Sommerfest im Moerser Brauhaus mit Johnny Cash Experience

Der Regen hatte den ganzen Tag beherrscht und so verzogen sich nicht nur die vier sympatischen Boys von Johnny Cash Experience, sondern auch die Gäste in die gemütlichen Räumlichkeiten des Moerser Brauhauses. Dort wird man von der äußerst sympathischen und hübschen Bedienung mit gutem Essen versorgt. Testet es aus.

_D571905.jpgDie deutsche Tribute-Band um Joe Sander bewies mal wieder, dass sie zu den besten in der Branche gehört.

_D572048.jpgJoe stimmgewaltig als Frontsänger,

_D572014.jpgam Bass cool und lässig Oli

_D571924.jpgvirtuos an der Gitarre Olaf

_D571993.jpgund am Schlagzeug agil bis in die Fingerspitzen Tom.

Den werden wir bei den Konzerten nicht mehr allzuoft miterleben. Er wird vermutlich in Wesel in der Scala am 1.9. eines der letzten Konzerte in dieser Band mitmachen. Schade Tom, wir werden Dich alle vermissen.

Um den Nachwuchs der Fans nicht abreißen zu lassen, war es mir gelungen, zwei Damen jüngeren Alters mitzuschleifen. Auch diese zeigten sich von der Performance begeistert und buchten sofort für das Weihnachtskonzert am 1.12. Ebenfalls im Moerser Brauhaus. Meine Empfehlung: Jetzt schon einen Tisch reservieren. Entweder per Telefon oder hier.

_D572047.jpg _D572024.jpg _D571915.jpg

 

17.06.2016 – Flug nach Deutschland – Resumée

Um 3.30 Uhr geht wirklich der Wecker. Mitten aus dem Tiefschlaf. Unsicher torkele ich in die Dusche und versuche, einen klaren Kopf zu bekommen. Um 4 Uhr soll der Shuttle Bus gehen, um 3.55 Uhr sollen wir da sein. Logisch, dass wir erst um 4.15 Uhr loskommen, weil der Fahrer noch andere Gäste bedienen musste.

Dafür hat er uns als einzigen Mitfahrer und kann dank einer Abkürzung am Terminal 7 bei United anhalten. Das Gepäck ist schnell eingecheckt, welch Wunder und wir machen es uns für eine kurze Zeit noch in der Alaska Lounge gemütlich. Ein wenig Frühstück nachholen.

Der Flieger ist rappelvoll und die Beladung dauert. Ein Mann vom Außenpersonal meint, dass wir den nächsten Slot erst in 1,5 Stunden bekommen, falls nicht alle innerhalb von 3 Minuten sitzen und wir die Kabinentür schließen können. Das wirkt.

Die Sitze sind ziemlich eng, In-Seat Entertainment fehlt völlig. Dafür gibt es jetzt in den Sitzen des Vordermannes Halterungen, um ein Tablet aufzunehmen.

Einen Teil eines Films bekomme ich auf dem iPad mit, dann schlafe ich ein. Die Wiederaufnahme des Films klappt wegen Netzwerkproblemen nicht. OK, dann lese ich noch ein wenig und döse vor mich hin.

Pünktlich landen wir in Newark. Leider gibt es in unserem Terminal (C) keine passende Lounge und wir machen uns auf den Weg via Skytrain in die Art & Lounge im Terminal B. Dort gibt es halbwegs leckere Verpflegung und ich kann in Ruhe den Bericht bis hierhin schreiben.

Nun sitzen wir im Flieger nach Hamburg und warten darauf, dass es losgeht. Tut es aber nicht. Wegen eines Fehlers in einer Hydraulikanzeige gab es eine Verzögerung von ca. zwei Stunden, den die Maschine leider nicht aufholen konnte. In HH teilte man uns dann mit, dass wir den Anschlussflug nicht bekommen würden. Die Bahnkosten würde man uns erstatten. Oder uns umbuchen auf einen Flug am nächsten Tag am Morgen. Inakzeptabel. Wir starteten noch ein Gespräch mit der Hotline von United, um zu erfahren, ob auch ein Mietwagen bezahlt werden würden. Aber selbst der amerikanische Supervisor konnte uns dazu auch nicht Verlässliches sagen. Also Bahn. Wegen des langen Wochenendes in Deutschland waren alle Sitzplätze laut Computer ausgebucht und 4 Stunden stehen sind nicht wirklich prickelnd. Am Ticketautomaten wollte man keine von unseren Karten akzeptieren, Sch… Also ins “Servicecenter” und dort ganz regulär die Fahrkarten gekauft. Von HH bis Bremen quetschten wir uns auf den Boden vor den Ausgängen,

in Bremen stiegen dann Leute aus und wir konnten den Rest der Strecke friedlich (und schlafend) bis Essen verbringen, wo uns unser Filius abholte. Endlich wieder zuhause.

Resumée

Wir haben alles richtig gemacht. Wir haben die richtige Reisezeit für diese Gegend gewählt (in der kommenden Woche soll es richtig warm werden). Die Location selbst war auch perfekt: Kühle Nächte, angenehme Tage – wir haben fast jeden Tag auf dem Balkon gefrühstückt. Das Haus war ein Traum. Es fühlte sich weniger wie Ferienwohnung denn wie zuhause an, integriert in den american way of life. Über das Auto habe ich mich zuvor schon ausgelassen, aber ich wiederhole es gerne: Einen schöneren Wagen kann ich mir für den Urlaub nicht vorstellen (vielleicht noch dunkelblau metallic wie bei Steve McGarret, aber wir wollen ja nicht korinthenk… sein).

Flagstaff selbst ist eine Stadt in genau der richtigen Größe. Sie strahlt Gemütlichkeit aus, ist sauber, die Menschen freundlich. Man hat direkt das Gefühl, sich hier wohlfühlen zu können. Dazu alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten. Ein gut ausgebautes Bus-System mit Hybrid-Bussen. Abgesehen von ein paar vierstöckigen Studentenwohnheimen der Northern Arizona University keine Hochhäuser.

Gut, wir sind eine Menge gefahren. Ca. 6.000 Meilen standen hinter mehr auf dem Tacho. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass das Fahren Anstrengung bedeutet. Eigentlich mehr Entspannung und Freude, in einem so tollen Wagen sitzen zu dürfen. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch das Sirius Satelliten Radio, welches uns rund um die Uhr mit schöner Musik versorgte.

Während dieser 6.000 Meilen haben wir 271 Gallonen Sprit verfahren, was grob gerechnet 22,14 mpg = 10,62l/100km bedeutet.

Was mich auf der Fahrt verschiedentlich sehr erstaunt hat: Die Spritpreise schwanken selbst innerorts heftig. Während die eine Tankstelle Normalbenzin für 2,299 USD anbietet, sind die großen Markentankstellen durchschnittlich 30 bis stellenweise 60 Cent pro Gallone teurer. Und das fast in Sichtweite der anderen Zapfsäulen. Wer tankt da?

Flagstaff hat den teuersten Sprit in der Umgebung, ca. 2,459 USD/Ga, im Süden ist es stellenweise wesentlich billiger (Costco Phoenix 2,139 USD/Ga), in LA bekamen wir den preiswertesten Treibstoff bei Costco für 2,659 USD/Ga.

Und: In den sonnendurchglühten Gebieten von Phoenix und Lake Havasu, wo wirklich an wenigstens 365 Tagen die Sonne scheint: Kaum Solarzellen auf den Dächern, obwohl diese den Strom für die wirklich notwendigen Klimaanlagen locker liefern könnten.

Vielen Dank an alle, die uns auf dieser wunderbaren Reise begleitet haben. Ich hoffe, es hat Euch gefallen und Ihr konntet den einen oder anderen Tip für die eigene Reise mitnehmen.

Karin & Rolf

16.06.2017 – Fahrt nach Los Angeles

Heute geht es los. Wir müssen diese nette Stadt verlassen. Dieses wunderschöne Haus, in dem wir uns jetzt vier Wochen so wohl gefühlt haben.

Gegen 10 Uhr geht es auf die Piste. Die Sonne strahlt, wie sie es in den letzten Wochen zuverlässig getan hat.

Es geht durch die waldigen Berge von Arizona,

bis wir die Höhen verlassen und es deutlich trockener wird. Und auch wärmer.

Westlich von Kingman biegen wir nach Süden ab nach Lake Havasu City. Dort hat man mal eine alte Londoner Brücke in Europa demontiert, Stein für Stein rübertransportiert und hier wieder aufgebaut. Rundherum die sogenannte “English Village”. Wir machen einen kleinen Rundgang und schauen uns die “Gegend” an. Es ist mittlerweile 110° Fahrenheit warm geworden und das Laufen macht nicht mehr richtig Spaß.

Hier auch, wie in Europa, der Schloßkult.

Von Lake Havasu nach Norden kommen wir an einer Stelle vorbei, die wir früher mit dem Wohnmobil zum Campen benutzt haben. Im Frühjahr. Jetzt im Sommer undenkbar.

Weiter geht es Richtung Westen, die Temperatur steigt stellenweise auf 117° Fahrenheit.

In LA angekommen, die üblichen Staus, auf die ich so gut verzichten könnte und die ich in Flagstaff nicht vermisst habe. Das Fahren ist hektischer, die Leute nervöser.

Im Hotel werfen wir nur kurz unsere Sachen aufs Zimmer und drehen eine Schleife über Costco, um zu tanken (2,659 USD/Ga) und geben den Wagen ab. Bis hierhin noch alles gut. Dann zum Schalter von United, um den Checkin nachzuholen, hatte im Internet nicht geklappt. Dort schickt man uns von einem Schalter zum anderen, bis wir endlich bei einem kompetenten Mitarbeiter landen. Er rückt alles gerade und dann wollen wir unser Hotel anrufen, damit sie uns den Shuttle-Bus schicken. Aber Schreck lass nach, unser Handy-Vertrag ist doch schon ausgelaufen. Nächste Telefonzelle. Funktioniert nicht. Eine freundliche Dame an der Baggage Claim Area lässt uns anrufen und gefühlt eine halbe Stunde später hat sich der Bus durch den wahnsinnigen Verkehr gequält. Um 0.30 Uhr fallen wir wieder in die Betten, um 3.30 Uhr geht der Wecker.

15.06.2017 – Flagstaff

Morgen ist Abreisetag – Packen ist angesagt.

Zum Frühstück haben wir einen seltenen Gast. Ein fettes Kaibab-Squirrel hat es sich direkt im Baum neben unserem Haus gemütlich gemacht und knabbert einen Tannenzapfen nach dem anderen ab. Von uns möchte es nichts haben. Dazu ist es doch zu zurückhaltend. Wir kennen uns ja schließlich kaum…

Zu den Reisevorbereitungen gehört, dass wir unseren Dusty durch die Waschanlage schicken. Liebevoll wird er von Hand eingeschäumt, abgebürstet und abgesprüht. Sieht jetzt fast aus wie neu. Hoffentlich kommt keine zu große Baustelle, die das alles wieder zunichte macht.

Am späten Nachmittag machen wir uns nochmal auf zur Snow Bowl, um den Stand des Feuers zu begutachten, aber auch, um den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.

Auf dem Weg nach oben stehen die Aspen im schönsten Sonnenlicht.

Diesmal liegen hinter den Bergen ein paar Wolkenschichten und lassen alles rot aufglühen.

Als es dunkel wird, rollen wir den Berg runter und gönnen uns noch einen letzten Rundgang durch die Innenstadt von Flagstaff.

14.06.2017 – Picture Canyon – Snowbowl – Wupatki

Den vorletzten Tag vor unserer Abreise nach Westen in Richtung Los Angeles verbringen wir faul (so der Plan). Eine kleine Besichtigung des Picture Canyon Natural and Cultural Preserve im Nordosten der Stadt ist angesagt. Wenn man sich auf dem Weg nach Osten streng an die historische Route 66 hält, geht nach Verlassen der 89 auf der linken Seite die El Paso Flagstaff Road ab. Nach kurzer Zeit landet man auf einem Parkplatz, von wo aus mehrere Trails abgehen.

Zuerst landet man bei einem aus der angrenzenden Kläranlage gespeisten Feuchtbiotop, der Geruch nach Schwefel(wasserstoff) irritiert etwas.

Weiter geht es auf dem Weg und man gelangt zu einem Mini-Canyon, klein, überschaubar und schön.

Auf dem Weg neben dem Indian Paintbrush

auch noch andere Pflanzen.

Der Himmel bläute noch immer, nur über den San Franzisco Mountains zogen sich weiße Wolken hin. Immer noch Waldbrände? Um das herauszufinden, fuhren wir zur Snowbowl Parking Area hinauf. Auf dem Weg Firefighter Camps. Oben sahen wir das ganze schreckliche Ausmaß. Als ob der Berg sich in einen aktiven Vulkan verwandelt hätte. Riesige Rauchwolken zogen in nordöstlicher Richtung davon.

Die Informationsstände zeigten, dass es sich um um die Kendrick Mountain Wilderness handelte. Deshalb war die Durchfahrt über die 180 zum Grand Canyon auch gesperrt. Hoffentlich bekommen die Jungs das in den Griff. Im Internet gibt es aktualisierte Infos darüber.

Eigentlich hatten wir vorgehabt, danach gemütlich nach Hause zu fahren, ein leichtes Abendessen zu uns zu nehmen und dann nochmal auf Milchstraßenjagd zu gehen. Hätte auch zeitlich super gepasst. Auf dem Weg nach unten begegneten uns dann Mutter Elk mit Nachwuchs

sowie Deer.

Und dann fing die Göttergattin an zu quengeln, dass es oben auf dem Berg doch eigentlich so schöööön sei. Und was macht man als gut erzogener Ehemann? Man dreht um und kommt auf dem Weg nach oben unter anderem zu diesem Foto, wo sich das Sonnenlicht den Weg durch die Bäume bricht.

Und sie (die Göttergattin) ist auch Schuld daran, dass ich mal wieder meinen Chip füllte und euch jetzt die Aufnahmen der untergehenden Sonne, der verschiedenen Lagen der Berge und des Feuers zeige. Da müsst ihr durch.

Eine Aufnahme finde ich besonders interessant, weil sie (mit dem bloßen Auge gegen die Sonne fast nicht sichtbar) zeigt, dass sich auch auf der uns zugewandten Flanke des Berges Rauchnester zeigten.

Sonne weg, ab nach unten, nach Hause, ein paar Sachen packen, lange Hose anziehen (wer weiß, wo wir gleich noch rumkrauchen) und auf den Weg zum Wupatki Visitor Center. Als wir ankamen, war es im Gegensatz zu unserem letzten Besuch dort ziemlich dunkel und wir konnten uns bei einem Rundgang um die Ruine nach Herzenslust austoben.

Die Nacht war noch jung (für unsere Verhältnisse eigentlich nicht, aber wenn wir schonmal hier sind), es war schön warm draußen und wir machten noch einen kleinen Abstecher zum Wukoki Pueblo. Auf dem Parkplatz bemerkten wir plötzlich EIN Licht, welches anscheinend auf der Straße näherkam. Irgendwie nicht geheuer. Ein Radler? Nicht unmöglich, aber was will der hier? Möglicherweise jemand, der sich zum Boondocking in die Büsche schlagen wollte, denn plötzlich war das Licht weg. Schon ein bisschen unheimlich.

Also auf zur Ruine, einmal umrunden und versuchen, ein paar gute Fotos zu schießen.

Zurück vom Wanderweg stand unser Dusty in idealer Position vor der Milchstraße.

Einmal mit Eigenbeleuchtung, einmal mit der Taschenlampe.

An dieser Stelle möchte ich der besten Beleuchterin von allen danken, die mich mit Taschen- und Handylampe lichttechnisch so wunderbar unterstützt hat.

Jetzt aber zurück Richtung Flagstaff. Der Mond war immer noch nicht aufgegangen, aber an der Wiese vor dem Sunset Crater sah man ihn dann. Ob noch was von der Milchstraße zu sehen ist? Versuch macht kluch.

Wieder auf der 89 musste ich noch einen kleinen Zwischenstop einlegen. Es gibt da eine Baustelle, die von Warnlampen markiert wird. Aber direkt danach stehen auf einem Feld alle nicht benötigten Lampen, ordentlich aufgereiht. Und die haben mich jedes Mal angschaut, als wollten sie sagen: Fotografier uns. Und obwohl sie nicht benötigt wurden, hat sie nie jemand ausgeschaltet. Fotografisch gesehen ein Leckerbissen, umwelttechnisch suboptimal.

Um 0.30 Uhr waren wir dann auch zuhause…