Jam-Session im Exit in Düsseldorf

Samstag vormittag. Auf dem Weg zum Shoppen. Das Telefon schellt. Am Rohr: Mein ältester Sohn: „Papa, ich brauche Deine Hilfe“. Mir schwant schon Schlimmes. „Wozu?“. „ich habe heute abend eine Jam-Session organisiert. Filmleute sind reichlich da, nur der Fotograf ist mir abgesprungen. Kannst Du einspringen?“. Was tut man nicht alles für den Nachwuchs? Also machte ich mich mit meiner Spielzeugkiste am Abend um 20 Uhr auf den Weg nach Düsseldorf. Zum Exit (der ab sofort “R25 – Kulturschlachthof” heißt). Ehemaliges Schlachthofgelände.

Richtig gemütlich. Nur die Toiletten sprühten nur so von Farbe.

_DSC3218Als ich ankam, war der Soundcheck gerade im vollen Gange. Eine Kneipe (würde ich in meiner Altergruppe sagen), schwarze Wände, schwarze Decke, aber die Bühne gut beleuchtet. Alles tadellos organisiert. Garderobe super besetzt.

_ND82295So langsam trudelten die Musiker ein und schon um 23 Uhr ging es los. Musikrichtung: Hip-Hop, Rap und was man sonst in dieser Altersgruppe hört. _DSC3362_DSC3357_DSC3363Nicht unbedingt meine Stilrichtung, aber das bunte Gemisch an Gästen, Musikern und Tänzern hatte etwas Reizvolles.

_ND82475 _ND82444 _ND82437

_ND82433Und das Publikum ging richtig mit. Viele der Tänzer gehören in dieser Stilrichtung zu den besten, was in Deutschland zur Zeit auf die Bühne kommt.

_DSC3523 _DSC3511 _DSC3456  _DSC3376Gegen 2 Uhr machte ich mich dann auf den Heimweg, da fing das Event wohl gerade erst richtig an. Aber da ich am Morgen noch einen Termin hatte und zeitglich die Zeitumstellung zuschlug, war bei mir nicht mehr drin.

_DSC3548Die Nachbearbeitung der Fotos habe ich dann in Lightroom zum Teil mit einem speziellen Template durchgeführt, welches ich für meine Zwecke ein wenig angepasst hatte.

Mehr Infos zu Jam-Connect gibt es auf der Facebook-Seite.

Straight Flush spielt im Yukon Saloon in Dinslaken

Der Yukon Saloon lädt ein zum Country Abend. Wobei das an sich schon doppelt gemoppelt ist. Die urige Kneipe im Western-Look steht für Country. Und das sieht man auch an der Kleidung der Anwesenden. Cowboy-Stiefel und Hüte gehören zur Standard-Kleidung. Und da darf eine Country- und Western Band nicht fehlen. Heute auf der Bühne:
Straight Flush, eine Truppe aus gestandenen Musikern.
_DSC2811

Da wären (nennen wir die schönsten Ladies der Band zuerst) Sabine und Angie als Frontsängerinnen.

_DSC2697
_DSC2719

Links davon, umgeben von Gitarren und Mundharmonikas Tom Bee

_DSC2691

Auf der anderen Seite – mit prägnantem Bart und Gitarre Udo.

_DSC2562

Leicht im Hintergrund rechts davon Martin mit dem schlanksten Bass der Musikgeschichte.
_DSC2706
_DSC2580

Noch ein Stück weiter rechts Heinz an der Pedal Steel Guitar
_DSC2578

_DSC2331
und last but not least an den Drums Ralf.
_DSC2329

Die Musik: Singbare Country Musik vom Feinsten. Da kamen Klassiker zum Vortrag wie “Jolene” von Dolly Parton, Eddie Rabbit mit “Driving my Life away” und “On the Road again”.

Aber auch CCR mit “Bad Moon Rising” und der Johnny Cash Song “Big River” passten wunderbar ins Konzept.

_DSC2668

Während des zweiten Sets konnte man neben altbekannten Sonds wie “Lay down Sally” – eigentlich bekannt durch Eric Clapton, “Country Roads” von John Denver auch etwas modernes wie “This is the life” von Amy McDonald hören.

Also rein akustisch ein Ohrenschmaus. Aber auch optisch wurde einiges geboten. Jeden Freitag treffen sich im Yukon Saloon Country- und tanzbegeisterte, um sich dem Line-Dance zu widmen. Schnieke Damen und Herren mit Cowboy-Hüten, -stiefeln und großen Gürtelschnallen führten zu den meisten Stücken eine tolle Choreografie auf.

_DSC2628
Was mich wunderte: Wie schaffen die es, sich im Verbund zu so vielen Stücken so harmonisch zu bewegen? Ich fragte einen der Teilnehmer dazu: Zu vielen Liedern gibt es eingeübte Schrittfolgen. Aber mit ein wenig Übung (und die war dort eindeutig vorhanden) kommt man nach ein paar Takten selbst ohne vorher festgelegte Schrittfolgen zu einem harmonischen Gesamtbild. Ladies and Gentlemen, meine Hochachtung.

Im dritten Set kam unter anderem der Lee Hazelwood und Nancy Sinatry Song “These boots are made for walking” zum Vortrag und den Abschluss machte dann noch “Sweet home Alabama”.

_DSC2837

Das Publikum und auch meine Wenigkeit waren begeistert. Ein rundum gelungener Abend mit klasse Musik und toller Tanzdarbietung.

Straight Flush Yukon Saloon

Handball – 2. Bundesliga – TUS Lintfort gewinnt gegen Zwickau

Handball – 2. Bundesliga – TUS Lintfort spielt gegen Zwickau

Neulich in Lintfort (siehe auch Kamp-Lintfort, linke Rheinseite): Über eine Arbeitskollegin hatte ich erfahren, dass diese Handball in der 2. Bundesliga spielt. Also ein paar Klassen höher, als ich bisher von meinem eigenen Verein gewohnt war (da ist das höchste die Landesliga). Eine kurze Anfrage, ob ich dort mal fotografieren dürfe, wurde positiv beschieden und ich machte mich auf die Reise gen Westen.

Die Halle selbst war für eine Handballhalle relativ hell, so dass ich mit der Empfindlichkeit von NUR 1600 ISO arbeiten konnte. Handball hat in Lintfort einen hohen Stellenwert und so war die Tribüne mit einer großen Zuschauerschar gefüllt. Wieviele Gäste davon aus Zwickau in Sachsen angereist waren, ließ sich leider nicht feststellen.

_DSC0879Jedenfalls wurde allein schon der Einlauf der Stars wie bei den ganz, ganz großen gefeiert. Junge Sprösslinge (natürlich die neuen Handball-Stars aus Lintfort) liefen Hand in Hand mit den “großen” Damen auf das Spielfeld.

_DSC0853 _DSC0859Nach der obligatorischen Begrüßung (die sich nicht von der tiefer liegender Klassen unterschied, welch eine Erleichtung, alles machen wir ganz unten doch nicht falsch) ging es richtig zur Sache.

_DSC0873Und da konnte ich recht deutlich sehen, dass Bundesliga etwas anderes als Landes- oder Bezirkliga bedeutet. Schnelles Spiel, Konter, organisierte Spielabläufe

_DSC0963und Spielzüge, das alles konnte mein altes Handballherz begeistern.

_DSC1079 _DSC1067 _DSC0926Auch wenn die junge Truppe vom Niederrhein zur Pause mit einem Tor zurücklag, mit dem Herz von Löwinnen kämpfte man sich Tor für Tor weiter nach vorne, so dass es zum Schluss 31:26 für die Gastgeberinnen stand. Was mich verwunderte, aber vom Vorstandsvorsitzenden auch bestätigt bekam, war, dass nur sehr wenig Auswechselungen während der 60 Spielminuten stattfanden.

_DSC0975 _DSC0888 _DSC1077Never change a winning team. Meine Hochachtung vor der Kondition der Spielerinnen, die am Ende noch genau so schnell von einer Richtung in die andere rannten (bei mir sieht das immer aus wie Sterben mit Anlauf).

Logisch, dass der Jubel nach dem Schlußpfiff groß war.

_DSC1097 _DSC1110_DSC1118Vor allem auch deshalb, weil dieser Sieg die Mannschaft vom drittletzten Tabellenplatz ein wenig nach oben befördert. Hoffen wir, dass sich der Aufwärtstrend bei den nächsten Spielen fortsetzt. Und ich hoffe, dass ich demnächst nochmal die Gelegenheit haben werde, dieser jungen und dynamischen Truppe zusehen zu dürfen.

Weitere Fotos bei Flickr:

Lintfort Spiel Zwickau

4 Boys Named Sue spielen im Kunsthaus in Essen

4 Boys Named Sue. Das weckt Erinnerungen an den alten Song der Country-Legende Johnny Cash. Und das soll es auch. Die relativ junge Truppe (sie spielen seit ca. 2 Jahren zusammen) interpretiert Songs von Johnny Cash und andere Stars aus diesem Genre auf ihre eigene Weise. Also keine reine Johnny Cash Tribute-Band.

Das Kunsthaus in Rellinghausen hatte zu einem C&W-Abend geladen. Es gab Spare-Ribs vom Holzkohlengrill. Zuerst dachte ich, der gemütliche Raum wäre mit 15 anwesenden Gästen etwas leer, aber als das Konzert startete, hatten sich 40-50 Leutchen eingefunden.

Da es das erste Konzert dieser Band ist, dass ich besuche, stelle ich die Jungs mal vor:

Da wäre der Frontman Thomas. Seine tiefe Stimme prädestiniert ihn geradezu dazu, Johnny Cash und andere Country Songs zu singen.

Thomas AnzenhoferZu seiner Linken Rainer, virtuos an der Gitarre:

Rainer VollmerAm Schlagzeug (und nicht nur dort, wie wir später sehen werden), schwer zu erreichen mit der Kamera, Tarik, genannt Rik:

Tarik DosdogruUnd an diesem Abend aushilfsweise, aber nicht minder professionell am Bass dabei: Christoph:

ChristophZur Musik: Was soll ich sagen? Willie Nelson war vertreten, ein Song von Sting kam vor. Alles super performed. Aber was mich am meisten begeisterte, war die Interpretation des Songs, der der Band zu ihrem Namen verholfen hat: A Boy named Sue. Und hier merkte man, dass Thomas neben seinem Talent als Sänger auch noch umfangreiche Schauspielerfahrung mitbringt. Er brachte so viel Leben in diesen ohnehin schon interessanten Song hinein, wie ich es selbst von Johnny Cash nicht gehört habe. Echt super. Logisch, dass das Publikum gut mitging und es nicht bei einer Zugabe blieb.

Zum Schluss zeigten die Vollblutmusiker, dass sie nicht nur auf einer Straße gehen können. Christoph tauschte seinen Riesenbass gegen eine in seinen Händen winzig wirkende Gitarre und Rik zupfte dafür professionell den Bass.

Wer mal richtig gute Country-Musik hören möchte, dem sei diese Truppe wärmstens ans Herz gelegt.

Termine gibt es auf ihrer Webseite: https://www.4boysnamedsue.de/

Rascal’s Corner spielt im “The Whistle” in Kempen

Rascal’s Corner spielt im “The Whistle” in Kempen

Die jung-dynamische und sehr sympathische Truppe hatte geladen – zum “Abschiedskonzert” für 2017. Ein bisschen früh im Jahr, aber zwei Bandmitglieder begeben sich auf eine längere Reise, von der sie dann viele Eindrücke und Inspirationen für neue Songs mitbringen.

Der Irish Pub in Kempen ist von außen eher unscheinbar, was aber über die gemütliche Atmosphäre hinwegtäuscht. Innen ein recht großer Saal mit professioneller Veranstaltungstechnik – endlich mal ein bisschen mehr Licht für mich zum Knipsen.

Und das beste: Die Bude war voll. Wenigstens hundert Leute hatten den Weg an den Niederrhein gefunden, und so einige kamen mir davon bekannt vor – fröhliches Wiedersehen.

DSC7731.jpgÜber die Musik muss ich nicht viel sagen. Von Johnny Cash bis zu irischem Folk hat die Band mit Flo, Ivie, Susi, Marc, Dominique und Nico alles drauf, um das Publikum in Stimmung zu bringen.

DSC7812.jpgAls Susi dann ankündigte, dass als nächster Titel “Hurt” von Johnny Cash auf dem Programm stand, dachte ich bei mir: Mmmmh, mutig. Aber auch wenn sich die Version von der des Original in manchen Punkten unterschied: Klasse interpretiert, perfekt performt.

DSC7843.jpg DSC7794.jpg DSC7769.jpg DSC7726.jpg

DSC7871.jpgDSC7584.jpg

Zwischen meiner Fotografiererei saß ich dann auch mal ganz hinten neben einigen netten Damen und als dann ein Lied zum Mitschunkeln angeboten wurde, kreierte meine Göttergattin den ganz neuen Begriff “passivschunkeln”. Ich passivschunkele, du passivschunkelst, er, sie, es passivschunkelt. Da musste ich wohl durch.

DSC7624.jpg DSC7649.jpg DSC7646.jpg DSC7660.jpgDSC7598.jpg

DSC7621.jpg

Als es langsam auf das Ende zuging – immerhin hatte die Band ca. 3 Stunden den Saal unterhalten – war es nicht mit einer Zugabe getan. Es gab Zugaben für die Zugaben DSC7722.jpg

für die Zugaben usw. Flo konnte man die Anstrengung schon ansehen. Aber die Mädels und Jungs hatten die gleiche Standfestigkeit wie das Publikum, das wirklich klasse mitging. Super, Rascal’s Corner, das habt ihr verdient.

DSC7955.jpgDSC7914.jpgDSC7900.jpg DSC7903.jpgUnd den beiden Weltbummlern wünsche ich eine tolle Zeit, viele neue Eindrücke, vergesst Eure treuen Fans fern der Heimat nicht und kommt auf jeden Fall zurück.