17.04.2022 – Ab nach Hause

Ja, leider ist der Kurzurlaub schon wieder zu Ende. Aber es hat gut getan, rauszukommen, fremde Sprachen zu hören (nicht nur aus den Nachbarländern, auch aus den Nachbarbundesländern), einen Blick über den Zaun zu werfen, was anderes zu sehen und das schöne Wetter zu genießen.

Für den Rückweg hatte ich mir noch eine Überraschung für meine Höhen erprobte Göttergattin ausgedacht: Die Hängeseilbrücke Geierlay bei Mörsdorf.

Der Weg führt über die Hunsrück-Höhenstraße und war trotz des Ostersonntags nur wenig befahren.

Der Parkplatz – bzw. einer der vielen kostenpflichtigen Parkplätze – ist dank guter Ausschilderung leicht zu erreichen. Und der Weg zur Brücke ist zu Anfang auch immer gut ausgeschildert. 1.7 km stand auf den Wegweisern. Wir also immer wohlgemut diesen gefolgt, bis irgendwann Wanderwege und alles mögliche andere, aber nicht mehr die Brücke angezeigt wurde. Entgegenkommende Wanderer wurden befragt und gaben uns die Auskunft, dass wir auf dem richtigen Weg seien, nur mit den 1,7 km, das würde nicht so ganz passen.

Egal, das Wetter ist schön, uns erwartet noch niemand, also stiefelten wir schnurstracks den Berg runter. Wohl vermutend, dass sich DIESE Brücke nicht im Tal, sondern auf einem Berg befindet. Irgendwann erreichten wir auch den Talgrund mit dem Mörsdorfer Bach (benannt nach der gleichnamigen Ortschaft, wo wir parkten).

Gut, von hier aus geht es jetzt immer bergauf. Die Sonne schien von oben durch die Bäume und machte das Gehen leicht.

Zwischendurch immer mal wieder Fußgänger befragt. Die Antworten waren so unterschiedlich wie die Blätter auf den Bäumen: Gleich da, noch 4 km, irgendwo dazwischen pendelten sich die Antworten ein.

Dann sahen wir die 360m lange Brücke, wie sie elegant den Talgrund überspannte. Wir mobilisierten die letzten Kräfte und schleppten uns den Berg wieder rauf.

Direkt unter der Brücke entstand dieses Foto:

Etwas von der Seite das nächste.

Oben angekommen lagerten schon Heerschaaren von Besuchern im sonnigen Gras, die sich von der Überquerung erholen mussten. Gut, es ist Ostersonntag, es ist schönes Wetter, da darf man keine leere Brücke erwarten.

Auf geht es. Meine Göttergattin hatte auch ihren Spaß, obwohl die Brücke im Wind und unter den Fußtritten schon lustig schwankte.

Drüben angekommen, ein Blick zurück mit Teleobjektiv.

Der Weg zum Parkplatz war deutlich leichter und mit 2,4km deutlich kürzer.

Rapsfelder fingen gerade an zu blühen.

Eine asphaltierte Straße mit diversen Informationsständen zum Nutzung der Windenergie säumte den Wegesrand und nach insgesamt 6.4 km hatten wir den Parkplatz erreicht.

Jetzt ab auf die Piste. An einer Moselbrücke an der A61 ein kurzer Stop für einen Fahrerwechsel und ein Foto.

Jetzt noch die Fotos auswerten. Ach ja, für die Fotoenthusiasten: Ich hatte mir letztens noch ein „Aufsteck-GPS“ zugelegt, um auch in späteren Jahren noch genau sagen zu können, wo eine Aufnahme entstanden ist. Das Teil funktionierte sehr gut, in Adobe Photoshop Lightroom wurden im Kartenmodul die genauen Positonen angezeigt. Allerdings wurden die Metadaten in LR nicht gezeigt. Muss ich wohl mal eruieren, warum. Jedenfalls hat das Teil im Gegensatz zu den kabelgebundenen Teilen, die auf den Blitzschuh gesteckt werden, den Vorteil, dass sich kein Kabel verheddern kann. Test bestanden.

Morgen noch den Ostermontag im eigenen Garten genießen und dann geht es zurück in die Tretmühle.