13.10.2019 – Fahrt von Arroyo Grande nach Carpinteria

So langsam sind wir im Urlaub angekommen. Wir merken es daran, dass wir nicht mehr gehetzt von Ziel zu Ziel eilen, sondern uns morgens noch einmal gemütlich auf dem Bett ausstrecken. Es kann aber auch daran liegen, dass dieses Hotelzimmer ein besonders Schönes ist. Das Hotel gehört zu Best Western Signature Gruppe, ist gerade erst vier Monate alt und hat nur 55, dafür aber sehr große, gut ausgestattete Zimmer.

Morgens geht die Sonne hinter dem Berg auf. Lassen wir sie aufgehen, sie stört nicht weiter.

Große Pläne haben wir für den Tag auch nicht, die ergeben sich aus der Situation. Wir wollen nur noch einmal nach Morro Rock fahren, das liegt eine halbe Stunde nördlich. Wir nähern uns (im Gegensatz zum letzten Urlaub dort) aus südlicher Richtung, ein ungewohnter erster Anblick des Felsen.

Ansonsten ist das Nest genauso gemütlich wie früher, kostenlose freie Parkplätze in Mengen, wir schlendern gemächlich auf den Pier und schauen über die Fischerboote ins Wasser.

 
Im Hafenbecken tummelt sich zur Zeit nur ein Otter, aber die restlichen können nicht weit sein. Unser Vorzeigeotter weiß, wie man sich einem vernünftigen Foto entzieht. Anstatt sich wie sonst üblich auf den Rücken zu legen und die Welt zu genießen, dreht er eine Rolle nach der anderen.

Wir verlassen den Pier und fahren vorbei am immer noch stehenden, hässlichen Kraftwerk auf die Landzunge mit Blick auf das Städchen. Ich kann mir gut vorstellen, hier mal ein paar Tage zu verbringen, morgens einen Bummel in den Hafen zu machen, frische Brötchen zu holen und dann den Tag zu beginnen. OK, mit frischen Brötchen, das könnte schwierig werden, in den USA sind Bäckereien mit Backwaren deutscher Machart rar.

Auf der Landzunge stellen wir uns wieder mit der Ladefläche gen Wasser und genießen die Stille und auch die anderen Otter, die in Fotografiernähe im Wasser tollen.

 
 
 
Auch an Land ist die Tierwelt aktiv. Obwohl überall steht: Füttern verboten – auch die Tiere – können es einige Touristen nicht lassen. Das lässt die Squirrels natürlich zutraulich werden wie sonst was. So kann ich auch von diesen Tieren auch ohne sie mit Futter anzulocken das eine oder andere Portrait schießen.

 
 
 
 
Noch ein Foto Richtung Norden und wir machen uns auf den Weg.

Eigentlich wollten wir ein wenig an der Küste im Montana de Oro Statepark entlangwandern, aber ausgerechnet jetzt ziehen dicke Wolken vor die Sonne.

 
Egal, drehen wir um, wir sind flexibel wie die Eisenbahnschienen und können umplanen. Was geht bei jedem Wetter? Richtig: Ross, Costco, Best Buy und was es noch alles in einem großen Einkaufszentrum gibt.

Aber zuvor stärken wir uns noch bei Panda Express, bis die beste Shopperin von allen bei Ross verschwindet. Aber ich lasse sie leichten Herzens gehen, weiß ich doch, dass ihr Koffer schon so schwer ist, dass auch das kleinste Kleidungsstück nicht mehr reinpasst. Glück gehabt.

Bei Costco tanken wir nochmal voll und während ich mir meinen Nachtisch an den Probierständen verdiene, okularinspiziert Madame die Textilienabteilung. Auch diese verlassen wir unverrichteter Dinge – vielleicht sollten wir immer nur am Ende des Urlaub mit gepackten Koffern dorthin gehen – und wenden uns dann nach Best Buy, um noch ein paar Telefonkarten zu erwerben. DIE passen wirklich noch ins Gepäck.

Wir haben noch ca. 1,5 Stunden recht langweilige Fahrt vor uns, aber mit einem Harry Potter Hörbuch ist das kein Problem. Der Wagen schnurrt wie ein Kätzchen und der Verbrauch liegt bei 24-25 mpg. Das sind unter 9l/100 km.

Da von Mitlesern die Frage gestellt wurde, wie und warum Pickup, nutze ich mal die Gelegenheit, etwas näher auf unseren Traum einzugehen. Vor vielen Jahren bekamen wir auf Hawaii mehr durch Zufall einen Ford F150 zugeteilt und stellten fest, dass man a) auf der Ladefläche sehr viel Gepäck sehr bequem unterbringen und b) auch noch wenigstens zwei Erwachsene im Fond verstauen kann. Daraus entwickelte sich eine Liebe zu diesem Wagentyp. Im Endeffekt sind die Pickups die Arbeitstiere des amerikanischen Handwerkers. Zuverlässig, groß und nebenbei hübsch  anzusehen. Ich vergleiche sie gerne mit den Planwagen, mit dem in früheren Zeiten der Westen erobert wurde. Was wir – die Weißen – dabei alles angestellt haben, ist eine andere Geschichte und es ist kein Ruhmesblatt.

Nebenbei haben die Trucks noch eine nette Eigenschaft, die uns schon zu sehr schönen Ausflügen verholfen hat: Der zuschaltbare Vierradantrieb, die hinteren Blattfedern und die hohe Bodenfreiheit haben uns schon so manche Offroadstrecke bewältigen lassen. Dabei sind diese Boliden der Landstraße so bequem zu fahren wie ein PKW, die gesamte Elektronik vorne wird auch in anderen Autos verbaut.

Ein weiteres nettes Feature ist die Ladefläche, auf der man „mal eben“ eine Kühlkiste oder andere sperrige Gegenstände verstauen kann, so zum Beispiel Menschen, wenn es denen nach einer Liegefläche für eine Pause gelüstet. Schon einge Mal haben wir dort zu Mittag gegessen, ein Nickerchen an der frischen Luft gehalten oder einfach nur von dem erhöhten Standpunkt ein besseres Foto geschossen. Es ist einfach ein Gefühl von Freiheit, gemütlich mit einem solchen Auto durch die Landschaft zu cruisen. Es muss noch nicht mal schnell sein, obwohl bei Bedarf durch die entsprechende PS-Zahl der gewünschte Vortrieb zur Verfügung steht.

Welches ist der beste Pickup? Wir haben in den vergangenen Jahren vier verschiedene „Big Trucks“ gefahren: Den Fort F150, den Chevy Silverado, den Dodge Ram und auch einen Nissan Titan. Alle waren gut, alle unterscheiden sich nur durch winzige Nuancen voneinander. Nachdem wir in diesem Urlaub zu Anfang den Ford und danach direkt den Chevy hatten, tendiert mein Herz zur Zeit mal wieder mehr in Richtung Silverado, einfach auch weil der Sechzylinder im amerikanischen Straßenverkehr gut bei 10l/100km zu bewegen ist. Der Ford verbrauchte doch ein bisschen mehr.

Mittlerweile sind wir in Carpinteria angekommen, in einem schönen Hotel, welches wir von einem früheren Besuch kannten.

Man gab uns als Upgrade eine Suite, die wir gerne annahmen.

Der Tag war mittlerweile schon fortgeschritten, so dass wir es gerade eben noch zum Strand schafften, dort ein Abendessen einnahmen und den Sonnenuntergang genießen konnte.

 
 
 
 
 
 
 
Good night

12.10.2019 – Fahrt von Monterey nach Arroyo Grande

So langsam geht es Richtung Süden. Der schönste Teil der Pfeiffer Big Sur Coast steht uns bevor. Viele Kurven, viele Turnouts, viele Fotomöglichkeiten. Stellt Euch schon mal darauf ein, dass wir von jeder Bucht wenigstens ein Foto posten – ein Foto in jeder Richtung. Wenn es nach meiner Göttergattin gegangen wäre, würde ich genau das jetzt hochladen. Aber keine Angst, ich versuche, mich zurückzuhalten.

Wir starteten zuerst Richtung Norden, um noch einmal den Morgen am Strand von Marina zu genießen. Wir sahen zwar kurzzeitig auch Delfine, aber zu weit weg, als dass man sie hätte fotografieren können.

Dann ging es schnurstracks Richtung Süden. Selbst einen Costco ließen wir links liegen – eine Heldentag seitens meiner Shopperin auf dem Beifahrersitz.

Erster Halt auf dem Cabrillo Higway. An der Rocky Creek Bridge – in beide Richtungen

 

Der nächste Halt fand statt am Seals Beach Overlook

Und weiter ging es in schnellem Galopp zum McWay Falls Overlook. Hier sparten wir uns das Parken auf dem State Park Parkplatz (war an einem Samstag Nachmittag sowieso kaum was frei), konnten aber von einem Turnout oberhalb des eigentlichen Viewpoints das gleiche sehen.

Hier auch der Blick in beide Richtungen.

Der nächste Halt führt uns zum Big Creek Cove Vista Point (davon durften wir natürlich keinen auslassen – nur eine Richtung.
Um die Mittagszeit ereilte uns dann ein gewisser Hunger. An der Willow Creek Picnic Area drehten wir bei, unter anderem, weil wir einige Leute in merkwürdiger Haltung auf dem Sand sitzen sahen. Wir hatten gerade das Jade Cove passiert, also lag es nahe, dass man hier Steinchen suchen könnte. Also hockten wir uns auch in den Dreck und gruben das eine oder andere Jadesplitterchen aus. Stolz wie Oskar, versteht sich. Fotos der 10 kg Steine liefere ich nach.

So langsam stellten wir fest, dass wir nicht so wirklich schnell vorankamen. Also ließen wir schweren Herzens (ihr hättet meine Beifahrerin jammern hören sollen) einge Turnouts und auch den einen oder anderen Vista Point rechts liegen, bis wir den Elefant Seal Vista Point erreichten. Hier mussten wir natürlich stoppen und den Viechern einen Besuch abstatten.

 
 
 
 
Schon herrlich, wie die Tiere da gemütlich auf dem Bauch liegen und sich die Sonne in den Hals scheinen lassen. Aber so ganz eitel Sonnenschein ist es bei ihnen anscheinend auch nicht. Immer wieder beharkten sich zwei Tiere. Grund? Tritt nicht auf meinen Schatten, geh von meiner Schlafstelle weg. Was gucktst Du meine Freundin so begierig an?

 
 
 
Ein andere war eher von der Yoga-Fraktion. Immer schön graziös bleiben. Eleganz ist alles im Leben.

Und dann die Raufbolde, bei denen heißt es einfach nur: Ab durch die Mitte, ohne Rücksicht auf Verluste.

Auch die Pelikane kamen nicht zu kurz.

Nachdem wir uns sattgesehen hatten – kann das bei den Tieren wirklich passieren? – ging es zügig weiter. Links lag das berühmte Hearst Castle flimmernd in der Abendsonne.

Es ging vorbei an Moro Bay nach Pismo Beach. Dort liegt in der Vorstadt Arroyo Grande das Agrarian Hotel, ein Teil der Best Western Kette. Ein gerade 4 Monate altes Hotel, die Zimmer sehr modern ausgestattet.

Wir checkten nur kurz ein und fuhren dann noch nach Pismo Beach, um dort den Sonnenuntergang zu erleben.

 
 
 
Der Pier ist sehr schön und das Städchen ist voller Leben.

 
 
 
 
 
 
Ob diese wunderbare Sandburg den nächsten Tag übersteht?

Ein letztes Foto ins Städtchen,

dann ab ins Hotel, Internet scheint ganz gut zu funktionieren. Gute Nacht.

11.10.2019 – Pinnacles National Park

Ca. 50 Meilen östlich von Monterey liegt der Pinnacles National Park, ein kaum beachteter Nationalpark in Kalifornien. Wir hatten ihn bei einem unserer letzten Urlaube auf der Durchreise mehr zufällig gefunden und wollten ihn jetzt weiter erkunden. In Schlangenlinien windet sich eine enge Bergsstraße auf der westlichn Seite bis zum Visitorcenter. Dort erfuhren wir, dass es lohnenswert wäre, die Balcony Caves zu erkunden. Lampen wären schon nützlich, aber die Handy-Taschenlampen täten es auch. Da wir wie die guten alten Pfadfinder auf alles vorbereitet sind, holten wir unsere Stirnlampen aus dem Gepäck und machten uns von der Chaparral Picnic Area auf den Weg. Die schroffen Felsen erwartet man in der von sanften Hügeln umgebenden Landschaft nicht, genauso wenig wie die Temperaturen, die schnell in die 80er anstiegen.

Dann standen wir vor dem Eingangstor und schnell wurde es eng, seehr eng. Und nicht mein muskulöser und ausladender Körperbau bereitete die Probleme, eher das Stativ, das ich in Erwartung von Langzeitbelichtungen zusätzlich auf den Fotorucksack geschnallt hatte.

 
 
 
Noch ging es ohne Lampe, aber irgendwann tauchten wir dann in die völlige Dunkelheit ein. Lampen an und auf allen vieren, tastend und vorsichtig bewegend kamen wir langsam vorwärts. Aber die Blindheit währte nicht lange. Nach kurzer Zeit war die Höhlenforschung zu Ende und wir kehrten aussen, dafür über den Berg, wieder zurück. Als wir beim letzten Mal in dem Park waren, hatten wir eine andere „Höhle“ besucht, welche uns wesentlich besser gefallen hatte.

 
 
 
Die Felsen werden häufig auch für Kletterer genutzt, aber danach stand uns nicht der Sinn.

Wir wollten wieder an den Strand, das Meer sehen. Also fuhren wir nach Marina, dort hatten wir früher in einem Hotel direkt am Strand übernachtet und den Ausblick für gut befunden. Wo andere einige Minuten mit Kurverei und Parkplatzsuche verbrachten, hatten wir ausnahmsweise mal Glück und konnten unseren Pickup so hinstellen, dass wir während der Mittagspause auf das Meer, den Strand, die Wellen schauen konnten.

Mich überkam eine unüberwindbare Müdigkeit, weshalb ich mich auf der Ladefläche ausstreckte zu einem kleinen Nickerchen, während die beste Strandläuferin von allen zum Ufer runterstapfte, um etwas näher an den Delfinen zu sein, die man relativ gut beobachten konnte.

 
Auch ich gönnte den Wellen mit der Kamera und meinem langen Tele einen Blick, als ich wieder aufwachte und da kam auch schon die fleißige Wanderin die Düne hochgestapft.

Noch sehenswert war der Wagen eines Nachbarn, der über und über mit Glitzer besetzt war. Sollte ich bei meinem Dienstwagen auch mal drüber nachdenken…

Den Abend wollten wir eigentlich am Point Lobos im Süden von Monterey verbringen, aber am Einfahrtstor teilte man uns mit, dass schon VOR Sonnenuntergang geschlossen werde. WAS SOLL DAS?

Also drehten wir die Schnauze unseres Wagens Richtung Süden und fanden in der Nähe des Soberanes Point ein Plätzchen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

 
 
 
Danach ab nach Hause, in der Lobby Bericht schreiben und Bilder hochladen. Heute war es etwas geruhsamer, muss auch mal sein.

 

10.10.2019 – Wale gucken

Es ist soweit. Zum ersten Mal in meinem Leben begebe ich mich auf eine Whale-watching Tour. Der Spaß kostet pro Person 51 USD und wird ca. 4 Stunden dauern. Durchgeführt wird er von der Firma Discovery Whale Watch. Sie ist dafür bekannt, dass sie nur ca. 30-35 Leute auf jedes Boot nimmt und auch die Privatsspähre der Wale beachtet.

Da der Hafenbereich selbst jedem Millionär den letzten Cent für Parkgebühren aus der Tasche ziehen würde, quartierten wir unser Auto in der gegenüberliegenden Parkgarage ein. Das kostet dann 7 USD/Tag.

Die Tour ging um 9 Uhr los und wir waren ca. 20 Min. vorher da. Angemeldet hatten wir uns schon am Tag vorher, heute gab es nur noch eine Sicherheitseinweisung von Pete. Pete ist Neuseeländer, was man seinem Akzent auch anhörte. Ansonsten hätte er hervorragend in jeden Piratenfilm gepasst.

Pünktlich ging es los, durch das Hafenbecken vor die Küste, wo wir nach kurzer Zeit die erste Sichtung von Buckelwalen hatten.

 
 
Dazu gesellten sich auch noch Delfine, die sich aber nur zu kurz zeigten, als dass man bessere Fotos von ihnen hätte schießen können. Ich hatte meine D850 mit dem Nikon 200-500mm-Objektiv bestückt und hoffte auf das eine oder andere gute Foto.

Es ging weiter nach draußen, die Wellen hatten stellenweise eine Höhe von 1-2 Metern. Gut, dass wir eine Tablette gegen Seekrankheit vorher eingeworfen hatten.

Dann bekam der Kapitän die Nachricht, dass vor Moss Landing Orcas gesichtet worden waren. Diese sind äußerst selten in dieser Gegend und so machten wir uns auf den Weg.

Dabei begegnete uns ein Mondfisch. Dieser ist bekannt als der schwerste Knochenfisch und kann bis zu 3,3 Meter lang werden und ein Gewicht von über 2 Tonnen erreichen. Schön ist was anderes, aber bestimmt hat er ein gutes Herz.

 
Ich hatte bisher weder davon gehört noch einen gesehen. Wieder eine Bildungslücke geschlossen. Meine Ehefrau hatte Spaß am Bug des Bootes.

In der Luft begleiteten uns Pelikane. Dieses Exemplar kam uns so nahe, dass das hier gezeigte Foto KEINE Ausschnittvergrößerung ist.

Und dann kamen endlich die spitzen Schwanzflossen der Killerwale in Sicht. Ein Rudel von 6 Tieren incl. einem Baby Orca tummelte sich in unserer Nähe.

 
 
 
Wohl, weil wir so brav waren, gab es auch den einen oder anderen Sprung. Dabei konnte ich den Unterschied zwischen Teleobjektiv und Handy feststellen:

 
Der Kapitän erklärte zwischendurch, dass sich die Tiere einen Seehund geschnappt hätten. Sehen konnte ich davon nichts. Aber nicht zu übersehen war der Mann im Kajak, der munter zwischen den Killerwalen hertrieb. An und für sich hätte er vermutlich nichts zu befürchten gehabt (vermutlich dachte er: Die wollen nur spielen), aber wenn sich der Seehund auf das Kajak gerettet hätte, hätten die Orcas keinen großen Unterchied zwischen dem tierischen und dem menschlichen Proteinriegel gemacht.

 
Irgendwann war dann unsere Zeit abgelaufen und wir machten uns zurück auf den Weg zum Hafen.

 
 
Im Hafenbecken gibt es eine Kolonie von Harbour Seals, die sich zusammen mit einigen Pelikanen die Felsen teilen.

 
 
Als wir die Viecher genug gestalkt hatten,

 
 
 
gingen wir zu unserem Wagen in der Parkgarage zurück und machten dort ein Nickerchen – die Tabletten haben als Nebenwirkung „Müdigkeit“ – stimmt auffallend.

Ich machte anschließend einen kleinen Bummel durch „Downtown“ Monterey, nett, aber nichts Besonderes.

 
Damit auch meine Göttergattin wieder wach wurde, brachte ich sie zu einem Ross-Store, um ihre Lebensgeister wieder in Schwung zu bringen.

Da ich wie üblich nach 5 (oder waren es 3?) Minuten wieder draußen war, musste ich mir einen anderen Zeitvertreib suchen. Meine Kamera ist mit einer drahtlosen Übertragungsfunktion ausgestattet, um Bilder unter anderem auf ein Smartphone zu übertragen. Diese von Nikon getaufte Software Snapbridge hatte bislang keinen guten Ruf, was die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit betraf. Aber ich hatte mich vor dem Urlaub mit der neuesten Firmware für die Kamera versehen und wollte mal ausprobieren, ob und wie es klappt. Und siehe da: Ich konnte die Verbindung mit der Cam herstellen und ein Bild aufs Handy laden. Da ich in meinem Smartphone keine eigene Datenrate für die USA gebucht habe, suchte ich mir in dem Einkaufskomplex ein offenes Wlan (hier Ultra-Beauty) und konnte innerhalb kurzer Zeit mein erstes Instagram- und FB-Posting ganz ohne Zuhilfenahme des Rechners online stellen. Ich bin stolz auf mich.

Die Sonne neigte sich jetzt so langsam dem Horizont zu und wir beschlossen, den gleichen Küstenabschnitt wie gestern für den Sonnenuntergang zu wählen. War doch gut dort. Die diffuse Wolkenbildung versprach einen farbenprächtigen Akt. Seht selbst.

 
 
 

Wie auch schon gestern nahm die Sonne aus der Nähe betrachtet eine merkwürdige Form an:

 
 
Nachdem sie untergegangen war, begann wie vermutet das „Nachglühen“

 
 

Jetzt „nur noch“ wie gestern Abend Bilder sichten. Dann ab in die Lobby, Bericht schreiben und Bilder hochladen und einbinden. Wieder ein toller Tag zu Ende

09.10.2019 – Fahrt von Petaluma nach Monterey

Power outage. Unter diesem Stichwort begann der Tag. Um 12 Uhr nachts hatte die Elektizitätsversorgung angefangen, aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Stadtteilen den Strom in insgesamt 800.000 Haushalten abzuschalten. Das Fernsehen berichtete ausführlich darüber und auch, wie man sich auf den Notfall vorbereitet. Grund für diese Maßnahme? Es wurden ungewöhnlich starke Winde in Verbindung mit hohen Temperaturen erwartet. Und dass dann Funken in den Oberlandleitungen zu einer Entzündung des trockenen Buschwerkes führen können. Moderne Technik sieht für mich anders aus. Jedenfalls war am Morgen die Stadt vor uns ziemlich dunkel. Die Verkehrsampeln funktionierten und auch im Hotel hatten wir noch Strom. Nach welchen Kriterien man das Licht ausgeknipst bekam, ist mir nicht klar.

Wir machten uns jedenfalls auf den Weg nach Süden, immer in der Erwartung, in den absoluten Superstau auf der Golden Gate Brigde zu kommen. Wir wollten uns in Pacifica mit einem Freund treffen, der dort zwei Wochen Urlaub verbrachte.

Aber wenn man schon einmal nördlich der GGB residiert, möchte man logischerweise auch die Aussichtspunkte nördlich mitnehmen. Also fuhren wir kurzerhand wieder die gleiche Abfahrt wie am vorigen Abend raus, aber diesmal düsten wir in den Marine Headlands einmal zum Rodeo Beach, wo sich zu Hauf eifrige Surfer tummelten.

Anschließend ging es zum Bonita Lighthouse, von wo aus man einen Blick auf die Brücke erhaschen kann. Natürlich liegt diese am Morgen heftigst im Gegenlicht und man kommt um das diffuse Licht nicht herum.

 
Dann, auf dem Weg zur 101, noch einen Stopp am Aussichtspunkt von gestrigen Abend, dort die obligatorischen Fotos geschossen (ohne Model-Einlage)

 
– man sieht, es gibt auch hier die Unsitte mit den Schlössern – und dann noch auf den Parkplatz auf Höhe der Brücke.

Von dort aus kann man unter der Brücke herlaufen und selbige von der Sonne angestrahlt besichtigen.

 
Nun aber ab nach Pacifica. Dort schlenderten wir gemütlich zu dritt über den Pier, genossen die Sonne und die Wellen und bedauerten all die, die nicht das Glück hatten, hier zu sein.

 
 
Um die Mittagszeit ging es in ein süßes Restaurant, wo wir sogar halbwegs preisgünstig die leckere Variante von Burger und Sandwich genießen konnten.

Nach tränenreichem Abschied setzten wir uns auf den Highway 1 und sahen zu, dass wir Land gewannen.

Logisch, dass an diversen Küstenabschnitten eine Pause eingelegt werden musste.

An einer Stelle hatten es mir diese Pflanzen besonders angetan. Mit fleischigen Blättern versehen, stechen sie farblich gegen das trockene Gras hervor. Hier gab es sogar zwei verschiedene Farben bei den Blüten.

 
 
In Santa Cruz gerieten wir in unseren ersten größeren Stau. Brauchte ich nicht wirklich, das habe ich auch zuhause.

Als die Straße wieder frei war und wir uns wegen unserer Flüssigkeitsaufnahme schon auf die Fliesenabteilung freuten, gerieten wir in den zweiten richtig großen Stau. Etwas nördlich von Moss Landing war ein Unfall passiert und auf der insgesamt zweispurigen Strecke wurde der Verkehr abwechselnd einspurig vorbeigeführt. Eine entsetzlich lange Schlange auf beiden Seiten war die Folge. Was waren wir froh, als wir endlich im Hotel ankamen.

Kurz das Gepäck rauftragen und dann ab zum Hafen. Wir wollen morgen auf Walfang – sorry Wal-Sichtungs-Tour mit dem Boot rausfahren. Dazu mussten wir a) die Tour buchen und b) die Modalitäten klären.

Als das alles geregelt war, blieb gerade noch die Zeit, zum Point Pinos herauszufahren,

um das Abendessen und den Sonnenuntergang zu genießen.

 
Immer wieder schön, die Schwärme der Pelikane vorbeirauschen zu sehen.

Und dabei gemütlich in eine Decke gewickelt auf der Ladefläche unseres Trucks zu sitzen.

 
 
 
 
Jetzt aber schnell ab nach Hause, morgen wird es ein anstrengender Tag.

Das Internet auf dem Zimmer ist mal wieder fürchterlich langsam, ein Upload von Bilder in den Blogbeitrag unmöglich. Aber zumindest in der Lobby funktioniert es.