Nachdem der gestrige Tag etwas länglich geworden war und ich den Reisebericht erst am nächsten Morgen schreiben konnte, ließen wir es heute ruhig angehen.
Frühstück endlich mal wieder mit den leckeren Hilo-Papayas. Die schmecken wirklich anders (und besser) als die vom Kona Farmers Market.
Ziel war die Fahrt auf den Mauna Kea, den höchsten Berg auf Hawaii. Die Fahrt da hinauf und dort den Sonnenuntergang zu erleben, ist immer etwas Besonderes. Man sollte auch genügend Zeit einplanen.
So kam es, dass wir am Morgen nur noch mal kurz in der Nähe Schnorcheln wollten und am frühen Nachmittag dann rauf auf den Berg.
Da wir in direktem Umfeld unserer Hütte den Strand schon kannten, wollten wir mal einen anderen ausprobieren. Auf der Fahrt am Ali’i Drive entlang fiel uns nur ein Strand ins Auge, wo man a) bequem ins Wasser konnte (wichtig für Karin mit ihren Flossen) und b) es auch einen Parkplatz gab: Der Magic Sands Beach.
Er hat seinen Namen daher, dass in unregelmäßigen Abständen der Sand vom Strand verschwindet und wieder auftaucht. Als wir ankamen, war der Sand gerade mal da und ich stürzte mich in die Fluten. Wie nicht anders zu erwarten war, trübe Sicht und kaum Fische.
Also kehren wir reumütig zum Kahalu’u Beach Park zurück.
Dort ist gerade Ebbe und die Fische schwimmen so nah unter uns herum, dass wir bei keinem der Fotos eine Ausschnittsvergrößerung machen müssen. Zudem scheint die Sonne und die Aufnahmen sind endlich mal so brilliant, wie wir uns das vorstellen.
Und selbst ein Mini-Tintenfisch lässt sich durch das Getümmel in Küstennähe nicht stören.
Nach jeweils einem Schnorchelgang kurz nach Hause, Salzwasser abwaschen und auf in Richtung Mauna Kea. Wie üblich bei Costco noch ein Tank- und Futterstop und den Hina Lani Drive nach oben auf die 190. Nach ca. 30 Meilen geht es auf die neu gebaute Saddle Road, wie sie im Volksmund bezeichnet wird. Offiziell heißt sie Daniel K. Innouye Highway. Aber den Namen merkt sich sowieso keiner. Wie schon öfters in diesem Urlaub wurde die Sicht ein wenig schlechter
und wir krochen mehr schlecht als recht zum Besucherzentrum auf 2.900 Meter Höhe, um uns zu akklimatisieren.
Man sollte auf jeden Fall eine halbe Stunde dort verweilen, um der Höhenkrankheit zu entgehen (gelingt nicht immer). Aber man kann die Zeit gut nutzen, um mitgebrachte Snacks zu verputzen, das Volk in den Tourbussen zu betrachten oder um einen Spaziergang in den Garten zu machen, wo gerade diverse Silverswords zu blühen begannen.
Oder man schaut sich im Besucherzentrum um. Auf die Frage der freundlichen Mitarbeiterin, ob wir denn auch 4-Wheel-drive hätten, bekam sie die Antwort, wir hätten sogar 5-Wheel-drive. Zum Glück hat sie den Joke verstanden.
Diese Klasse von Wagen haben wir übrigens bezahlt, durch einen Fehler im Buchungssystem aber unseren Jeep (dahinter) bekommen.
Gegenüber des Besucherzentrums eine Art Heiau, den die Gegner der weiteren Bebauung des Mauna Kea zwischenzeitlich errichtet hatten.
Durch den Nebel drang langsam die Sonne durch
und wir machten uns auf, die letzten 6 Meilen den Berg raufzukrabbeln.
Vier Meilen davon sind (zur Zeit) halbwegs planierte Waschbrettstraße und am Anfang wird man deutlich darauf hingewiesen, das die Route nur für vierradgetriebene Fahrzeuge zugelassen sei.
Nun, den Vierradantrieb haben wir zu keiner Zeit benötigt, ein starker Motor ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. Je nach Straßenzustand kann aber durchaus auch ein Mehrradantrieb erforderlich werden.
Auf halber Höhe machte einer der Tourbusse halt. Also gibt es dort etwas zu sehen: Ein riesiges Silversword machte sich gerade an die Arbeit, zu blühen.
Ganz oben suchten wir uns einen Parkplatz inmitten der anderen Jeeps
und sorgten für angemessene Kleidung (selbst ich zog eine lange Hose an).
Auf den Gang zum Gipfel mussten wir verzichten, der Weg dahin ist gesperrt.
Die Sonne begab sich langsam gen Horizont und bescherte uns ein Farbenspiel, wie wir es in diesem Urlaub noch nicht gesehen hatten.
Und da ich keine Handy Selfies kann, musste eines mit etwas größerem Aufwand produziert werden.
Als es etwas dunkler wurde, fingen die Ranger an, etwas ungeduldig zu schauen. Sie wollten uns alle vom Berg runter haben, damit die Astronomen ungestört ihrer Arbeit nachgehen können.
Auf der Fahrt nach unten fing meine Begleiterin sanft an zu schlafen, die ersten Erscheinungen der Höhenkrankheit. Gut, dass wir nicht länger oben geblieben waren.
Am Besucherzentrum wollte ich eigentlich noch ein wenig Sterne fotografieren, aber die dichte Wolkendecke machte dies unmöglich. Karin war mittlerweile wieder aufgewacht aus dem Koma und so machten wir uns an den Abstieg durch die Nebelsuppe.
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Weiter geht es mit unserer fröhlich gelbgrünen Lilikio-Sammlung,
unserem kleinen Frühstücksbuffet
und der größten Lilikoi-Liebhaberin von allen (selbst die Sonnenbrille ist das Modell Lilikoi)
Recht spontan war uns beiden der Gedanke gekommen, nochmal zum Mauna Kea raufzufahren und auf dem Weg dahin erstmal zu tanken (Safeway) und mir noch ein paar neue „Sandals“ zu besorgen. Leider wurde ich weder bei Ross noch bei Walmart fündig, aber Sports Authority hatte gerade welche um 60 % runtergesetzt, die mir gefielen.
führt.
Schon nach ca. 20 Meilen sahen wir die Cinder Cone des Puu Huluhulu vor uns liegen.
Ein Rundweg über den Gipfel mit 3/4 Meile Länge erschien uns zeitlich und körperlich tragbar. 
Womit wir beide absolut nicht gerechnet hatten, war die tolle Flora,
die uns quasi von allen Seiten ansprang. Besonders die Moose hingen überall auf den Bäumen rum.


Es gibt übrigens nicht nur einen Weg hinauf. Immer wieder zweigen rechts oder links Trampelpfade ab, aber solange es nach oben geht, ist man auf der sicheren Seite.
Oben angekommen ein schöner Rundumblick

mit noch mehr Pflanzen.
Hatte ich auf dem Hinweg noch die „Normaloptik“ 24-70 mm drauf, schloss ich auf dem Rückweg das 60 mm Micro Nikkor
an, um den Pflanzen und Pflänzchen noch ein wenig näherzukommen.
Die Fahrt zum Visitor-Center war schön, aber nicht unbedingt spektakulär und zum Akklimatisieren gönnte ich mir ein kleines Schläfchen.
Und wie er rief. Bei den Observatorien angekommen, schauten wir zuerst noch kurz beim Keck-Observatory rein (hat bis 16 Uhr geöffnet)
und machten uns dann auf den Weg zum Gipfel des Mauna Kea. Hier machten sich bei der besten Bergsteigerin von allen die ersten Symptome der großen Höhe und der dünnen Luft bemerkbar. Aber nach langsamen und von Pausen unterbrochenen Marsch schafften wir es auf den Gipfel.
Wie groß war die Enttäuschung bei mir, als ich feststellte, dass die Messingplatte mit der Höhenangabe nicht mehr da war.
Als wir ganz allein auf dem Gipfel standen (alle Deutschen waren gegangen), ein Foto des Zweier-Dreamteams. @Inga: Beide in „Salomon to the top“.
Der Rückweg ging schon leichter. 
meine Göttergattin machte sich kältefest (da sie ihre Jeans vergessen hatte, musste mein zweites Salomon Fleece-Shirt herhalten)
und suchten uns ein schönes Plätzchen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Leider machte sich bei meiner Göttergattin immer stärker die Höhenkrankheit bemerkbar, so dass diese den Rest des Sonnenunterganges im Auto verbrachte
(draußen war es durch den flotten Wind a….kalt und selbst ich hatte trotz Fleece-Shirt, Jeans-Jacke und langer Hose noch Probleme mit der Temperatur). Aber bevor sie sich das Essen nochmal durch den Kopf gehen ließ, machten wir uns auf den Weg nach unten und als wir dann am Haus ankamen, war es fast wieder weg.
