzerte im QB’s informieren wollt:
https://musikcafe-cronenberg.de/live-in-concert/

13.10.2018 – Heimreise

Was liegt heute an? Leider die Heimreise. Wir hatten das Hotel aufgrund eines späten Abflugtermins so gewählt, dass wir den Tag noch gewinnbringend nutzen konnten. Und das bedeutet, gemütlich an der Küste herunterzufahren, mal anzuhalten und ein wenig zu fotografieren.

Beginnen konnten wir mit einem guten Frühstück. Eigentlich bot das Hotel keines inklusive an, aber auf Grund unseres Diamond Select Status bot man uns dieses im inhäusigen Restaurant an. Nach Vorbestellung. Zwei Getränke konnte man auswählen (ich nahm einmal Kaffee und einmal Orangensaft, der schmeckte wie frisch gepresst), dazu Bacon und Spiegelei sowie Bratkartoffeln. Das ganze auf Porzellan mit Metallbesteck in schon fast edlem Ambiente, das Hotel nehmen wir wieder. Vor allen Dingen deshalb, weil wir es uns mit unseren Best Western Punkten geschossen hatten. Belastung auf der Kreditkarte: Null Euro.

Ein letzter Blick mit der Kamera von oben in das Treppenhaus.

Danach den Wagen beladen, überflüssiges wegwerfen und auf den Weg nach Süden machen. Südlich von Oxnard stießen wir auf dem Freeway 1 wieder auf die Küste und schauten uns die Gegend an, die wir Kürze verlassen würden. Am Point Mugu State Park die Gelegenheit für ein paar Fotos.

Etwas weiter südlich kam dann schön die Sonne raus und gab mir (etwas nördlich von Malibu) die Gelegenheit, nochmal auf die Wellen draufzuhalten.

Charley Harpers Haus haben wir nicht gesehen. Aber was wir sehr mutig fanden, war die Art, wie die Leute an der Küste bauen. Viel Grund auf dem Festland haben sie nicht beansprucht.

In den Bergen standen dann schon ein paar nette Villen – unbezahlbar.

Dann in L.A. deutsche Töne:

Kurz bei Costco tanken (wir waren nicht die einzigen und es brauchte ca. 15 Minuten, bis wir dran waren). Danach zum Flughafen, Auto abgeben und Gepäck abgeben. Aufgrund unseres Silver Status durften wir uns in die Premier Line stellen und wurden mit ausgesuchter Höflichkeit behandelt. Auch der Koffer meiner Göttergattin wurde mit 52 lbs noch durchgewunken. Glück gehabt, obwohl ich die Dame sagen hörte, bis 70lbs wären OK. So ganz habe ich es nicht begriffen.

Dank TSA Pre-Status waren wir auch ruckzuck durch die Security und begaben uns zur Alaska Lounge.

Dort durften wir mit unserem Priority Pass nicht rein. Oben am Schalter fragten wir nach: In einer halben Stunde ginge es wieder. OK, das halten wir noch aus.

In der Lounge leckere Salate und superschnelles Internet. wenn ich das immer gehabt hätte…

Dann in den Flieger, die Abendsonne beleuchtet den Flughafen und los geht es für 10 Stunden ab nach Osten.

Von seinem letzten Flug hatte unser jüngster Sproß berichtet, dass er auf dem Weg nach Europa Nordlichter gesehen hatte. Da meine charmante Reisebegleiterin in diesem Punkt total aufgeregt war und mehrfach unsere Sitzplätze umgebucht hatten, nur um dieses Spektakel zu sehen, waren wir schon etwas neugierig deswegen. Aber entweder hatten wir uns davon zuviel versprochen oder die Aktivität im Norden war nicht so dolle, jedenfalls sah ich nichts, was die Kamera auch mit einer Lanzeitbelichtung hätte einfangen können. Als dann so langsam der Morgen dämmerte, hielt ich doch die Linse aus dem Fenster und machte zumindest ein Foto.

In London hatten wir mehrere Stunden Aufenthalt, die ich zu einem kleinen Schläfchen nutzte. Dann noch eine Stunde nach Deutschland in die deutsche Bürokratie. An der Passkontrolle mühten sich zwei Beamte redlich, die über 100 Menschen abzufertigen. Warum die vier automatisierten Kontrollen nicht geöffnet waren? Nobody knows. Aber irgendwann öffneten sich auch diese Schleusen und es ging erheblich schneller voran.

Endlich zuhause.